Es wäre aber nicht im Interesse von Golla, wenn ihm der Anwalt zur SG rät, weil er der privat nahesteht bzw. damit würde er seinen Mandanten betrügen. Ich verstehe daher nicht das unlautere. Golla will ja anscheinend was, das kommt ja kaum von diesem Anwalt.
Darum geht es nicht. Und so einfach ist es nicht.
Grgic Wechsel: Es war allen klar, das Grgic weg wollte, schon Hannover war ein Streit, wo Eisenach gesagt hat, nee, bitte erfüllen, Du bist unsere Lebensversicherung. Dann kam die Info raus, dass auch die SGF an ihm interessiert war, sein Berater dies aber nicht weitergegeben haben soll. Grgic hat dann seinen Berater rausgeschmissen und alles auf eine Karte gesetzt. Die SGF, so schien es, stand unbeteiligt daneben und hat dann sehr viel Geld auf den Tisch gelegt und das Problem beseitigt. Das Problem bestand darin, dass die Frage im Raum stand, ob ein Spieler vertragsbrüchig wird oder nicht! Die SGF war der weiße Ritter.
Jetzt Golla: Der wechselt vertraglich schon vor Ewigkeiten und - so schien es bzw. wird es kolportiert - hat riesige psychische Probleme in Nordhessen. Er fühlt sich angeblich nicht wohl und benennt familiäre Probleme. Kann alles ein. Nur diesmal sitzt die SGF mittelbar mit am Tisch. Wieder die SGF. Und jetzt wird's komisch. Ein Anwalt, der die Verhandlungspositionen von Golla und der SGF kennen dürfte, sitzt auf der einen Seite und ein Verein mit einem gültigen Vertrag auf der anderen Seite. Nicht nur, dass die Frage auf Seiten der MT aufkommen MUSS, ob die psychischen Probleme vorgeschoben sind, viel wichtiger dürfte sein, dass die SGF jetzt sehr viel mehr erklären muss, um bei der Frage nach einem möglichen Vertragsbruch wirklich ohne Beteiligung zu bleiben. Das ganze ist mindestens ungeschickt.
Die SGF geht hier wirklich ein sehr hohes Risiko ein. Nicht nur in der Außenwahrnehmung, auch bei der Frage zum Thema Vertragsbruch segelt man an der Förde hart am Wind.