Protest bei Leipzig - Schwartau

  • Warum haut man denn jetzt verbal auf den Anwalt ein? Oder macht sich über den Verein lustig, der krass benachteiligt wurde?
    Auch in der 2. Liga wünsche ich mir einfach Schiedsrichter, die diese Situation in Kombination mit dem technischen Deligierten so lösen, dass daraus kein Protestgrund entsteht. Der technische Deligierte war Bernd Ullrich und damit einer, der so viel Erfahrung gesammelt hat und das einfach richtig bewerten muss.
    Und bitte jetzt nicht schon wieder der Hinweis, dass alle Schiedsrichter in Watte gepackt werden müssen, weil wir sonst keine Schiedsrichter mehr finden.

  • Warum haut man denn jetzt verbal auf den Anwalt ein? Oder macht sich über den Verein lustig, der krass benachteiligt wurde?

    Das fand (wenn überhaupt) in einem einzigen Beitrag statt. Und selbst da war nicht klar, wem genau die Kritik galt.

    Natürlich sind hier weder die Vereine noch der Anwalt schuld.

  • Warum haut man denn jetzt verbal auf den Anwalt ein? Oder macht sich über den Verein lustig, der krass benachteiligt wurde?
    Auch in der 2. Liga wünsche ich mir einfach Schiedsrichter, die diese Situation in Kombination mit dem technischen Deligierten so lösen, dass daraus kein Protestgrund entsteht. Der technische Deligierte war Bernd Ullrich und damit einer, der so viel Erfahrung gesammelt hat und das einfach richtig bewerten muss.
    Und bitte jetzt nicht schon wieder der Hinweis, dass alle Schiedsrichter in Watte gepackt werden müssen, weil wir sonst keine Schiedsrichter mehr finden.

    Ich unterstütze deinen Post bis auf den ersten Satz. Wer hat denn hier auf den Rechtsbeistand verbal drauf gehauen?

  • Ich verstehe übrigens den spontanen Freiwurfpfiff. Das hat man vielleicht in dem Moment nicht auf dem Schirm (da guckt man als Feldschiedsrichter nicht unbedingt drauf mit dem leeren Tor).

    Aber dass das selbst nach Rücksprache mit dem Torschiedsrichter (der ja am Tor stand!) und dem Delegierten (der bei der Regeleinordnung helfen sollte) bei Freiwurf blieb …

    Ich kann es nicht verstehen.

    Und das alles ohne Videobeweis…

  • Es gab letzte Saison in der HBL einen ähnlichen Fall mit Videobeweis.

    In Wetzlar (Gegner weiß ich gerad nicht).

    Das hätte man aus meiner Sicht zwingend so besprechen müssen, dass es (auch ohne Videobeweis) nicht mehr vorkommt.

    Zeigt für mich aber wieder mal, dass generell nicht der Videobeweis das Problem ist, sondern dass das Niveau der Schiedsrichter mit der Entwicklung in der HBL nicht Schritt hält.

  • Zeigt für mich aber wieder mal, dass generell nicht der Videobeweis das Problem ist, sondern dass das Niveau der Schiedsrichter mit der Entwicklung in der HBL nicht Schritt hält.

    Findest du wirklich, dass sich das Spiel in den letzten zwei Jahren so verändert hat, um diese Zunahme an Regelverstößen, schlafenden Kampfgerichten und Protesten zu erklären?

  • Findest du wirklich, dass sich das Spiel in den letzten zwei Jahren so verändert hat, um diese Zunahme an Regelverstößen, schlafenden Kampfgerichten und Protesten zu erklären?

    Sicherlich ein Aspekt. Zudem ist es m.E. so, dass das Niveau der Schiedsrichter gesunken ist.

  • Es ist ja schon eine der bekannteren Regeln im Sport. Sollten die Schiedsrichter auf dem Level auch schonmal gehört haben.^^

    Genau wie Schritte, Stürmerfoul, Trikotziehen usw., und hierzu legt niemand Einspruch ein, obwohl das öfter im Spiel vorkommt 😉. Da stellt sich auch keiner vor die Kamera und sagt, dass das eine eindeutige Regel ist, aber egal. Die Anweisung, die ich kenne ist, wenn eine Absicht zum Torwurf erkennbar ist (hier m.E. "ja", da der Spieler eine deutliche Absprungbewegung beginnt), wird auf 7m entschieden.

    Rheiner: Da braucht es keine Rücksprache mit dem TSR. Wenn in dieser Situation, in diesem vermeintlich letzten Angriff, nicht schon über Head-Set besprochen wurde, dass der TW auf der Bank sitzt, und dann nicht das Kommando "TW noch nicht im Torkreis" kommt, dann haben diese Schiedsrichter das komplett vermanagt! Und über das Verhalten des TD verlieren wir hier besser erst gar kein Wort.

    Ich bin der Meinung, dass die getroffene Entscheidung nicht korrekt ist, aber ich hoffe, dass die Spielwertung so bleibt wie sie ist und als Tatsachenentscheidung durchgeht. Denn wenn nicht, dann werden wir in Zukunft viel Spaß haben, wenn der entscheidende Treffer aus einem 1:1 mit Schritten passiert oder vielleicht eine falsche Sperre zu einem Durchbruch führt, aus dem dann der entscheidende Treffer passiert. Es gibt so viele Situationen, die auf Bundesligalevel/international einfach nicht regelgerecht umgesetzt werden (was ich persönlich wirklich eine Katastrophe finde), dass ein positiver Ausgang dieses Einspruchs "die Büchse der Pandora" öffnen würde. Denn dann müsste man die Frage beantworten, wie, und vor allem bis zu welchem Zeitpunkt im Spiel, die Grenze der Tatsachenentscheidung genau definiert ist. Wenn sich jetzt jeder nach dem Spiel hinstellt und z.B. sagt "das ist ein klarer Regelverstoß, weil mehr als drei Schritte laut Regeln nicht erlaubt sind", dann mal Feuer frei.

    Das Erste, was ein Kind lernt, ist gegen den Ball zu treten! Wenn es intelligent ist, nimmt es ihn später in die Hand !!!

    Die Wissenschaftler haben herausgefunden..... und sind auch wieder reingekommen :)

    Politiker sind wie Windeln, man sollte sie oft wechseln, und aus den gleichen Gründen! (Mark Twain)

  • Genau wie Schritte, Stürmerfoul, Trikotziehen usw., und hierzu legt niemand Einspruch ein, obwohl das öfter im Spiel vorkommt 😉. Da stellt sich auch keiner vor die Kamera und sagt, dass das eine eindeutige Regel ist, aber egal. Die Anweisung, die ich kenne ist, wenn eine Absicht zum Torwurf erkennbar ist (hier m.E. "ja", da der Spieler eine deutliche Absprungbewegung beginnt), wird auf 7m entschieden.

    Rheiner: Da braucht es keine Rücksprache mit dem TSR. Wenn in dieser Situation, in diesem vermeintlich letzten Angriff, nicht schon über Head-Set besprochen wurde, dass der TW auf der Bank sitzt, und dann nicht das Kommando "TW noch nicht im Torkreis" kommt, dann haben diese Schiedsrichter das komplett vermanagt! Und über das Verhalten des TD verlieren wir hier besser erst gar kein Wort.

    Ich bin der Meinung, dass die getroffene Entscheidung nicht korrekt ist, aber ich hoffe, dass die Spielwertung so bleibt wie sie ist und als Tatsachenentscheidung durchgeht. Denn wenn nicht, dann werden wir in Zukunft viel Spaß haben, wenn der entscheidende Treffer aus einem 1:1 mit Schritten passiert oder vielleicht eine falsche Sperre zu einem Durchbruch führt, aus dem dann der entscheidende Treffer passiert. Es gibt so viele Situationen, die auf Bundesligalevel/international einfach nicht regelgerecht umgesetzt werden (was ich persönlich wirklich eine Katastrophe finde), dass ein positiver Ausgang dieses Einspruchs "die Büchse der Pandora" öffnen würde. Denn dann müsste man die Frage beantworten, wie, und vor allem bis zu welchem Zeitpunkt im Spiel, die Grenze der Tatsachenentscheidung genau definiert ist. Wenn sich jetzt jeder nach dem Spiel hinstellt und z.B. sagt "das ist ein klarer Regelverstoß, weil mehr als drei Schritte laut Regeln nicht erlaubt sind", dann mal Feuer frei.

    So wie ich es sehe, kommt es darauf an, was die Schiedsrichter wahrgenommen haben. Wenn ihre Wahrnehmung nicht zu 7m Entscheidung passt, war es eine Tatsachenentscheidung. Ansonsten ein Regelverstoß. Ich sehe hier keine Büchse der Pandora!

  • So wie ich es sehe, kommt es darauf an, was die Schiedsrichter wahrgenommen haben. Wenn ihre Wahrnehmung nicht zu 7m Entscheidung passt, war es eine Tatsachenentscheidung. Ansonsten ein Regelverstoß. Ich sehe hier keine Büchse der Pandora!

    Doch, es ist ganz klar problematisch und verändert das Spiel. Wollen wir wirklich immer erst Wochen später wissen wie ein Spiel ausgegangen ist? Es gibt in so vielen Spielen entscheidende Entscheidungen, die unter einem gewissen Blickwinkel fragwürdig sind. Nehmen wir die von gummiball ins Spiel gebrachte Schritte ebenso wie größere Entscheidungen. Es kann nicht sein "alles" zur Option zu stellen. Es ist ein Teil des Spiels, dass Schiedsrichter fehler machen. Und diese müssen akzeptiert werden, so lange keine Absicht unterstellt werden kann.

    Übrigens verdirbt Geld wohl den Charakter. In der Damenbundesliga käme niemand auf die Idee für soetwas einen Prozess zu führen. Und da habe ich auch fragwürdige Entscheidungen vor Augen. Beispiel 7 gegen 6, Ballverlust, die Torhüterin läuft zurück Richtung Tor, Springt mitten im Feld hoch, fängt den Ball und kommt VOR dem 6 m Kreis mit einem Fuss auf den Boden. Läuft dann in den 6er. Entscheidung: 7m. Das Publikum war irritiert, aber ruhig. Die Spieler und die Bank waren ruhig. Gut, es war auch nicht Minute 59 und 50 Sekunden. Trotzdem wäre es anders abgelaufen als in der zweiten Liga.


    P.S. Außer in Thüringen. Das ist aber auch egal, weil man in Thüringen als Schiedsrichter eh ein dickes Fell haben muss!

  • So wie ich es sehe, kommt es darauf an, was die Schiedsrichter wahrgenommen haben. Wenn ihre Wahrnehmung nicht zu 7m Entscheidung passt, war es eine Tatsachenentscheidung. Ansonsten ein Regelverstoß.

    Richtig.

    Ich bin gespannt, hier eine Wahrnehmung zu lesen, zu der der Freiwurf regeltechnisch passt.

  • Zeigt für mich aber wieder mal, dass generell nicht der Videobeweis das Problem ist, sondern dass das Niveau der Schiedsrichter mit der Entwicklung in der HBL nicht Schritt hält.

    Lelle, bitte solche Fehler in Relation zu der Gesamtzahl an Spielen setzen.

    Einspruch kann ich theoretisch nach jedem Spiel einlegen.

    Wieviele Spiele mussten in den letzten Jahren wiederholt werden ? Ich kann mich nur an 2 Spiele erinnern , bei 612 Spielen pro Jahr !

  • Lelle, bitte solche Fehler in Relation zu der Gesamtzahl an Spielen setzen.

    Einspruch kann ich theoretisch nach jedem Spiel einlegen.

    Wieviele Spiele mussten in den letzten Jahren wiederholt werden ? Ich kann mich nur an 2 Spiele erinnern , bei 612 Spielen pro Jahr !

    Ja. Weil die Fehlentscheidungen in der Regel Tatsachenentscheidungen sind. Das macht es nicht besser.

  • Mangahn

    Von Bundesligaschiedsrichtern erwarte ich Regelsicherheit!

    Fehler in der Wahrnehmung akzeptiere ich. Andere Interpretation akzeptiere ich.
    Richtige Wahrnehmung und regelwidrige Entscheidung aber nicht.

  • Ja. Weil die Fehlentscheidungen in der Regel Tatsachenentscheidungen sind. Das macht es nicht besser.

    Heutzutage werden dieselben Dinge diskutiert wie in den 90er oder 2000er.

    Unterschied ist lediglich, dass man heutzutage nahezu alles richtig auflösen kann, da alles übertragen wird und man es sich 500x in 5 Kameraperspektiven und Geschwindigkeite anschauen kann. Wäre das früher auch so möglich gewesen, hätten wir auch da schon dieselben Diskussionen gehabt.

    Als ob früher die Schiedsrichter besser waren als heute, eher im Gegenteil.

  • Mangahn

    Von Bundesligaschiedsrichtern erwarte ich Regelsicherheit!

    Fehler in der Wahrnehmung akzeptiere ich. Andere Interpretation akzeptiere ich.
    Richtige Wahrnehmung und regelwidrige Entscheidung aber nicht.

    Das erwarte ich sogar von Bezirksligaschiedsrichtern, ansonsten wäre es, ehrlich gesagt, unsinnig sich als Schiedsrichter auf das Feld zu stellen!

    Das Erste, was ein Kind lernt, ist gegen den Ball zu treten! Wenn es intelligent ist, nimmt es ihn später in die Hand !!!

    Die Wissenschaftler haben herausgefunden..... und sind auch wieder reingekommen :)

    Politiker sind wie Windeln, man sollte sie oft wechseln, und aus den gleichen Gründen! (Mark Twain)

  • Übrigens verdirbt Geld wohl den Charakter. In der Damenbundesliga käme niemand auf die Idee für soetwas einen Prozess zu führen. Und da habe ich auch fragwürdige Entscheidungen vor Augen. Beispiel 7 gegen 6, Ballverlust, die Torhüterin läuft zurück Richtung Tor, Springt mitten im Feld hoch, fängt den Ball und kommt VOR dem 6 m Kreis mit einem Fuss auf den Boden. Läuft dann in den 6er. Entscheidung: 7m. Das Publikum war irritiert, aber ruhig. Die Spieler und die Bank waren ruhig. Gut, es war auch nicht Minute 59 und 50 Sekunden. Trotzdem wäre es anders abgelaufen als in der zweiten Liga.

    7m ist doch auch die korrekte Entscheidung, siehe Andi Wolff vor ca 2 Jahren. Wurde hier auch diskutiert.

  • Das erwarte ich sogar von Bezirksligaschiedsrichtern, ansonsten wäre es, ehrlich gesagt, unsinnig sich als Schiedsrichter auf das Feld zu stellen!

    Da ist, was die Gänze der Regeln anbelangt, Dein Anspruch zu hoch. Du kannst nicht von Jungschiedsrichtern erwarten, jeden denkbaren Fall vorher schon regeltechnisch sicher zu können. Und am Ende kannst Du es von den alten auch nicht.
    Aber klar, wenn Du genug perfekte Schiedsrichter hast, bin ich der erste, der bereit ist aufzuhören und den Perfekten die Platte zu überlassen.