HSG Nordhorn-Lingen zurück in der 2. Liga

  • Ich kann Krefeld durchaus verstehen. Die Denkweise ist legitim. Es hat hier auch mit wirtschaftlichen Faktoren zu tun.

    Nun ist sie erteilt, jedoch sehe ich kein Licht am Ende des Tunnels.
    Welcher Sponsor will hier noch Geld versenken?

  • Hoffen wir mal das der HSG keine 6 Punkte abgezogen werden, wobei ein solcher Abzug nicht direkt Abstieg bedeuten würde. Würde man 6 Punkte von der Gesamtpunktzahl in der letzten Saison abziehen, wäre man immer noch 6. 🤷

    Der Punktabzug gilt füt 2026/27

    Zitat

    https://www.opel-hbl.de/de/hbl/content…bundesliga-gmbh

    Die Lizenzierungskommission hat den HSG Nordhorn e. V. weiterhin darauf hingewiesen, dass der Abzug von 6 Pluspunkten für das Spieljahr 2026/27 beabsichtigt ist

  • Dazu vermeldet die HBL vorhin:

    Auszug: Die Lizenzierungskommission des HBL e. V. verpflichtet den HSG Nordhorn e. V. und ihren wirtschaftlichen Träger HSG Nordhorn-Lingen GmbH mit sofortiger Wirkung zu folgenden Auflagen:

    1. Kurzfristiger Nachweis der Abdeckung der ermittelten Liquiditätsunterdeckung
    2. Monatliche Vorlage der Liquiditäts- und. Ertragsplanungen für die gesamte Spielzeit 2026/27
    3. Begrenzung der Personalausgaben für die Saison 2026/27 mit der Maßgabe, dass weitergehende Verpflichtungen nur nach Genehmigung durch die Lizenzierungskommission möglich sind


    Die Lizenzierungskommission hat den HSG Nordhorn e. V. weiterhin darauf hingewiesen, dass der Abzug von 6 Pluspunkten für das Spieljahr 2026/27 beabsichtigt ist. Die lizenzrechtlichen Vorgaben sehen vor, dass dem Lizenznehmer vor der endgültigen Entscheidung zunächst noch einmal rechtliches Gehör eingeräumt wird.

    Wenn dies so stimmt dann hat man eher Glück noch ein Jahr 2 HBL zu spielen und ja hat eher null Spielraum und muss eher Personal reduzieren.

    Und wie will man so schnell den Fehlbetrag auftreiben? Und vor allem nachweisen?

    Der Onkel mit dem Geldkoffer?

    Sorry das wird doch eine eher sehr vermurkste Saison mit Nachspiel. Denn treibt man den Betrag auf, muss die Saison finanziert werden, dann sollte man die 2 HBL halten wieder die Saison 27/28 finanzieren. Das ist doch ein Fass ohne BodeBoden.

  • Planung bedeutet nicht Phantasiezahlen zu verwenden, sondern das ganze so realistisch wie möglich darzustellen. Hier ist das Vorsichtsprinzip ein wichtiger kaufmännischer Grundsatz, sprich man sollte eher defensiv planen. Aber egal wie man plant, gewisse Abweichungen sind bei einer Planung ganz normal. Bei einer Planung, die am Ende zu einem „nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag“ und dieser sich dann innerhalb von 1 Jahr sogar fast verfünffacht und zu ca. 750.000 EUR führt, kann hinten und vorne etwas nicht stimmen

    Eben. Es ist ein Unterschied, ob ich a) Posten falsch einschätze oder - wie offensichtlich in Nordhorn und vor einiger Zeit auch etwas weiter nördlich geschehen - b) von vornherein mit Zahlen rechne, die völlig aus der Luft gegriffen sind, dann warte, bis das der HBL auffällt und mir dann erst überlege, wo das Geld vielleicht doch noch herkommen könnte. Das ist nicht der Sinn eines Lizenzierungsverfahrens, aber solange man damit durchkommt, warum nicht.

    Drum bin ich auch weit an dem fernesten Strand, schlägt mein Herz der Heimat, dem Bergischen Land.

  • Ich kann Krefeld durchaus verstehen. Die Denkweise ist legitim. Es hat hier auch mit wirtschaftlichen Faktoren zu tun.

    Nun ist sie erteilt, jedoch sehe ich kein Licht am Ende des Tunnels.
    Welcher Sponsor will hier noch Geld versenken?

    So sehe ich es auch. Vor allem wie will man die Saison finanziere und bei einem Klassenerhalt dann die 27/28 ?

    Das ganze wird ein gewaltiges Nachspiel haben und sicher nicht gut ausgehen.

  • Jetzt heißt es halt alle zusammen anpacken, wie wir es ja schon in vorherigen Krisen gemacht haben. Tickets kaufen, Fanaktionen unterstützen und hoffen das noch GF Jonker vernünftige ehrliche Gespräche mit HSG Partnern führt. Vielleicht sollte man sich nochmal mit den Sponsoren unterhalten, die vor kurzem abgesprungen sind, wobei das ja auch eigentlich die Aufgabe von Grotjan und Co. ist.

  • Die Hoffnung stirbt zuletzt. Mir ist schleierhaft, wie die T€700 plus das Defizit der letzten Saison (Höhe unbekannt) innerhalb kurzer Frist abgedeckt werden können. Wenn das schiefgeht gehen die Lichter aus, Mich stört, daß keine Meldung vom eV kommkommt. Welche Auswirkungen gibt es für den Hauptverein?

    CU

    kermit :hi:

  • Ich verstehe hier die Rufe nach den Kommunen nicht. Die sind mittlerweile so unterfinanziert, dass sie ihre Pflichtaufgaben kaum erfüllen können. Da sollen sie für einen Handballverein, der wiederholt gezeigt hat, dass er nicht wirtschaften kann, in die Bresche springen?

    42

    Grüße aus der Barbarossastadt

  • Beitrag von kermit (22. Juli 2026 um 18:40)

    Dieser Beitrag wurde vom Autor gelöscht (22. Juli 2026 um 18:41).
  • Drücke die Daumen. Hauptsache man bleibt (endlich mal*) realistisch, dann wird das auch.

    * Hiermit spiele ich auf die jährlichen (in letzen Jahren) Allmachtsphantasien, bezüglich der 1. HBL an.

  • Ich verstehe hier die Rufe nach den Kommunen nicht. Die sind mittlerweile so unterfinanziert, dass sie ihre Pflichtaufgaben kaum erfüllen können. Da sollen sie für einen Handballverein, der wiederholt gezeigt hat, dass er nicht wirtschaften kann, in die Bresche springen?

    Man versteht mich hier glaube ich falsch, ich meine ausdrücklich keine finanzielle Rettung durch die Kommunen! Es ging mir darum, dass man kommunikative Rückendeckung erwarten hätte können, wenn die HSG wirklich diesen wichtigen Stellenwert für die Region hätte.

    PS: Die Stadt Nordhorn hat das Haushaltsjahr 2025 mit einem Überschuss von mehr als 21 Millionen Euro abgeschlossen und ist quasi schuldenfrei ;)

    Handball. Heimat. HSG.

  • Der Region und den Kommunen (Stadt / Landkreis) geht es gut. Potential ist vorhanden. Wenn die Wirtschaft und die Region es will, wird die HSG es schaffen. Und zur Ehrlichkeit gehört nun dieser schwere Gang. Aber es ist notwendig und wichtig. Wichtig, dass der neue Geschäftsführer transparent beginnt und es auch ernst meint. Schon beim Einstieg war er gegenüber Partnern offen, so wie es sein soll.

  • Lizenz bleibt erhalten. Bis zu 6 Punkte Abzug.

    HBL-Stellungnahme

    Ich empfinde die Stellungnahme, insbesondere den letzten Teil, als unbefriedigend.

    „Den Entscheidungen der Lizenzierungskommission liegt zugrunde, dass nach heutigem Kenntnisstand nicht unerhebliche Abweichungen gegenüber den im Frühjahr 2026 von dem HSG Nordhorn e. V. im Lizenzierungsverfahren für die Saison 2026/27 gemachten Angaben bestehen“

    In dieser kurzen Zeit von ca. 4 Monaten können die abgegeben von den realen Planungen/Zahlen gar nicht so groß abweichen um hier von „ohne Auflagen“ auf jetzt „extreme Auflagen mit 6 Punkten Abzug“ zu kommen. Da stinkt aus meiner Sicht etwas ganz gewaltig zum Himmel und soll hier wohl durch eine allgemeine und eher wohlwollende Formulierung zur Gesichtswahrung beitragen.

    Ich hätte großes Verständnis dafür, wenn da Krefeld/Helge ganz gewaltig nachbohren würde

    Handball ist mehr als Rock`n´Roll...it`s HEAVY METAL :smokin:

  • Das sind schon heftige Nachrichten die die HSG aktuell liefert. Letztes Jahr haben sie noch mit einem Tor in der Vorbereitung gegen Barcelona verloren und gehörten zu den Aufstiegsaspiranten. Leider geht die ganze Diskussion am Ende auch zulasten des ganzen Handballsports der auch im Wettbewerb mit anderen Sportarten steht. Man kann nur hoffen dass alle Vereine genau hinschauen, dass man woanders nicht die gleichen Fehler macht!

  • Ich empfinde die Stellungnahme, insbesondere den letzten Teil, als unbefriedigend.

    „Den Entscheidungen der Lizenzierungskommission liegt zugrunde, dass nach heutigem Kenntnisstand nicht unerhebliche Abweichungen gegenüber den im Frühjahr 2026 von dem HSG Nordhorn e. V. im Lizenzierungsverfahren für die Saison 2026/27 gemachten Angaben bestehen“

    In dieser kurzen Zeit von ca. 4 Monaten können die abgegeben von den realen Planungen/Zahlen gar nicht so groß abweichen um hier von „ohne Auflagen“ auf jetzt „extreme Auflagen mit 6 Punkten Abzug“ zu kommen. Da stinkt aus meiner Sicht etwas ganz gewaltig zum Himmel und soll hier wohl durch eine allgemeine und eher wohlwollende Formulierung zur Gesichtswahrung beitragen.

    Ich hätte großes Verständnis dafür, wenn da Krefeld/Helge ganz gewaltig nachbohren würde

    Die Messe ist auch noch nicht gelesen und ist noch nicht zuende.

    Egal wie sich Krefeld entscheidet ob man dagegen vorgeht oder nicht.

    Und jetzt muss man irgendwie ja erstmal die über 700 000 Euro auftreiben und dann eine stabile Saison finanzieren.

    Viel gehen wird da eh nicht und das letzte Wort ist noch nicht gesprochen.

  • In dieser kurzen Zeit von ca. 4 Monaten können die abgegeben von den realen Planungen/Zahlen gar nicht so groß abweichen um hier von „ohne Auflagen“ auf jetzt „extreme Auflagen mit 6 Punkten Abzug“ zu kommen. Da stinkt aus meiner Sicht etwas ganz gewaltig zum Himmel und soll hier wohl durch eine allgemeine und eher wohlwollende Formulierung zur Gesichtswahrung beitragen.

    Dafür kann es interne wie externe Gründe geben.

    Vorstellbar ist, dass die kalkulierten Einnahmen und Ausgaben für die Spielzeit 2026/27 zwar realistisch vorgelegt wurden, aber ein Teil der Einnahmen (Dauerkarten, Sponsorengelder) zum Schließen von Etatlücken der Saison 2025/26 zweckentfremdet wurden und somit in der Kalkulation für die neue Saison fehlen.

    Möglich wäre auch, dass seit der erfolgten Lizenzierung durch die HBL zugesagte Gelder (in der Regel Sponsorenzahlungen) widerrufen wurden, z.B. weil ein Sponsor selber in wirtschaftliche Probleme geraten ist.

    Allerdings ist ein hoher sechsstelliger Fehlbetrag in beiden Fällen schwer erklärbar. In den nächsten Tagen wird bestimmt noch das ein oder andere Detail in der Presse auftauchen.

  • Dafür kann es interne wie externe Gründe geben.

    Vorstellbar ist, dass die kalkulierten Einnahmen und Ausgaben für die Spielzeit 2026/27 zwar realistisch vorgelegt wurden, aber ein Teil der Einnahmen (Dauerkarten, Sponsorengelder) zum Schließen von Etatlücken der Saison 2025/26 zweckentfremdet wurden und somit in der Kalkulation für die neue Saison fehlen.

    Möglich wäre auch, dass seit der erfolgten Lizenzierung durch die HBL zugesagte Gelder (in der Regel Sponsorenzahlungen) widerrufen wurden, z.B. weil ein Sponsor selber in wirtschaftliche Probleme geraten ist.

    Allerdings ist ein hoher sechsstelliger Fehlbetrag in beiden Fällen schwer erklärbar. In den nächsten Tagen wird bestimmt noch das ein oder andere Detail in der Presse auftauchen.

    Und dies ist ja wenig erklärbar. Wenn es mal 100 000 Euro sind, durch den Rückzug eines Sponsors ok. Doch der Betrag scheint mir auch sehr hoch. Ich denke eher das man eher recht Pi x Daumen gerechnet hat, dies nehmen wir schon ein im Laufe der Saison, dann fehlen im Monat x mal 50 000 Euro, die Bank macht es noch mit, doch dann nimmt man doch nicht so viel ein um es auszugleichen, dann kommt immer mehr dazu und man nimmt zwar wieder ein stopft damit zwar Löcher und deckt kurzfristige Verbindlichkeiten, doch es entstehen neue und es wird dann immer mehr, also klassisch mit Einnahmen gerechnet die dann nicht gekommen sind oder wie man sie sich erhofft hat. Dies kann auch sein man Kalkuliert mit 1500 Tageskarten pro Spieltag, dann ist der Schnitt nur 1200 und schon mal 5 - 8000 Euro die fehlen, pro Spieltag an Einnahmen.

    Und keine Ahnung wie lange man in Nordhorn schon hin und her schiebt und ausgleicht, doch irgendwann geht es nicht mehr.

  • Wer vor 7 Jahren rund fasst abgesoffen wäre war Coburg.

    Ok da ging es um einen Fehler des Steuerberaters der bei Änderung der Gesellschaftsform einen Fehler gemacht hat und das Finanzamt auch rund 700 000 Euro nachträglich wollte. Doch da konnte man es dem Steuerberater zuschieben und ging vor Gericht und seine Versicherung musste zahlen.

    So wusste die HBL ok da kommt irgendwann der Betrag x und der Verein bekommt dies hin.

    Doch im Falle Nordhorn weiß man ja nicht so genau warum kommt es zum Fehlbetrag.