Causa A. Fuhr und alles drumherum

  • Sehr interessant. Was ich immer noch nicht verstehe ist,warum er nicht zurück ins Lehramt geht oder kann.

    In der heutigen Welt?

    Stell dir vor: ein Schüler hat ein Problem, weil er sich ungerecht benotet ( eventuel verdient) oder falsch behandelt fühlt. Dann googlet er den namseines Lehrers und zack. Das an die - teilweise - Helikopter Eltern und die stehen beim Direktor auf der Türschwelle mit riesen Vorwürfen 🙈

  • Tja.

    Wann hat man genug gebüsst ... was ist angemessen ... was ist zu viel?

    Mein Bauch sagt mir: gebt ihm eine Chance!

    „Ich verachte Ihre Meinung, aber ich gäbe mein Leben dafür, dass Sie sie sagen dürfen.“ Voltaire

    Meinungsfreiheit ist essentiell und nicht verhandelbar!

    "Herr, sag mir was das Rezept für ein langes, zufriedenes Leben ist!" - "Streite dich nicht mit Hohlköpfen." - "Herr, ich bin anderer Meinung!" - "Da hast du Recht."

  • Das schlimme ist ja das man EINEN sich vorgenommen hat.Es gab und gibt (siehe THC) reichlich die genauso an den pranger gehörten. Durch alle Ebenen und Schichten bis ganz oben hin.Aber in der Staubwolke die um Herrn Fuhr aufgewirbelt wurde haben sich viel verkrochen und unsichtbar gemacht. Das dahingehend die Medien nicht ihrer journalistischen Pflicht nachgekommen sind finde ich traurig und beschämend.
    Und ja ich finde es ist genug und ihm gehört eine Chance eingeräumt wieder normal zu leben mit dem was ihm wichtig und wert ist .

  • Ja, jeder Mensch verdient eine zweite Chance. Aber mein Eindruck nach dem Lesen des Interviews ist: Fuhr hat immer noch nicht richtig begriffen, was da eigentlich durch sein Verhalten passiert ist bei Menschen, die er sin seiner Obhut hatte - und zwar über viele Jahre hinweg. Das zeigt gerade sein Satz. "Natürlich habe ich nicht alles richtig gemacht ...". Wie mag das z.B. bei einer Spielerin ankommen, die wegen seines Einflusses (um es zurückhaltend zu formulieren) völlig ihr Selbstwertgefühl verloren hatte und nahe am Selbstmord stand? Fuhr macht es sich meines Erachtens nach wie vor zu einfach. Erst wenn er sich - ohne wenn und aber - zu seiner moralischen (!) Schuld bekennt, kann es für ihn eine menschliche und berufliche Rehabilitation geben. Wer will schon einem Menschen einen Job geben, der alles, was geschenhen ist, immer wieder abwiegelt und relativiert und sich als Opfer inszeniert?

  • Ekelhaft, wie man sich so als Opfer inszenieren kann und sich wirklich, wie schon vor mir geschrieben wurde, absolut keiner eigenen Verantwortung bewusst ist. Alle anderen sind schuld. Der Verein, die Medien, die Spielerinnen, die anderen Vereine, die ihm keine Chance geben...

  • Sagt ihr alle genauso lange bis er oder jemand mit ähnlicher Vorgeschichte die Mannschaft eurer Tochter, Nichte oder sonst wichtigem Menschen trainiert.

    Die Diskussion ist doch rein hypothetisch. André Fuhr wird niemals wieder ohne strenge Beobachtung und Auflagen als Trainer oder Lehrer – erst recht nicht bei Jugend- oder Frauenmannschaften oder in der Schule – arbeiten können.

    Seine beschriebene Krankengeschichte und die schweren Vorwürfe (Machtmissbrauch, psychische Gewalt) von über 30 Betroffenen machen eine Rückkehr ins professionelle Umfeld mit Kindern oder jungen Spielerinnen illusorisch – Bedenkenträger werden dauerhaft bestehen.

    Rechtlich scheint der Fall aufgrund von Verjährung abgeschlossen, es gab nie strafrechtliche Anklagen wegen der Vorwürfe. Eine weitere Aufarbeitung außerhalb der Handballecke findet nicht statt.

  • Ekelhaft, wie man sich so als Opfer inszenieren kann und sich wirklich, wie schon vor mir geschrieben wurde, absolut keiner eigenen Verantwortung bewusst ist. Alle anderen sind schuld. Der Verein, die Medien, die Spielerinnen, die anderen Vereine, die ihm keine Chance geben...

    Der Angriff auf die Spielerin die nach Norwegen und dann nach Rumänien gewechselt ist geht absolut gar nicht. Das ist unter aller Kanone. Die Verschwörung zu wittern ist nicht wirklich der demütige Umgang den man sich gewünscht hätte.

  • Die Diskussion ist doch rein hypothetisch. André Fuhr wird niemals wieder ohne strenge Beobachtung und Auflagen als Trainer oder Lehrer – erst recht nicht bei Jugend- oder Frauenmannschaften oder in der Schule – arbeiten können.

    Seine beschriebene Krankengeschichte und die schweren Vorwürfe (Machtmissbrauch, psychische Gewalt) von über 30 Betroffenen machen eine Rückkehr ins professionelle Umfeld mit Kindern oder jungen Spielerinnen illusorisch – Bedenkenträger werden dauerhaft bestehen.

    Rechtlich scheint der Fall aufgrund von Verjährung abgeschlossen, es gab nie strafrechtliche Anklagen wegen der Vorwürfe. Eine weitere Aufarbeitung außerhalb der Handballecke findet nicht statt.

    Ja, aber dieses "irgendwann ist nu auch mal gut" tut so, als wenn diese Realität nicht existieren würde und irgendwas daran furchtbar faul wäre. Er hat doch eher Glück, dass die bestehenden Systeme so unzureichend und amateurhaft aufgestellt sind, dass er da eben erstens seine Karriere bis Zeitpunkt x so bestreiten konnte, wie er es gemacht hat und das ihm danach juristisch nichts passiert ist. Das hat ja nichts mit Unschuldsvermutung oder Freispruch zu tun.

  • Was mich am meisten daran "stört" ist die Tatsache, dass er nicht erwarten kann wieder einen Job als Handballtrainer zu finden. Ja, es ist nur aus seiner Sicht eine wirkliche Tragödie. Ihm wurde "verfahrenstechnisch" nichts nachgewiesen, da der DHB/BvB lieber die Person "geopfert haben" statt das Thema wirklich aufzuarbeiten. Auf dem Papier ist also nicht wirklich was passiert und er steht am Ende allein dar. Kann ich alles nachvollziehen und ist nicht schön. ABER es gibt eine Lösung dafür: Mach etwas anderes. Gibt viele tolle Jobs und so leid es mir für den Menschen tut. Die Situation ist auch durch sein Handeln entstanden und er muss mit seinen Entscheidungen leben wie jeder andere Mensch auch. Das die Spielerin das Land verlassen hat zeigt ja auch dass es für diese folgen gibt und sie lieber nicht im Land ist.

    Bei dieser Perspektive ist aber die Seite der Spielerin komplett ausgeblendet und er beschwert sich erneut in einer Bundesweiten Zeitung darüber..... Da ist sooo viel falsch dran, dass alleine das schon ein Grund ist warum er nicht geeignet ist wieder Bundesligatrainer zu sein.

  • Ekelhaft, wie man sich so als Opfer inszenieren kann und sich wirklich, wie schon vor mir geschrieben wurde, absolut keiner eigenen Verantwortung bewusst ist. Alle anderen sind schuld. Der Verein, die Medien, die Spielerinnen, die anderen Vereine, die ihm keine Chance geben...

    Und was ist mit den anderen? Die sind sich ja auch keiner Schuld bewusst - nur dürfen die locker flockig weitermachen ohne Konsequenzen.

    Einer davon zb am Samstag in Bensheim mit großer Jubelaktion 😉

  • Und was ist mit den anderen? Die sind sich ja auch keiner Schuld bewusst - nur dürfen die locker flockig weitermachen ohne Konsequenzen.

    Einer davon zb am Samstag in Bensheim mit großer Jubelaktion 😉

    Sicher, dass du den richtigen Beitrag zitiert hast? Falls ja, ich verstehe nicht wirklich was du mir sagen willst. Inwiefern hat mein Missfallen für das Interview etwas mit dem Verhalten von (ich vermute mal du meinst) Steffen Birkner zu tun?

  • Achso noch ein Gedanke falls er hier mitliest (was ich mir sogar vorstellen kann). Das Leben bietet viel und als Menschen wünsche ich ihm, dass er seine Weg findet. Er hat immer eine Chance verdient und das meine ich ernst. Ein Pilot der mal mit Alkohol aufgefallen ist, muss auch damit leben das er vielleicht keinen Job als Pilot mehr bekommt - vielleicht aber ist er auch ein guter Koch. Ja, ist was anderes als Beispiel. Das schreibe ich mit dem Hintergrund, dass er öffentlich über die psychischen Folgen bei ihm gesprochen hat. Einige Aussagen in diesem Thema sind heftig und am Ende ist ein Mensch, der wie alle Limits haben. Jeder Mensch ist etwas wert und kann sich bessern. Das er jahrelang seinen Traumjob hatte ist mehr als so mancher je erreicht.

    Einmal editiert, zuletzt von Fridulin (3. März 2026 um 16:06)

  • Der Angriff auf die Spielerin die nach Norwegen und dann nach Rumänien gewechselt ist geht absolut gar nicht. Das ist unter aller Kanone. Die Verschwörung zu wittern ist nicht wirklich der demütige Umgang den man sich gewünscht hätte.

    Abwehrhaltung, Rechtfertigungen und auch das Austeilen gegen Spielerinnen (wenngleich Letzeres unanständig ist) war immerhin solange nachvollziehbar, wie mögliche strafrechtliche Konsequenzen im Raum standen. Dies ist nun Geschichte. Deshalb wäre jetzt eine strategische Kehrtwende erforderlich: Raus aus der Igelstellung, Verantwortung übernehmen, Fehlverhalten offen bekennen, sich entschuldigen und zeigen, was er aus dieser Tragödie (die es ja auch für ihn war und ist) gelernt hat. Was hat er noch zu verlieren? Er kann dadurch nur gewinnen! Die Frage ist, ob Fuhr die menschliche Größe zu einem solchen Schritt hat.

  • Sicher, dass du den richtigen Beitrag zitiert hast? Falls ja, ich verstehe nicht wirklich was du mir sagen willst. Inwiefern hat mein Missfallen für das Interview etwas mit dem Verhalten von (ich vermute mal du meinst) Steffen Birkner zu tun?

    Es ging um den Mannschaftsbetreuer, der auch schon zu Fuhrs Zeiten auf der Bank saß 😉 und sich vermutlich auch keiner Schuld bewusst ist, aber im Vergleich einfach weiter machen kann. Ist genau so ekelig.