THW Kiel Teamthread

  • Weil das der größt Tiefpunkt seit drei Jahren ist. Aber ich zweifle auch dran.

    Da gab es leider noch ein paar mehr. Man kann ja tatsächlich gegen keinen Gegner in die Halle gehen und einen souveränen Sieg oder zumindest ein souveränes Auftreten für wahrscheinlich halten. Das ist finde ich der größte Unterschied zu den echten Spitzenmannschaften.

  • Da gab es leider noch ein paar mehr. Man kann ja tatsächlich gegen keinen Gegner in die Halle gehen und einen souveränen Sieg oder zumindest ein souveränes Auftreten für wahrscheinlich halten. Das ist finde ich der größte Unterschied zu den echten Spitzenmannschaften.

    In den letzten drei Jahren ist mir vor allem in Summe kein größerer Tiefpunkt bekannt. Eine weitere Gipfelung. Die Frage ist, was kommt noch?

  • Landin geht, Bilyk geht, Reinkind muss gehen, Imre geht, die sind gedanklich doch schon woanders. Einfach nach dem Ausscheiden der A-Jugend nächste Woche Rohwer, Anschütz, Eisend und Suhr hochziehen und mit denen die Saison zu Ende spielen. Schlechter als Bilyk oder Mo können die auch nicht spielen.

    Da gehe ich nicht mit und wird dem Einsatz einiger Spieler auch nicht gerecht.

  • Es ist schon skurril, bei solch gestandenen Spielern von Angst und Hemmung zu hören. Wie kann man den entgegenwirken? Richtig, frischer Wind!! Die können alle Handball spielen!! Es braucht nur jemanden, der ihnen genau das wieder vorlebt und sie frei macht!! Und da kann nur jemand neues!! Zur kommenden Saison wird altes Blut durch neues abgelöst, das passt ja schon mal. Aber das reicht nicht! Auch die Trainerposition muss neu werden, es braucht neue Ideen, Philosophien, Etc.

  • Bilyk und Reinkind spielen das, was sie können. Warum Bilyk so abgebaut hat, kann ich nicht sagen, kann ja nicht nur die Verletzungszeit sein. Reinkind durfte sich kaputt spielen, dem kann ich nix vorwerfen.

    Bei Johansson bin ich mir nicht sicher, ob es nur an der Überspieltheit liegt oder ob er grundsätzlich an sein Limit gestoßen ist.

    Was Landin da aber in den letzten Spielen zeigt, ist gewiss nicht das, was er drauf hat.

    Laube hat heute geirrlichtert. Als wenn er zufällig dazu gekommen wäre...

    Jag går och fiskar

    och tar en tyst minut

  • Bei Johansson bin ich mir nicht sicher, ob es nur an der Überspieltheit liegt oder ob er grundsätzlich an sein Limit gestoßen ist.

    Also er hat schon deutlich besser abgeliefert Denke die sind allesamt nervös wegen der Gesamtsituation. Aber ich würde meinen, sie sollten da besser mit umgehen können.

  • Bei Johansson bin ich mir nicht sicher, ob es nur an der Überspieltheit liegt oder ob er grundsätzlich an sein Limit gestoßen ist.

    Er kann schon viel besser stimmen. Aber da muss von Anfang an alles passen. Gegen Flensburg hat er zum Teil großartige Lösungen präsentiert.

  • Es ist schon skurril, bei solch gestandenen Spielern von Angst und Hemmung zu hören. Wie kann man den entgegenwirken? Richtig, frischer Wind!! Die können alle Handball spielen!! Es braucht nur jemanden, der ihnen genau das wieder vorlebt und sie frei macht!! Und da kann nur jemand neues!! Zur kommenden Saison wird altes Blut durch neues abgelöst, das passt ja schon mal. Aber das reicht nicht! Auch die Trainerposition muss neu werden, es braucht neue Ideen, Philosophien, Etc.

    Skurril finde ich das gar nicht. Im Gegenteil, dass passiert auch Vollprofis und Du hast ja auch schon eine mögliche Lösung mitgegeben.

    Was die Gesamtsituation nur so dramatisch macht, ist die Dynamik, dass fast alle Spieler in diesem Loch stecken und die, die noch Power haben, das natürlich nicht mehr bewältigen können.

  • Sowohl Szilágyi als auch Jicha sind "damals" 2018 zum THW gekommen, als Kiel in einer ähnlich schlechten Lage war, wie aktuell. Jicha hat selbst vor der Saison 18/19 als Co-Trainer direkt in der Sommerpause sehr viel die Vorbereitung geleitet. Beide haben erlebt, wie unter ihrer Führung mit ein paar Kaderentscheidungen der THW unmittelbar wieder zu "alter Stärke" gefunden hat, nach dem Abwärtstrend ab 15/16, der mit Platz fünf 17/18 mit 19 Minuspunkten endete. Von außen spekuliert würde ich vermuten, dass beide überzeugt sind, dass eine ähnliche Wendung mit geringen Anpassungen auch aktuell möglich ist.

  • Skurril finde ich das gar nicht. Im Gegenteil, dass passiert auch Vollprofis und Du hast ja auch schon eine mögliche Lösung mitgegeben.

    Was die Gesamtsituation nur so dramatisch macht, ist die Dynamik, dass fast alle Spieler in diesem Loch stecken und die, die noch Power haben, das natürlich nicht mehr bewältigen können.

    Sähest du noch eine andere Lösung?

  • Sowohl Szilágyi als auch Jicha sind "damals" 2018 zum THW gekommen, als Kiel in einer ähnlich schlechten Lage war, wie aktuell. Jicha hat selbst vor der Saison 18/19 als Co-Trainer direkt in der Sommerpause sehr viel die Vorbereitung geleitet. Beide haben erlebt, wie unter ihrer Führung mit ein paar Kaderentscheidungen der THW unmittelbar wieder zu "alter Stärke" gefunden hat, nach dem Abwärtstrend ab 15/16, der mit Platz fünf 17/18 mit 19 Minuspunkten endete. Von außen spekuliert würde ich vermuten, dass beide überzeugt sind, dass eine ähnliche Wendung mit geringen Anpassungen auch aktuell möglich ist.ke

    Keine der maßgeblichen Kaderentscheidungen (außer später Sagosen) wurde von Jicha/Szilagyi getroffen, sondern von den Vorgängern. Die Mannschaft mit der dann die Titel eingefahren hat wurde ihnen praktisch in gutem Zustand übergeben (und Jicha hatte seine Übergangsphase als Co). Den Scherbenhaufen der letzten Jahre haben sie aber aus eigenen Versäumnissen selbst zu verantworten. Wobei man durchaus auch positiv zugute halten kann, dass mit Blick auf die nächsten Jahre auch schon ein paar vielversprechende Personalentscheidungen getroffen wurden.

  • Keine der maßgeblichen Kaderentscheidungen (außer später Sagosen) wurde von Jicha/Szilagyi getroffen, sondern von den Vorgängern. Die Mannschaft mit der dann die Titel eingefahren hat wurde ihnen praktisch in gutem Zustand übergeben (und Jicha hatte seine Übergangsphase als Co). Den Scherbenhaufen der letzten Jahre haben sie aber aus eigenen Versäumnissen selbst zu verantworten. Wobei man durchaus auch positiv zugute halten kann, dass mit Blick auf die nächsten Jahre auch schon ein paar vielversprechende Personalentscheidungen getroffen wurden.

    Ich meine Reinkind wurde zumindest erst in der Rückrunde 17/18 bekannt gegeben, als Szilágyi schon im Amt war. Vielleicht stand das auch schon länger fest. Das weiß ich nicht. Pekeler und Magnus Landin waren definitiv davor. Darum ging es mir auch nicht. Es ging eher darum, was sie erlebt haben, als sie im Amt waren.

    Im Vergleich zur Saison 17/18 gab es 18/19 eine signifikante Veränderung und das war Pekeler und zwei kleinere mit Magnus Landin und Reinkind. Der war dann erst ab 2019 mehr involviert. Sie haben aber erlebt, wie schnell sich das Blatt gewendet hat. Bevor sie da waren, war der THW drei Jahre nicht in der Lage mit Flensburg und den RNL mitzuhalten. Dann wurden ein paar gute Personalentscheidungen getroffen, Duvnjak wurde wieder fit. Hier und da ein paar Anpassungen und Kiel war wieder da. Daher würde ich tippen, dass sie glauben, dass das auch dieses Mal funktioniert und man jetzt nicht unbedingt grundsätzliche Dinge ändern muss. Dieser Impuls wird von außen kommen müssen.

  • Ich meine Reinkind wurde zumindest erst in der Rückrunde 17/18 bekannt gegeben, als Szilágyi schon im Amt war. Vielleicht stand das auch schon länger fest. Das weiß ich nicht. Pekeler und Magnus Landin waren definitiv davor. Darum ging es mir auch nicht. Es ging eher darum, was sie erlebt haben, als sie im Amt waren.

    Im Vergleich zur Saison 17/18 gab es 18/19 eine signifikante Veränderung und das war Pekeler und zwei kleinere mit Magnus Landin und Reinkind. Der war dann erst ab 2019 mehr involviert. Sie haben aber erlebt, wie schnell sich das Blatt gewendet hat. Bevor sie da waren, war der THW drei Jahre nicht in der Lage mit Flensburg und den RNL mitzuhalten. Dann wurden ein paar gute Personalentscheidungen getroffen, Duvnjak wurde wieder fit. Hier und da ein paar Anpassungen und Kiel war wieder da. Daher würde ich tippen, dass sie glauben, dass das auch dieses Mal funktioniert und man jetzt nicht unbedingt grundsätzliche Dinge ändern muss. Dieser Impuls wird von außen kommen müssen.

    Danke für deine Einordnung brodie79 ! Ich würde mir inzwischen diesen Impuls von Außen wünschen, indem man den Trainer wechselt, aber du zeigst hier eine weitere Option auf. Denn unabhängig von unseren Wünschen, ist Jicha nach derzeitigem Stand noch mindestens bis 2028 Trainer beim THW. Das kann man bewerten, wie man möchte, aber es ist nun mal Fakt. Streiten kann man nun über die möglichen Erfolgsaussichten beider Optionen.

  • Ich meine Reinkind wurde zumindest erst in der Rückrunde 17/18 bekannt gegeben, als Szilágyi schon im Amt war. Vielleicht stand das auch schon länger fest. Das weiß ich nicht. Pekeler und Magnus Landin waren definitiv davor. Darum ging es mir auch nicht. Es ging eher darum, was sie erlebt haben, als sie im Amt waren.

    Im Vergleich zur Saison 17/18 gab es 18/19 eine signifikante Veränderung und das war Pekeler und zwei kleinere mit Magnus Landin und Reinkind. Der war dann erst ab 2019 mehr involviert. Sie haben aber erlebt, wie schnell sich das Blatt gewendet hat. Bevor sie da waren, war der THW drei Jahre nicht in der Lage mit Flensburg und den RNL mitzuhalten. Dann wurden ein paar gute Personalentscheidungen getroffen, Duvnjak wurde wieder fit. Hier und da ein paar Anpassungen und Kiel war wieder da. Daher würde ich tippen, dass sie glauben, dass das auch dieses Mal funktioniert und man jetzt nicht unbedingt grundsätzliche Dinge ändern muss. Dieser Impuls wird von außen kommen müssen.

    Genau deswegen ist der Kontext so wichtig, weil beide eben maßgeblich davon profitieren konnten, dass ein relativ gut bestelltes Feld hinterlassen wurden und diese Mannschaft dann entsprechend aufgestellt und zusammengewachsen war. Die letzte Gislason Saison war ja schon gut mit zwei Titel und wenigen Minuspunkten in der Liga (-6 glaube ich). Die Entwicklung der letzten Jahre ist aber klar negativ und das ist eben auch keine kurzfristige Entwicklung. Man hat immer wieder vermeintlich entscheidende Anpassungen vorgenommen, aber es wird sogar eher noch schlechter.
    Deswegen ist es halt reichlich naiv jetzt zu glauben, dass das in Zukunft anders sein wird. Im Sommer wird man sich erzählen Köster und Makuc werden den Bock umstoßen helfen, im Jahr darauf wird die Hoffnung in Fischer gelegt unf immer so weiter.

  • Danke für deine Einordnung brodie79 ! Ich würde mir inzwischen diesen Impuls von Außen wünschen, indem man den Trainer wechselt, aber du zeigst hier eine weitere Option auf. Denn unabhängig von unseren Wünschen, ist Jicha nach derzeitigem Stand noch mindestens bis 2028 Trainer beim THW. Das kann man bewerten, wie man möchte, aber es ist nun mal Fakt. Streiten kann man nun über die möglichen Erfolgsaussichten beider Optionen.

    Die Erfolgsaussichten des Duos, und irgendwie ist es offenbar ein Duo, würde ich persönlich als gering einschätzen. Dennoch ist es erstmal Sport und dazu ein Mannschaftssport, wo es Dynamiken gibt, die oft auch Ebenen ablaufen, die man so als reiner Konsument des Spiels, gar keinen Einblick hat. Ich konnte dankenswerte ein bisschen Mäuschen spielen, weil ich drei Jahre die Pressearbeit für einen Basketball-Bundesligisten gemacht habe und entsprechend auch viel hinter die Kulissen sehen konnte und so auch viele Stunden im Mannschaftsbus verbracht habe. Das war schon sehr interessant. Wenn man im Sport alles immer 100%ig vorhersehen könnte, wäre Sport auch nicht so interessant.

    Vielleicht guckt man in drei, vier Jahren auf diesen Sommer zurück und kann feststellen, dass z.B. die Verpflichtung von Köster genau der Schlüssel war, ab wann es wieder lief. Vielleicht auch nicht. Ich für meinen Teil kann nur sagen, dass ich im Sommer 2018 nach der Saison 17/18 nicht vermutet hätte, dass sich der THW in der Folgesaison von 19 auf nur noch 6 Minuspunkte steigert und nur knapp hinter Flensburg landet. Nicht nachdem in den Vorjahren Spieler wie Dissinger, Bilyk, Nilsson und Zarabec als die Zukunft des THW auserkoren wurden, aber die Hoffnung die Genesung von Duvnjak war, der "damals" auch schon 30 war.

    Für mich ist das Argument für einen Personalwechsel auf der Bank, dass die Teams, die zuletzt konstant vor Kiel waren, Teamhandball spielen. Auf jeweils ganz verschiedene Art und Weise. Beim THW ist hier wenig zu erkennen, was darauf hindeutet, ob das erreicht werden soll und wenn ja, wie. Man liest und hört eigentlich immer nur etwas von Entwicklung, aber was oder wie soll sich denn wohin entwickeln? Und was genau funktioniert davon (noch) nicht? Das klingt alles ein wenig zu viel nach leeren Floskeln.

  • Ideen gibt es einige, z.B. Mentalcoaching für alle, neuer Trainer und GF, die Kaderumstellung im Sommer, Spielzüge von anderen Clubs ausprobieren...aber ob etwas davon greift, was man nicht.

    Jedenfalls liegt es in meinen Augen nicht an der Qualität des Kaders. Sicher um europäisch oben mitzuspielen braucht es neue Spieler wie Makuc und Köster aber auch die aktuelle Mannschaft hätte die CL-Quali schaffen können!

  • Ideen gibt es einige, z.B. Mentalcoaching für alle, neuer Trainer und GF, die Kaderumstellung im Sommer, Spielzüge von anderen Clubs ausprobieren...aber ob etwas davon greift, was man nicht.

    Ich nehme mal Eric als Beispiel, der hat einen Mentalcoach. Bei anderen weiß ich es leider nicht.

    Kaderumstellung im Sommer passiert (mal mehr, mal weniger freiwillig).

    Spielzüge sind Trainersache => es braucht neue Impulse, also neuer Trainer. Will Szilagy nicht auch seinen Hut nehmen, muss zumindest das passieren! Seit der Verlängerung ging es mit Ausnahme der Highlightspiele sukzessive bergab spielerisch. Hi zu kommt die Einstellung, die man offenbar nur in diesen Highlightspielen an den Tag legen kann/will?, und nicht konstant zu allen Ligaspielen. Und genau das braucht es ja, wenn man in die CL will. Und auch da spielt der Trainer auch mit rein. Summa summarum spricht also nach krachenden Verpassen zweier Saisonziele alles für eine Veränderung nicht nur des Kaders (erfolgt ja), sondern auch auch der Trainerposition. Mehr verlieren als man eh schon getan hat (die Lücke sollte kleiner werden, das Gegenteil ist passiert - jetzt schon so viele Minuspunkte wie die gesamte letzte Saison!) kann man gar nicht mehr!

  • Sind wir doch mal ehrlich. Kiel startet heute mit Johansson, Bilyk und Reinkind im Rückraum. Sorry, aber das ist einfach keine gute Mannschaft. Klar kann man drüber diskutieren, ob Jicha aus Johansson nicht mehr hätte rausholen müssen, aber im Ist-Stand ist das einfach kein Topspieler. Nach einer Viertel Stunde wechselt Jicha auf Ankermann, Skipagotu, Duvnjak. Skipagotu mit einem starken Spiel trotz Schulterschmerzen, zugegebenermaßen lamentiert er zu viel. Duvnjak auf halb rechts natürlich als Schwachstelle auserkoren, wird ständig in den Durchbruch gezwungen. Ankermann in allen Ehren, aber ein richtig guter Bundesligaspieler ist er auch noch nicht.

    Fazit: Kiel hatte heute einen top Rückraumspieler dabei, und der hat starke Schmerzen in der Schulter. Ob's da in dieser Situation wirklich so sinnvoll ist, Jicha anzuzählen? Ich habe jedenfalls eine sehr stark arbeitende 3:2:1 Deckung gesehen. Auch das gehört zu den Aufgaben eines Trainers.

    Ob Köster der Game-Changer ist? In meinen Augen bräuchte Kiel mehr Entscheidungsspieler mit Drang zum Tor a la Grgic, Hutecek, Claar etc.

    Hoffnungsschimmer: irgendwann kommt Madsen zurück.

    Ach ja, was mich hier im Thread ein bisschen nervt, ist, dass wirklich seitenweise die abgedroschenen Floskeln wiederholt werden. Leute, so kommt doch echt keine lesenswerte Diskussion zustande.

  • Skippy war heute leider sehr unsportlich unterwegs, nur am diskutieren, schauspielern und gestikulieren!

    Warum das?

    Das hat er mit seiner Klasse doch überhaupt nicht nötig🤔

    Wenn er sich auf sein Spiel konzentriert und gesund ist ist er einer der besten Mittelmänner der Liga…