06. Spieltag: THW Kiel - SG Flensburg-Handewitt

  • Möller hat euch den Punkt geholt. Die 30Sekundenregel hat euch den Punkt geschenkt.

    Eher die Tatsache, dass Reinkind in den letzten 10 min auf der Platte stand und 2 völlig schwache Würfe hat, zzgl.Köster einen Pass ( weil er einen Außen in der Ecke wähnt) ins Aus passt. Schaut euch noch mal die letzten 10 Minuten an. Außer von Makuc kommt kaum mehr Druck und eure Fehlerquote war hoch.

    Nur ein Fehler weniger (bzw. ein 2.Kieler Tor in den letzten 10 Minuten) und ihr hättet das gewonnen. Jetzt von geschenktem Punkt zu fabulieren...come on.

    Flensburg - Wir haben hängende Schuhe und keine hängenden Mundwinkel.

  • Eher die Tatsache, dass Reinkind in den letzten 10 min auf der Platte stand und 2 völlig schwache Würfe hat, zzgl.Köster einen Pass ( weil er einen Außen in der Ecke wähnt) ins Aus passt. Schaut euch noch mal die letzten 10 Minuten an. Außer von Makuc kommt kaum mehr Druck und eure Fehlerquote war hoch.

    Nur ein Fehler weniger (bzw. ein 2.Kieler Tor in den letzten 10 Minuten) und ihr hättet das gewonnen. Jetzt von geschenktem Punkt zu fabulieren...come on.

    Reinkind, Büchner und Pekeler vergeben drei komplett freie Würfe…

  • Reinkind, Büchner und Pekeler vergeben drei komplett freie Würfe…

    Den Pass auf links außen, wo aber keiner mehr steht, nicht vergessen. Kiel war am Ende vogelwild.

    Ich hätte mich auch schwer getan, wenn Kiel nach dem Wanderausflug gewonnen hätte. Die 6 Schritte waren schon krass viel. Aber man hätte Freiwurf entscheiden können und dann wären die Emotionen nur halb so hoch gewesen. Aber die Wahrscheinlichkeit eines direkten Freiwurftreffers kennen wir. Also gerechtes Unentschieden und für den Beobachter ohne Fanbrille einfach mal sein Geld wert gewesen.

  • Den Pass auf links außen, wo aber keiner mehr steht, nicht vergessen. Kiel war am Ende vogelwild.

    Ich hätte mich auch schwer getan, wenn Kiel nach dem Wanderausflug gewonnen hätte. Die 6 Schritte waren schon krass viel. Aber man hätte Freiwurf entscheiden können und dann wären die Emotionen nur halb so hoch gewesen. Aber die Wahrscheinlichkeit eines direkten Freiwurftreffers kennen wir. Also gerechtes Unentschieden und für den Beobachter ohne Fanbrille einfach mal sein Geld wert gewesen.

    Vogel wild nicht, aber nicht mit der nötigen Konsequenz. Ob das ein gerechtes Ergebnis ist, ist müßig zu diskutieren.
    Makuc tippt aber “wenigstens” noch und die Schritte kommen in erster Linie durch diese Tippelschritte zustande.
    In der Zeitlupe kann das jeder nachzählen, aber in Realgeschwindigkeit wird das nie gepfiffen.
    Man muss sich nur anschauen, wie Minne in einer Überzahlsituation ohne zu tippen zum Überzieher ansetzt und dabei bestenfalls regelwidrige 5 Schritte macht.

    Zwei Situationen, komplett unterschiedliche Bewertung und Gewichtung. Komplett isoliert betrachtet war die Entscheidung am Ende richtig, aber so viel zum Thema “gerecht”…

  • Die finale Entscheidung war wohl so korrekt wie ärgerlich. Was mir sauer aufgestoßen hat, ist, dass die SR mehrere Situationen, die Konsequenzen gegen FL hätten haben können, nicht gecheckt haben. Das wirkte schon sehr unglücklich. Mehr mag ich, ohne die Wiederholung gesehen zu haben, erstmal nicht sagen.

    Nun hab ich mir die Szenen nochmal angeschaut. Also, die Zeitstrafen gegen Köster, Načinović, die zweite für Zerbe halte ich für schlicht vollkommen falsch, was man auch nach Betrachtung der Bilder sehen können hätte. Während dieser Zeitstrafen fallen 4 Tore für FL.

    Dazu hätte man sich die Szene von Möller gegen Reinkind vor dem 26:23 durch Grgic zumindest ansehen müssen, für mich 2 Minuten gegen Möller und kein Tor für FL.

    Beim Wurf von Makuc bei 52:50 steht Möller bei der Abwehr sehr deutlich mit beiden Füßen im Kreis, muss man als SR am Tor sehen.

    Möller am Hals von Madsen, Hände im Gesicht von Makuc - keine Strafen. Und bevor Skippy noch 7m bekommt, muss man ihm wohl den Arm abhacken, sich einfach mal an den Wurfarm hängen reicht offenbar nicht...

    Auf der Gegenseite hatte Dule Glück für seine Theatralik keine 2 Minuten bekommen zu haben und die Zeitstrafe gegen Blagodingens wegen Fuß war wohl falsch.

    Dennoch führte man 10 Minuten vor dem Ende mit 5 und 3 1/2 Minuten vor Schluss mit 3 und gibt den Sieg noch durch viele eigene Fehler aus der Hand: die verworfenen Bälle von Köster, Pekeler, Reinkind etc., der Pass ins Nichts von Köster und Dule, der beim 31:31 an Grgic vorbeigreift.

    Dass am Ende die Schritte von Makuc zu viele sind und die Entscheidung korrekt ist, ist das eine. Dass die SR aber zum Zählen von Schritten die Video-Bilder benötigt und über das ganze Spiel zum Zählen der Schritte von Minne "nicht in der Lage" waren (da hat SK nämlich durchaus recht) hat ebenfalls Geschmäckle. Als Zebra-Fan fand ich, dass sich der SR über seine Entscheidung ein büschen zu sehr gefreut hat.

    Pekeler sagt es schon richtig nach dem Spiel: Die SR hätten sich viele fragliche Situationen im Spiel anschauen können, taten dies nicht und entschieden falsch zu Ungunsten für Kiel. Dass sie es am Ende machen ist zwar korrekt, kann aber den Eindruck einer einseitigen Spielleitung wirklich nicht entkräften.

    In der Summe waren es viel zu viele falsche oder fragwürdige Entscheidungen in eine Richtung mit klarem Impact auf das Spiel. Ja, ohne Frage hätte der THW den Sieg in den letzten 10 Minute nicht wegschmeißen dürfen. Ob aber FL ohne die Unterstützung durch die SR überhaupt noch in Reichweite gewesen wäre, ist aber zumindest sehr, sehr fraglich.

    3 Mal editiert, zuletzt von thebrake (27. September 2026 um 05:46)

  • Wenn Köster die Linie gekratzt hat, dann kannst du genau so gucken, ob die Flensburger Abwehr das nicht genau so getan hat und dann hast du Abwehr im Kreis 😉 das war so eng in der Szene.

    Das Problem ist nicht das zweite Foul an Makuc in der Szene, sondern das erste. Geh in der Zeit bis dahin zurück, dann ergibt das in Zentraler Position einen Freiwurf und noch ein paar Sekunden Spielzeit.

    Ändern kann man es nicht mehr, ärgerlich ist es, dass nur bis zu der Möglichkeit zurückgespult wurde, bei der man das Tor wegpfeifen konnte und der Rest, der zu der Situation geführt hat, ignoriert wurde. Das gibt das Gefühl, dass gesucht wurde, bis man was gefunden hat.

    Und die Problematik, dass andauernd Tore und Aktionen mit 5 und mehr Schritten laufen gelassen werden - obwohl sie klar als Fehler zu erkennen sind - macht die Sache nicht besser. Da muss dringend dran gearbeitet werden von den Schiedsrichtern, wenn wir weiterhin Fairness wollen.

  • Es ist komplett üblich, Freiwurf zu geben, wenn nach einem Foul Schritte kommen. Das hätte man machen müssen. Meiner Ansicht nach wenig vertretbar ist, erstmal auf Verdacht Vorteil zu geben und weiterlaufen zu lassen, um dann am Ende zu gucken. Es war kein Vorteil, weil Makuc eben nicht normal den Angriff weiterführen konnte und in eine ungünstige Position gedrängt wurde. Effektiv und unterm Strich durfte Flensburg jetzt foulen und so den Angriff unterbinden, ohne dass es mit Freiwurf geahndet wurde. Wenn die Schiris bei Makuc vorher schon die Schritte gesehen haben wollen, müssen sie auch die Eier haben, zu pfeifen und das Spiel mit Freiwurf zu beenden.


    Unabhängig von diesem Spiel geht es mir allgemein nicht in den Kopf, warum man beim letzten Angriff so großzügig den Videobeweis nehmen kann, in der restlichen Spielzeit aber nicht. Ein irreguläres Tor in der 42. Minute zählt genauso viel wie eines in der letzten Sekunde.

  • Unabhängig von diesem Spiel geht es mir allgemein nicht in den Kopf, warum man beim letzten Angriff so großzügig den Videobeweis nehmen kann, in der restlichen Spielzeit aber nicht. Ein irreguläres Tor in der 42. Minute zählt genauso viel wie eines in der letzten Sekunde.

    Das folgt der Logik „spielentscheidende Situation“ bei Einsprüchen. Eine klare Fehlentscheidung in der ersten Minute in einem Spiel das Unentschieden ausgeht, wirst du keinen erfolgreichen Einspruch einlegen können.
    Aus Sicht der Sportgerichtsbarkeit ist diese grundsätzlich nicht spielentscheidend.

  • Das folgt der Logik „spielentscheidende Situation“ bei Einsprüchen. Eine klare Fehlentscheidung in der ersten Minute in einem Spiel das Unentschieden ausgeht, wirst du keinen erfolgreichen Einspruch einlegen können.
    Aus Sicht der Sportgerichtsbarkeit ist diese grundsätzlich nicht spielentscheidend.

    Stimmt natürlich, aber das ist nur der rechtliche Aspekt. Es kann und wird Spiele geben, bei denen eine Seite 6 irreguläre Tore mit Wandertagen macht, die alle durchgewunken werden und die Gegenseite eines in der letzten Sekunde, das dann gecheckt wird, weil es halt zufällig am Ende erfolgt. Das schafft einfach unfaire Situationen.

  • Aus Sicht der Sportgerichtsbarkeit ist diese grundsätzlich nicht spielentscheidend.

    Was ja, wie wir alle wissen, kompletter Schwachsinn ist, weil es genau so zählt wie jedes andere Tor und damit einen genau so hohen Anteil am Ausgang eines Spiels hat. Zählt es nicht, fehlt genau dieses Tor aus z.B. Minute 7 und es kommt nicht zu einem Unentschieden.

    Ist ja nicht so, dass in den letzten 30 Sekunden Tore plötzlich doppelt zählen und dadurch eine höhere Gewichtung haben 😅

  • Übrigens fand ich es wieder beachtlich, dass Minne nicht gejammert hat. Gerade in der ersten Halbzeit wurde er häufig geschoben und gehalten (gab nicht mal Freiwurf) und er hat versucht, weiterzumachen.

    Mein Vorbild: Die Gelassenheit eines Stuhls.

    Der muss ja auch mit jedem Arsch klarkommen.

  • Was ja, wie wir alle wissen, kompletter Schwachsinn ist, weil es genau so zählt wie jedes andere Tor und damit einen genau so hohen Anteil am Ausgang eines Spiels hat. Zählt es nicht, fehlt genau dieses Tor aus z.B. Minute 7 und es kommt nicht zu einem Unentschieden.

    Ist ja nicht so, dass in den letzten 30 Sekunden Tore plötzlich doppelt zählen und dadurch eine höhere Gewichtung haben 😅

    Die Wahrheit liegt wohl mehr in der Mitte.

    Tore verändern den Spielstand und damit auch das Verhalten der Mannschaften auf dem Platz. Beim Fußball noch etwas besser zu beobachten als beim Handball, aber gleichwohl bei beidem korrekt. Somit ist ein frühes irreguläres Tor recht locker im Verlauf des Spiels zu kompensieren, bzw. wird es ja ggf. auch durch gegenläufige irriguläre Entscheidungen. Ein (sehr) spätes Tor ist aber nicht mehr korrigierbar.

  • Die Wahrheit liegt wohl mehr in der Mitte.

    Tore verändern den Spielstand und damit auch das Verhalten der Mannschaften auf dem Platz. Beim Fußball noch etwas besser zu beobachten als beim Handball, aber gleichwohl bei beidem korrekt. Somit ist ein frühes irreguläres Tor recht locker im Verlauf des Spiels zu kompensieren, bzw. wird es ja ggf. auch durch gegenläufige irriguläre Entscheidungen. Ein (sehr) spätes Tor ist aber nicht mehr korrigierbar.

    Und die 2 falschen Sperren im Angriff vorher von Flensburg sind nicht spielentscheidend, weil sie vor 59:30 passiert sind, aber den Ausgleich durch das Abräumen der Abwehr erst ermöglicht haben?

    Diese Regel ist einfach Schwachsinn, da sie dem Sport nicht gerecht wird. Sie ist eigentlich eine Legitimation des Messens mit zweierlei Maß 🙈

    Wenn es sie schon geben muss, dann sollte der Schiedsrichter, der sie anwenden will, vorher genau sagen müssen, welche Situation er checken will, damit dieses durchscrollen durch die Szene eben nicht willkürlich für den Zuschauer wirkt, bis man einen Fehler findet. Er hat ja schließlich eine Vermutung, die er damit bestätigen/überprüfen will, nicht ein Fehlersuchen bis ich dann was finde. Wenn der Verdacht der Schritte vorliegt, wird das gecheckt. Wenn ein Abgestandenes Tor vermutet wird, dann das.

    Einmal editiert, zuletzt von handbollsfan (27. September 2026 um 09:16)

  • Als relativ neutraler Beobachter bin ich der Meinung, daß die SR es richtig gemacht haben.

    Hätten sie die Schritte gleich gepfiffen hätte es auch ein Riesentheater gegeben (sie haben sich dabei auch an die alte SR-Regel gehalten, daß man eine Aktion zurückpfeiffen kann, aber keine unterbrochene Aktion wieder anpfeiffen) und sicher auch viele "Schrittzählungen" in den Zeitlupen die ihnen einen Fehler unterstellt hätten. Mit dem Abwarten haben sie in diesem Moment eigentlich Pro Kiel entschieden. So konnten sie in Ruhe gucken und haben sich dabei auch sehr viel Zeit genommen weil sie wussten wie wichtig diese Entscheidung war.

  • Als relativ neutraler Beobachter bin ich der Meinung, daß die SR es richtig gemacht haben.

    Hätten sie die Schritte gleich gepfiffen hätte es auch ein Riesentheater gegeben (sie haben sich dabei auch an die alte SR-Regel gehalten, daß man eine Aktion zurückpfeiffen kann, aber keine unterbrochene Aktion wieder anpfeiffen) und sicher auch viele "Schrittzählungen" in den Zeitlupen die ihnen einen Fehler unterstellt hätten. Mit dem Abwarten haben sie in diesem Moment eigentlich Pro Kiel entschieden. So konnten sie in Ruhe gucken und haben sich dabei auch sehr viel Zeit genommen weil sie wussten wie wichtig diese Entscheidung war.

    Wenn sie vorher schon den Eindruck hatten, dass es Schritte waren, was der einzige Grund ist, hinterher überhaupt zu schauen, ist es sicherlich nicht pro Kiel, weil die Wahrscheinlichkeit eben sehr groß ist, dass sie den Vorteil hinterher wieder zurücknehmen.

  • “In Fahrt gekommen, legte Wolff gegen Köppl und Regner nach: „Neben ihrem offenkundigen Mangel an Qualität, insbesondere für so ein Spitzenspiel, ist es vor allem ihre arrogante, blasierte Art, die einen als Spieler zur Weißglut treibt.“” (KN)

  • Das eigentliche Problem beschreibt Pekeler nach dem Spiel.

    Regner hat im Spiel keine Anstalten gemacht in die Situation zu pfeifen. Köppel ist sogar schon ganz weg. Regner geht dann nach Ball im Tor direkt auf Video. Warum zur Hölle? Er kann da die Video Karte ziehen, muss aber nicht. Er kann daraus diesen Zirkus, den wir jetzt haben machen, muss er aber nicht.

    Die beiden pfeifen seit 2017 zusammen Bundesliga, sind also nicht unerfahren. Die sind einfach nicht gut.


    Als Tor SR hast du in der letzten Sequenz nichts anderes zu tun als auf den Kreis zu schauen und das Tor zu bestätigen. Da Regner auf Video entschieden hat, muss es ihm um die beiden Dinge gegangen sein. Wenn er nicht in der Lage ist, da zu erkennen und zu entscheiden, ob Kreis ab oder nicht, dann tut es mir leid, dann soll er bitte aufhören Bundesliga zu pfeifen. Wenn er nicht in der Lage ist zu entscheiden, dass der Ball in der Spielzeit im Tor war, was wirklich nicht schwer gewesen ist, dann lass es bleiben und geh in die 3. Liga und pfeif da.

    Das sind Entscheidungen, die ein SR im ELITE Kader mit 380 Spielen ohne Video treffen muss.