Pekeler lieferte ein nach dem Krimi ein überaus zurückhaltendes Resümee. Der Stressfaktor habe sich in Grenzen gehalten. „Ich wusste ja, dass ich nicht werfen muss“, sagte er grinsend. Lukas, Magnus, Bence und Eric hatten zum Siebenmeterstrich treten müssen, weil die Zebras eine Sechs-Tore-Führung acht Minuten vor dem Ende noch aus der Hand gegeben hatten. Pekeler fand das „ärgerlich“, mutmaßte: „Vielleicht sind uns wieder die Kräfte ausgegangen.“Die Schuld dafür, dass es überhaupt zum Shootout kam, lud Duvnjak auf seine breiten Schultern, schließlich hatte er Sekunden vor dem Ende den finalen Wurf verweigert. „Ich bin sauer auf mich, ich hätte einfach nur werfen müssen. Aber ich hatte Angst, dass Nexe bei fünf Sekunden noch wieder in Ballbesitz kommt.“ so Dule.
Ob der Titelgewinn aus einer bislang verkorksten noch eine gelungene Saison machen könne? „Wir sind momentan nicht in der Position, Parolen rauszuhauen. Aber wir sind viele, die wissen, wie man ein solches Final Four angehen muss. Wir müssen uns auf jeden Fall steigern.“
Pekeler stimmte mit ein in die Lobeshymnen über den „fantastischen“ Eric Johansson. Er hatte das Spiel, seiner Knieverletzung getrotzt, sich für die Mannschaft aufgerieben, weite Wege zurückgelegt. „Wenn er gefährlich ist, öffnet er Räume“, schwärmte Pekeler und ergänzte mit sorgenvoller Miene: „Ich vermute, dass es erst einmal wieder sein letztes Spiel war.“
Das sieht der Gefeierte ganz anders: „Ich mache meine Reha, und dann schauen wir Tag für Tag. Aber nein, ich denke nicht, dass ich jetzt wieder raus bin. Ich spiele weiter.“ Am Tag nach dem Spiel werde er sein Knie jedoch sehr wohl spüren.
Quelle KN