Mit diesem Statement setzt Golla die MT sehr wohl unter Druck. Was soll Melsungen denn bitte machen, außer sich kooperativ zu zeigen?
Und bei allem Respekt, wenn Pytlick die Karte der "mentalen Gesundheit" gezogen hätte, dann sehe die Reaktion bei vielen Flensburgern definitiv anders aus.
So sieht’s nämlich aus. Die MT hat die Pistole jetzt aber sowas von an der Brust. Wenn ein Spieler öffentlich mit mentalen Problemen argumentiert und seinen Wechselwunsch damit begründet, setzt das den Verein automatisch massiv unter Druck. Denn ganz egal, wie die tatsächlichen Hintergründe aussehen: Die MT kann eigentlich nur verlieren. Sagt sie Nein, heißt es schnell, sie würde einen Spieler trotz psychischer Probleme nicht gehen lassen. Sagt sie Ja und nimmt vielleicht ein „günstiges“ Angebot der SG an, steht am Ende womöglich der Verein als der Dumme da, obwohl er vertraglich eigentlich eine ganz andere Position haben könnte und da sehe ich nämlich das größte Problem ! Denn die MT ist mein Verein und liegt mir nunmal auch am Herzen.
Deshalb finde ich es schwierig, die MT jetzt so an den Pranger zu stellen. Über die tatsächlichen Hintergründe wissen wir doch viel zu wenig. Aber mit der Psyche als Begründung wird eine Situation geschaffen, in der jeder Schritt der MT verdammt heikel wird. Wenn das wirklich so ist, sollte man das selbstverständlich ernst nehmen und schnellstmöglich eine Lösung finden. Aber daraus darf doch nicht automatisch folgen, dass der Verein jetzt jede Forderung akzeptieren und sich quasi selbst die Hände binden muss.
Die MT steht damit jedenfalls brutal unter Druck. Und wenn das am Ende darauf hinausläuft, dass man aus Angst vor der öffentlichen Wirkung ein deutlich zu niedriges Angebot akzeptiert, wäre das sportlich und wirtschaftlich ein ziemlich bitteres Ergebnis.