Ablösung von nuLiga, Handball4all und Sportradar durch iSquad zur Saison 2026/2027

  • Ja, sieht jetzt nicht kompliziert zu bedienen und weitestgehend selbsterklärend aus.

    Problematisch sehe ich, dass der Spielbericht scheinbar nicht vom Z/S aufgerufen werden kann, sondern das jemand mit höheren Rechten (Vereinsverwaltung) machen muss.

    Die Anzahl der Personen mit diesen Rechten sollte aber nicht zu groß sein und von den wenigen zu verlangen, zu jedem Spiel in der Halle zu sein, halte ich ehrlich gesagt nicht für zumutbar.


    daabefuggeler was an meinem letzten Beitrag findest du verwirrend? Vielleicht kann ich helfen.

    Es gibt inzwischen auch die Möglichkeit, den ESB über die Kachel Elektronischer Spielbericht aufzurufen. Dazu müssen aber erst mal Rechte vergeben werden. Die Erklärung dazu soll heute in der Anleitung ergänzt und dann verteilt werden.

  • daabefuggeler was an meinem letzten Beitrag findest du verwirrend? Vielleicht kann ich helfen.

    alles gut, ging tatsächlich nur um das Aufruf / Rechte Thema, sprich wo muss man mit welchen Rechten rein um überhaupt in der richtigen Funktion zu sein, um den ESB aufzurufen und zu starten

    Nur das fand ich ähnlich verwirrend und "schwierig" in der praktischen Anwendung/Umsetzung, also genau so wie du es bereits in deinen letzten beiden Posts beschrieben hast

  • Operativ Justus Wetzel PM -seit 2 Monaten.

    Sportlich ist der Mann wohl im Fußball zu Hause und vom Alter her so Mitte 20. Zumindest hat er bis 2024 am AIC College in Massachusetts als Torwart gespielt.
    Die Berufserfahrung als PM ist dann sicher noch nicht sehr groß.
    Laut einem Projektzeitplan aus Juli ist er für die Teilmodule Registrierung und Seminarverwaltung zuständig.
    https://www.hkwesel.de/wp-content/uploads/260701_H360_Projektzeitplan_DHB.pdf
    Falls der DHB ihm vor 2 Monaten wirklich die operative Projektverantwortung gegeben hat, wäre das doch sehr fragwürdig.

  • Falls der DHB ihm vor 2 Monaten wirklich die operative Projektverantwortung gegeben hat, wäre das doch sehr fragwürdig.

    das projekt läuft ja schon seit einem jahr. --> man hatte nie einen PM oder derjenige wurde gefeuert/ist gegangen.


    Was mich eben dazu bringt mal den Kontext noch zu betrachten.


    Der DHB hat 320000 aktive Spieler. Blöderweise findet sich für so ein Projekt keine IT sponsor, der das denen als Sachleistung schreibt. Seriös- 4-5 Mio, z.B. Schwarz digital. viel zu individuelle Software.

    und damit hat der Dr. Berding ein problem. Er kann das Projekt nur über Umlage an die LVs finanzieren, welche das an die Vereine weitergeben.

    Ich erinnere an den "Aufschrei", als vor ca 8 jahren Nuliga kam und die Vereine deshalb die Verbandsabgabe um nen Hunni erhöhen musste.

    Das vergessen ja die ganzen "Erregungsschreiberlinge" hier.

    ein Projekt dieser Dimension mit seriöser Besetzung, d.h. Projektleiter mit Erfahrung: Stundensatz 200 Euro/h, um dann den Dienstleister zu steuern und Tests seriös durchzuführen: Da sind wir im mittleren Millionenbereich. und nun reche sich jeder mal aus, was das für eine Vereinsabgabe gewesen wäre/wird.

    Aus diesem "guten Grund" hat der DHB das Projekt ja auch "vorfinanziert", d.h. der Dr. Berding ist zur Kreissparkasse Dortmund gegangen und hat gecheckt wie hoch denn der Dispo ist. und der wird jetzt definitiv schon mal nicht mehr so doll aussehen.

    So, mal aus meiner Perspektive. Mag jeder gerne gegenargumentieren. Die Welt ist ne graue Suppe und nicht schwarz/weiss.

    5 Mal editiert, zuletzt von alter Sack (21. August 2026 um 11:40)

  • Falls der DHB ihm vor 2 Monaten wirklich die operative Projektverantwortung gegeben hat, wäre das doch sehr fragwürdig

    Ach, ist doch eine typische Situation: ein Haufen alter Männer muss ein IT-Projekt wuppen, wovon sie erstens alle keinen Plan und worauf sie zweitens alle keinen Bock haben, weil man da nicht nur organisieren, sondern auch richtig arbeiten muss. Und dann fällt der suchende Blick auf den jungen Kollegen, der doch allein deshalb, weil jung, eine hohe Affinität zu allem haben muss, was nach 2000 erfunden wurde. Und sich, was auch ganz praktisch ist, nicht wehren kann, sich vielleicht sogar über die übertragene Verantwortung freut. Im Zweifel ist er dann auch der ideale Sündenbock...

  • edit: auf Faacebook gibt es den kanal hackepeter-Brötchen im Foyer. ein Viertligaspieler ausm osten machte da gute sachen. hatte heute morgen gesehen, dass der da realtalk macht. Falls jemand Zeit hat.

    edit2: ist nen podcast. Hackepeter-Brötchen im Foyer | Podcast on Spotify


    perplexity ist ja für mich ne droge. man kann z.B. messen, wie groß das Desaster für den DHB in der Aussendarstellung ist. Die kuh ist ja noch nicht vom Eis, wenn selbst "das Saarland" es in dieser Saison nicht mit hb360 hinkriegt.

    Hier mal die Antwort auf die Frage, was mein KI Freund über das gescheiterte Projekt weiss.


    QUELLEN: Explizit nicht dieser Thread.


    Zitat

    Nein – nach den auffindbaren aktuellen Quellen wirkt Handball360 nicht gescheitert, sondern befindet sich in der Einführung für die Saison 2026/27. Vielleicht meinst du ein anderes, früheres DHB-Digitalprojekt oder Berichte über Anlaufprobleme?

    Aktueller Stand von Handball360

    • Der DHB und die Landesverbände haben im November 2025 verbindlich beschlossen, die bisher parallelen Systeme durch ein gemeinsames Verbandsmanagementsystem zu ersetzen. Als technische Grundlage wurde iSquad des spanischen Anbieters toools ausgewählt.handball-world+1
    • Die Pilotphase lief im Frühjahr 2026 mit mehr als 500 Testnutzern.handball
    • Der DHB-Bundesrat bestätigte laut einem Verbands-Update anschließend den verpflichtenden Start zum Saisonbeginn 2026/27; die Registrierung über die Handball-ID sollte ab 20. Mai 2026 möglich sein.handball-bes
    • Landesverbände kommunizieren weiterhin die verpflichtende Nutzung: Handball360 soll u. a. Spielplanung, Schiedsrichteransetzungen, Mannschaftsaufstellungen, Spielberichte, Pass- und Lizenzprozesse abdecken.handball-nordrhein+1

    Woher der Eindruck kommen könnte

    Es gab bzw. gibt erkennbare Risiken eines sehr großen Migrationsprojekts:

    • Zusammenführung mehrerer Altsysteme wie nuLiga, Handball4all und Spielbericht Online.
    • Uneinheitliche Datenqualität und Datenstrukturen.
    • Sehr enger Zeitplan für Migration, Vereinszugänge, persönliche IDs und den Saisonbetrieb.
    • Verpflichtende Registrierung selbst für minderjährige Aktive über Sorgeberechtigte.

    Der DHB selbst benannte vor allem Datenmigration und Standardisierung als größte Herausforderung. Das spricht für erwartbare Reibung, ist aber kein Nachweis eines Projektabbruchs.handball-world+1

    Einordnung

    Stand der recherchierten öffentlichen Informationen: kein gescheitertes Projekt, sondern ein laufender bzw. gerade produktiv gehender Rollout. Wenn du eine konkrete Meldung, einen Verband oder ein Symptom meinst – etwa ausgefallene Registrierung, fehlende Spielpläne, Probleme mit nuScore oder eine Rückkehr zu nuLiga –, schick mir gern den Link oder Stichwort. Dann kann ich prüfen, ob es regionale Rollback-/Einführungsprobleme gibt.

    2 Mal editiert, zuletzt von alter Sack (21. August 2026 um 12:08)

  • Mit dem Begirff alter Männer bitte etwas vorsichtiger sein ;) Ich selbst bin aktuell 81, hatte seit 1970 (während des Studiums) den ersten Kontakt zur IT (damals EDV) gehabt über Studien- und Diplomarbeiten und dann seit 1973 als wiss. Mitarbeiter in einer Großforschungseinrichtung immer mit den aktuell neuesten IT-Systemen agiert. Sozusagen vom Lochstreifen bis zum Smartphone :). Seit 2012 habe ich nuLiga im HVN und in Bremen (jetzt HVNB) als Verbandsadministrator mit eingeführt, die erforderlichen Schulungen abgehalten und gemeinsam mit den anderen LV und der Systemfirma das System nuLiga weiterentwickelt. Parallel dazukamen auch Schulungen in anderen LV (Hessen, Mittelrhein, Niederrhein, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt). Parallel habe ich ein WIKI mit den Anleitungen angelegt, diese fast alle selbst geschrieben und einen UserHelpDesk zusammen mit der Systemfirma betreut. So, das musste mal raus :)
    Daher erlaube ich mir auch, die Vorgehensweise des DHB in dem neuen Projekt beurteilen zu können und in Folge massiv kritisieren zu dürfen. Es gab in Deutschland zwei funktionierende Systeme - eines ist noch da -, von denen jedes als einheitliches System umgesetzt hätte werden können. Man hat diese aber rausgekickt und einem System den Zuschlag gegeben, dass nicht einmal die Grundfunktionen der Altsysteme im Ansatz vorweisen konnte! Das Ergebnis kann man heute sehr gut sehen. Die Entscheidungen im DHB wurde von einer altersunabhängigen Gruppe geballter Inkompetenz getroffen . 8) Peinlich, dass man jetzt ein Softwareprojekt mit Zusammenhalt retten will. Wie soll das gehen?

  • Bin mal gespannt, wie das mit der schnellen Anmeldung bei fehlendem SR funktioniert. Bei uns müssen auf Kreisebene alle Spiele angepfiffen werden ,im Notfall vom "Busfahrer". Im Jugendbereich kommt es relativ häufig dazu, das angesetzte SR nicht erscheinen.

  • Bin mal gespannt, wie das mit der schnellen Anmeldung bei fehlendem SR funktioniert. Bei uns müssen auf Kreisebene alle Spiele angepfiffen werden ,im Notfall vom "Busfahrer". Im Jugendbereich kommt es relativ häufig dazu, das angesetzte SR nicht erscheinen.

    Echt? Was ist "relativ häufig"? Wäre mir persönlich ja peinlich.
    Wobei ich auch nicht in jedem Fall eine Telefonnummer zum absagen hätte.

  • Das sind überwiegend Jung-SR, die keinen Kalender haben oder deren Eltern plötzlich keine Zeit zum Fahren haben. Passiert 2- 3 mal pro Monat allein bei uns im Verein. Wenn ich das auf Kreisebene hochrechne, kommt da schon einiges zusammen.

  • Echt? Was ist "relativ häufig"? Wäre mir persönlich ja peinlich.
    Wobei ich auch nicht in jedem Fall eine Telefonnummer zum absagen hätte.

    Ich bestätige "relativ häufig" mit pro Spieltag 1-2 mal bei > 20 Mannschaften im Spielbetrieb Eine Absage vorher erfolgt meist nicht, ist halt keiner gekommen. Die Mannschaften müssen dann selber sehen, dass sie das Spiel mit einem Schiedsrichter (egal welcher "Kompetenz") über die Bühne bekommen.

  • das ist alles richtig, was du anführst

    Dennoch sollte, nein man man muss sich vor einem Projekt dieser Größe auch schon mal Gedanken machen ob die Ziele die man sich setzt halbwegs realistisch und verträglich erreichbar sind und was es dazu braucht

    Oder ob der Anteil an Optimismus (auch 2026 fallen überraschenderweise Ostern und Weihnachten dann doch nicht auf einen Tag!), Blauäugigkeit, Luftschlössern und Treibsand auf den man baut nicht doch zu groß ist.

    Stichwort: realistische Ziele, realistischer Zeitrahmen und Projektgröße

    auch in der freien Wirtschaft ist es ja alles andere als unüblich, das unternehmenskritische, große IT Projekte nicht mit einem großen "Big Bang" eingeführt werden, sondern man zB erst mal bei kleineren/unkritischeren Niederlassungen, Ländern, Regionen startet, dort dann erste "Lessons Learned" sammelt und damit dann danach den flächendeckenden Rollout angeht

    Zumal Go Live nach hinten schieben ja auch quasi Gang und Gäbe ist, selbst wenn man nicht direkt flächendeckend ausrollen möchte, erst Recht, wenn die Anzahl der Bugs zu groß und die Anzahl der geschulten User noch viel zu klein ist!

    Mit den "Herausforderungen" geringes Budget und damit einhergehend nur beschränkt verfügbares (teures) Fachpersonal wirst du also sicherlich einen Punkt haben (ich lege sogar noch eine Herausforderung mit drauf: der gewählte Partner hat seinen Sitz in Spanien, auch die unterschiedlichen Muttersprachen werden in so einem Projekt sehr schnell zu einer weiteren Herausforderung. Klar kann heute quasi jeder irgendwie Englisch, auch sämtliche IT Leute in der Regel, aber es ist nun mal Fakt, dass sich jeder in seiner eigenen Muttersprache noch mal einen Tick präziser und besser ausdrücken kann als in Englisch oder Spanisch, gerade wenn es um echte Details und (handballerische) Fachbegriffe geht!), nur dann muss man daran eben auch seine Planungen und Ziele anpassen, immer nur Augen zu und durch und alles andere regeln wir dann vielleicht über die emotionale Schiene, sorry aber so was ist zum Scheitern verurteilt!


    HBHummes hat es ja perfekt auf den Punkt gebracht:

    "Peinlich, dass man jetzt ein Softwareprojekt mit Zusammenhalt retten will. Wie soll das gehen?"

  • Ich bestätige "relativ häufig" mit pro Spieltag 1-2 mal bei > 20 Mannschaften im Spielbetrieb Eine Absage vorher erfolgt meist nicht, ist halt keiner gekommen. Die Mannschaften müssen dann selber sehen, dass sie das Spiel mit einem Schiedsrichter (egal welcher "Kompetenz") über die Bühne bekommen.

    Haben wir bei uns halt nicht. Soweit ich weiss. Wobei wir auch erst dieses Jahr einen Schwung (echter) Jungschiedsrichter bekommen.

  • Mit dem Begirff alter Männer bitte etwas vorsichtiger sein ;) Ich selbst bin aktuell 81, hatte seit 1970 (während des Studiums) den ersten Kontakt zur IT (damals EDV) gehabt über Studien- und Diplomarbeiten und dann seit 1973 als wiss. Mitarbeiter in einer Großforschungseinrichtung immer mit den aktuell neuesten IT-Systemen agiert. Sozusagen vom Lochstreifen bis zum Smartphone :) . Seit 2012 habe ich nuLiga im HVN und in Bremen (jetzt HVNB) als Verbandsadministrator mit eingeführt, die erforderlichen Schulungen abgehalten und gemeinsam mit den anderen LV und der Systemfirma das System nuLiga weiterentwickelt. Parallel dazukamen auch Schulungen in anderen LV (Hessen, Mittelrhein, Niederrhein, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt). Parallel habe ich ein WIKI mit den Anleitungen angelegt, diese fast alle selbst geschrieben und einen UserHelpDesk zusammen mit der Systemfirma betreut. So, das musste mal raus :)

    Ausnahmen bestätigen die Regel.

    Nur schade, dass du nicht im DHB-Headquarter sitzt :hi:

    Aber im ernst, mir ist das schon klar, dass ich da unzulässig pauschaliere. Die Situation war mir aber einfach zu "schön", um sie nicht für eine kleine Lästerei zu nutzen. Wer den Schaden hat...

  • Dennoch sollte, nein man man muss sich vor einem Projekt dieser Größe auch schon mal Gedanken machen ob die Ziele die man sich setzt halbwegs realistisch und verträglich erreichbar sind und was es dazu braucht

    bin ich 100 Prozent bei Dir. Der DHB ist unter den Rahmenbedingungen das Projekt komplett nach dem Prinzip Hoffnung angegangen. Und wenn ich mir die Keyplayer anschaue, MUSS Dr. Knuth Lange von Anfang an gewusst haben, dass die Chance auf einen kompletten go-live bei 10 Prozent liegt. Vielleicht wurde das im "innerstes" Kreis ja auch genau so als Szenario diskutiert: Wir fangen an, hoffen auf das Beste. Minimalziel: "Saarland" kommt mit dem System durch die Saison und die Masse folgt dann 2027.

    (je länger ich drüber nachdenke: ich hätte das so eingefädelt bzw. für go-live 26/27 das Saarland und dann eben zu 27/28 nach proof of concept im real life mit den anderen)

    wohl wissend, dass in der Hecke der Meister Eckart vom HHV sitzt und seine Flinte putzt.

    NUR: Leute wie Eckart und Co. sind doch unter der genannten Konstellation der Tod für jedes Projekt dieser Art. Hätte ein Eckart unter den skizzierten Rahmenbedingungen jedem Verein im Vorfeld 6-700 Euro Verbandsabgabe für das Projekt aus dem Kreuz geleiert?


    und keine Frage, das ignoriere ich in überhaupt keiner Weise. Hier wurden 10000de von Stunden von Ehrenamtlern mal eben durch den Schornstein geschickt.

    Einmal editiert, zuletzt von alter Sack (21. August 2026 um 13:53)

  • Eieiei, hbnet hat man auch mit einem Fertigstellungsgrad von 80% online gestellt.

    Je nachdem von wo man kommt, passen die Favoriten nicht mehr. Viele Namen sind falsch oder mal groß, mal klein geschrieben. Es fehlen Logos und ich loge gerne aus "Auslogen". Aktuell noch viel Kraut und Rüben und viel Luft nach oben.

    Wenn es mal zu 99% fertig ist, glaube ich, ist es zumindest besser strukturiert, als die bisherige Plattform.

    Wer andern eine Bratwurst brät, der hat ein Bratwurstbratgerät.