THW Kiel Teamthread

  • Und in so einem Zustand und durch solche Entscheidungen verlierst du dann auch den möglichen Zugriff auf Spieler, die du für dieses Vorhaben CL benötigst (beispielsweise Fischer, nachdem das immer noch wabert). Die Konkurrenz wird immer attraktiver...

    Da hast du vordergründig natürlich Recht. Es wäre aber nicht schade. Der THW braucht keine Söldner. Er braucht Spieler, die sich bewußt für den THW entscheiden, wie z. B. Julian. Langfristig werden das sicher auch weniger, wenn der Trend so anhält.

  • Wo war Rohwer? Ist der auch verletzt?

    Der hatte schon bessere Leistungen gezeigt, als man mittlerweile bei Bilyk auch nur drauf hoffen darf.

    Wieso nicht Dahmke auf Mitte, schlechter als Bilyk wäre er ganz sicher nicht gewesen. Mal abgesehen von seinen Ballverlusten, was der alles verweigert hat, hab ich noch nicht gesehen beim THW.

    Landin fand ich heute auch im "Wat geiht mi dat an" - Modus.

    Beim Fußball hätten sie heute gesungen "Ausser Rasmus könnt ihr alle geh'n".

    Dule und De Vargas hätte ich noch ausgenommen. Wir waren in der Halle live dabei, es war das schlechteste, was ich in Spielen des THW, und ich bin fast nur bei Auswärtsspielen dabei, jemals gesehen habe, nach dem 3:9 Zwischenstand.

    Fürr Bilyk, Reinkind und Overby ist die Uhr abgelaufen, ohne wenn und aber.

    Rasmus stark, aber allein konnte er nichts ausrichten, als dann Dule auch nur noch draußen war.

    Es ändert ja nichts, es stehen ja noch 10 Spiele an, es muss weiter gehen.

  • Ich habe mir gerade meinen eigenen Beitrag vom 21. Dezember 2025 noch einmal durchgelesen. Das Erschreckende daran? Ich könnte ihn heute, Monate später, fast 1:1 wieder per Copy/Paste hochladen. Es hat sich nichts, aber auch gar nichts an der grundlegenden Problematik geändert.

    Damals habe ich geschrieben, dass der Aufsichtsrat für 2026 eine klare Aufgabe hat: Setzt euch zusammen und sprecht über die Zukunft. Tja, wir haben jetzt März 2026, die Rückrunde läuft, und ich frage mich: Wurde da jemals geredet? Oder verschließt man an der Förde weiterhin die Augen vor der Realität?

    Die Punkte von damals sind heute so aktuell wie vor Weihnachten:

    • Der Kader reicht nicht für ganz oben: Der Flickenteppich wird weiter verwaltet. Dule hat nach wie vor seine Verdienste, aber die Zeit lässt sich nicht zurückdrehen. Spieler wie Reinkind oder Overby sind weiterhin den Beweis schuldig, dass sie eine Mannschaft zum Titel tragen können. Außer Andi Wolff und Perez de Vargas im Tor fehlt uns in der Breite einfach die absolute Weltklasse-Qualität, die den THW früher ausgezeichnet hat.
    • Taktische Sturheit statt Flexibilität: Filip Jicha weigert sich scheinbar weiterhin, sich um 180 Grad zu drehen. Das berüchtigte 7-gegen-6 sorgt bei den Fans nach wie vor für mehr graue Haare als für entscheidende Punkte. Wenn ein System von der halben Liga entschlüsselt ist, muss man es anpassen. Punkt.
    • Wo ist das Scouting? Viktor Szilágyi scheint meine Bitte aus dem Dezember, sich mal in skandinavische Hallen zu setzen, nicht gelesen z(gerne auch von den Färöer-Inseln), fehlt weiterhin die Fantasie auf dem Transfermarkt. Wir können uns die teuren fertigen Stars nicht mehr leisten – also müssen wir sie verdammt noch mal selbst entwickeln!
    • Die "Organisation" und die Fans: Dieses PR-Gerede von der "Organisation" zieht sich weiter durch und entfremdet den Verein von der Basis. Und leider haben sich viele Fans immer noch mit der Mittelmäßigkeit abgefunden und reden sich die Situation schön.

    Es bleibt dabei: Falsche Erwartungen helfen niemandem. Der THW muss endlich auf dem Boden ankommen, den Mund abwischen und einen echten, dreijährigen Neuaufbau starten. Keine Pflaster mehr, sondern ein neues Fundament. Die Uhr für 2026 tickt bereits laut. Wann wacht ihr endlich auf?

  • THW-Krise: Warum "Jicha raus" viel zu kurz greift – Das Problem liegt tiefer!

    wenn ich mir die aktuellen Diskussionen und die ständigen "Jicha raus"-Rufe anhöre, muss ich ganz ehrlich sagen: Damit machen wir es uns zu einfach. Das eigentliche Problem beim THW ist meiner Meinung nach viel tiefer begraben und betrifft die gesamte sportliche Struktur.

    Hier sind ein paar Punkte, die wir dringend diskutieren müssen:

    1. Der Aufsichtsrat und die "Zebra-Connection" Dass ein Aufsichtsrat Personen braucht, die Finanzkraft haben und Sponsoren anlocken, ist im modernen Profisport logisch. Aber wo bleibt die sportliche Kompetenz und das neutrale Korrektiv? Aktuell lenken mit Marcus Ahlm (Aufsichtsrat), Viktor Szilágyi (Sportchef) und Filip Jícha (Trainer) drei ehemalige Mitspieler und beste Kumpels die Geschicke. Das ist zwar pure THW-DNA, führt aber unweigerlich zu Betriebsblindheit. Wer dreht da wem noch auf die Füße? Wenn Kritik ausbleibt, weil man sich privat zu nah steht, blockiert das den Verein. Die Vertragsverlängerung von Jicha wirkte auf viele eher wie ein Freundschaftsdienst von Ahlm. Wir brauchen hier dringend externe Fachkompetenz im Aufsichtsrat und keine Klüngelei!

    2. Kaderplanung und der verpasste Umbruch Der THW lebt momentan zu sehr in der Vergangenheit. Das Paradebeispiel ist Dule Duvnjak. Unbestritten eine absolute Vereinslegende, vor der man sich nur verneigen kann. Aber für das pfeilschnelle Top-Niveau von heute reicht es in dem Alter für eine absolute tragende Rolle einfach nicht mehr. Seine Vertragsverlängerung war sportlich gesehen unnötig. Wenn man nach Magdeburg oder Berlin schaut, sieht man, wie man mit jungen, hungrigen und explosiven Spielern ein modernes System aufbaut. Dieser harte Schnitt wurde bei uns verpasst.

    3. Das Nordderby darf nicht blenden In den nächsten beiden Spielen gegen Flensburg werden wir garantiert ein anderes Kieler Gesicht sehen. Das werden zwei brutale Abnutzungskämpfe und am Ende entscheidet, wer mehr Pfeile im Köcher hat. Aber machen wir uns nichts vor: Egal wie diese Derbys ausgehen, ein Sieg (so sehr ich ihn mir wünsche) darf nicht über die tiefgreifenden Probleme hinwegtäuschen. Ein Strohfeuer rettet keine Struktur.

    Mein Fazit: Es muss sich zwingend etwas ändern – auf der Trainerposition, beim sportlichen Leiter und im Aufsichtsrat. Wir brauchen frisches Blut, junge hungrige Spieler und Vorstandsstrukturen, die nach purer Kompetenz und nicht nach Stallgeruch besetzt sind.