U18 WM W 2022

  • Smits zieht gemischte Bilanz

    WM-Fazit nach Platz zehn / Fehlende Konstanz das Hauptproblem Die Konkurrenz des letzten Jahres habe sich „im Athletikbereich deutlich stärker weiterentwickelt als wir. Bei uns haben sich individuell ein paar Spielerinnen etwas weiterentwickelt, aber diese Teams haben geschlossen zwei Schritte mehr in der Entwicklung gemacht“, so Smits.

    (https://www.dhb.de/de/redaktio…s-zieht-gemischte-bilanz/)


    Seinen Einschätzungen kann ich größtenteils zustimmen, hätte aber manche Mängel etwas deutlicher und andere zusätzlich angesprochen (z.B. Wurfverhalten). Die Feststellung "fehlende Konstanz" ist zwar richtig, aber auch die hat Ursachen. Hier geht Smits in seiner Analyse nicht weit genug.

  • Seinen Einschätzungen kann ich größtenteils zustimmen, hätte aber manche Mängel etwas deutlicher und andere zusätzlich angesprochen (z.B. Wurfverhalten). Die Feststellung "fehlende Konstanz" ist zwar richtig, aber auch die hat Ursachen. Hier geht Smits in seiner Analyse nicht weit genug.


    "Das Tempo, das eins-gegen-eins-Verhalten und die Passqualität sowie die defensiven Variationen sind teilweise auf einem höheren Niveau als in der Bundesliga."

    Das ist schon eine gewagte Aussage, aber sie könnte durchaus der Wahrheit entsprechen. Aber es sollte eigentlich nicht so sein, dass bei einem U18 Turnier ein höheres Niveau als in der ersten deutschen Senioren-Liga herrscht.

  • Meine Finalstatistik


    Wer kreuzt, verliert.

    DEN: 53

    KOR: 10

    Interessante Aussage! Klar ist: Kreuzen allein erzeugt keinen Druck auf die Abwehr - schon gar nicht, wenn es so langsam geht, wie oft bei unseren Mädels. Die Koreanerinnen haben den Druck durch individuelle Aktionen aufgebaut und dabei immer auch die Mitspielerinnen im Auge gehabt, d.h. stets einen Plan B, falls es selbst nicht klappt. Gerade dieser Plan B fehlte mir meist bei unseren Mädels. Sie ließen sich bei Körperkontakt zu leicht festmachen oder nahmen halbgare Würfe, die dann häufig zu Gegenstoßtoren führten.

  • Hallo zusammen !


    Hat sich eig schon jemand die Frage gestellt , wieso es so eklatante Unterschiede zwischen dem männlichen und weiblichen Nachwuchs in Deutschland gibt ?


    Wenn ich die ganzen Argumente ( Schule,Studium etc. ) aus den vorherigen Posts nehme , kann ich die ja 1 zu 1 auf den männlichen Bereich übertragen ! Trotzdem holen wir dort regelmäßig Medaillen, wie jetzt Bronze bei U18 .

    Kann es evtl nicht auch an den Spielerinnen selbst liegen ? Was bin ich bereit zu investieren ?

    Wenn ich so manche Sachen aus der letzten Zeit lese, sträuben sich bei mir die Nackenhaare.

    Die eine Spielerin kann an einem Turnier nicht teilnehmen , weil sie mit auf Abschlussfahrt Schule möchte , die andere kann ihr Zeugnis nicht nach dem Turnier abholen etc ..puh !

    Glaube kaum, dass es sowas in Frankreich , Norwegen , Ungarn oder so gibt.

    Davon mal abgesehen , dass ich es auch menschlich katastrophal finde . Handball ist ein Manschsftssport und mit sowas lasse ich auch eine ganze Mannschaft hängen etc . Sich aber dann wundern, dass das Niveau eben nicht für höhere Aufgaben reicht .


    Wenn ich sowieso schon vielen anderen Nationen handballerisch und körperlich unterlegen bin und mir dann noch solche Sachen erlaube ,puhh.

    Ein Sportler , der was erreichen will, würde dann EXTRA Schichten schieben , aber in Deutschland reicht es halt im weiblichen Bereich Bundesliga ( zu dem Niveau sage ich mal nichts ) zu spielen .

    Das Mädels mit 15/16/17 schon in der Budesliga eingesetzt werden , ist sowieso ein Fall für sich .

    Das hilft keinem , den Damen wird so vermittelt dass sie es schon geschafft haben , obwohl ihr Niveau oftmals sehr tief ist

  • InTheAirTonight: Das ist die Stellenwertdiskussion, die wir hier auch schon mehrfach hatten. Und das Mannschaftsargument zieht bei der Nationalmannschaft nicht, da ist man so schnell raus, wie man reingekommen ist. Und bei den Lehrgängen auf Landesebene heißt es ausdrücklich, dass die Spielerinnen individuell und nicht als Mannschaft entwickelt werden. Wenn man mal den damaligen Länderpokal gesehen hat, weiß man, was Sache ist: Da dürfen sich pro Mannschaft einige wenige präsentieren und der Rest ist Staffage. Möglicherweise liegt hier auch die Wurzel für das von Löwenherz angesprochene Defizit mit dem Plan B. Ich habe schon von Spielerinnen gehört, die eigens für die Sichtung beim HVW ihre Spielweise umstellen - auf weniger mannschaftsdienlich und mehr individuelle Durchsetzung.

  • InTheAirTonight: Das ist die Stellenwertdiskussion, die wir hier auch schon mehrfach hatten. Und das Mannschaftsargument zieht bei der Nationalmannschaft nicht, da ist man so schnell raus, wie man reingekommen ist. Und bei den Lehrgängen auf Landesebene heißt es ausdrücklich, dass die Spielerinnen individuell und nicht als Mannschaft entwickelt werden. Wenn man mal den damaligen Länderpokal gesehen hat, weiß man, was Sache ist: Da dürfen sich pro Mannschaft einige wenige präsentieren und der Rest ist Staffage. Möglicherweise liegt hier auch die Wurzel für das von Löwenherz angesprochene Defizit mit dem Plan B. Ich habe schon von Spielerinnen gehört, die eigens für die Sichtung beim HVW ihre Spielweise umstellen - auf weniger mannschaftsdienlich und mehr individuelle Durchsetzung.

    Genau das ist die Krux im Mädchenhandball!!

    Gerade am Wochenende hatte ich die Gelegenheit, beim Eulen Cup in Tarp Mannschaften aus SH und HH zuzuschauen.


    Viele Mannschaften haben diese Spielerinnen, die „ein tolles 1gegen 1“ haben und „Zug zum Tor“.
    Wenn da mal eine richtig sattelfeste Abwehr beim Gegner spielt oder zwei Minuten an die Ausnahmespielerin vergeben werden, sind die anderen Mädchen oft überfordert, da ihnen das Verantwortung übernehmen und geduldige Spielen aberzogen wurde.


    Und es ist tatsächlich so: In die Auswahlen werden zum allergrößten Teil nur diese Spielerinnentypen eingeladen. Daher rührt m.E. diese Unfähigkeit, spielerisch zu denken und zu performen. Es regt mich immer auf, dass man im Rückraum viel zu viele Drauflos-und-wenn-das-nicht-funktioniert-werf-ich dann- schnell noch-den-Ball-weg-Leuten hat.


    Und dann auch noch auf Mitte! Wenn man so jemanden dort hin stellt, braucht man einen selbstlosen, umsichtigen und schlauen Typ als Alternative. Handball ist mehr als Arme und Beine, auch Hirn!

    In meiner letzten betreuten Mannschaft war eine Mittelfrau jedes Spiel zweistellig. Ihre Mitbewerberin „nur“ drei Tore oder mal eins, selten fünf.

    Dafür standen dann aber auf dem Berichtsbogen in fast jeder Zeile Tore. Das ist in mehrfacher Hinsicht für ein Team sehr positiv!


    Sorry, mein Steckenpferd seit Jahren.🤪

    Einer von uns beiden ist blöder als ich. ;)

  • Natürlich lässt man die Mannschaft/Trainer im Stich , auch in der Nationalmannschaft.


    Was wäre denn gewesen , wenn z.b Baur, Stephan und Schwarzer früher zusammen abgesagt hätten ?

    Glaube kaum , dass so die jeweiligen Silbermedaillen geholt worden wären .

    Wenn jetzt Bölk und Grijseels sagen , ne die nächsten beiden Turniere keine Lust o.ä . , möchte ich die Platzierung sehen .

    Auch in den U Mannschaften tummeln sich nicht 100 Spielerinnen , so dass man besonders auf die Rückraum / Abwehrleute angewiesen ist .


    Absagen wegen irgendwelchen Sauffahrten oder Übergabe Zeugnis etc. sagen viel über die jeweiligen Charaktere aus . ( natürlich nur aufs sportliche bezogen )

    Wäre ich Vereins oder Nationaltrainer , würde ich zumindest danach ernste Gespräche führen ( aber nur wegen dem jungen Alter ) Und die Damen mal fragen , was sie eig erreichen wollen bzw der Anspruch ist.

    Eine U WM oder U EM kann man doch nicht mit der Jugendbundesliga vergleichen . Zwischen dem Niveau liegen Welten , so dass solche Turniere für die jeweilige Weiterentwicklung sooo wichtig sind.


    Ein Bob Hanning hätte das niemals mitgemacht.


    Sich durchbeißen etc kennt man im deutschen Damenhandball so gut wie nie . Da geht man lieber mal von Cl Teilnehmer Budapest nach Metzingen, weil man wegen Corona ein paar Wochen in Rostow am Donn isoliert im Hotel sitzen musste und es ja so schlimm war . Zumindest hat Behnke noch 2 Jahre Budapest durchgehalten , aber nur weil Bölk / Stolle u Malestein vor Ort waren und somit wenigstens die Freizeit gerettet war .

    Aber rein spielerisch gehört sie auch nach Metzingen, wenn wir mal ehrlich sind .

    Grijseels verlängert in Dortmund , wieso wissen wir alle . Sie könnte locker Stammspielerin bei einem CL Teilnehmer sein .Mit Dortmund wird sie dort Jahre nicht mehr vertreten sein. Wohlfühloase wichtiger , wie bei so vielen .

    Ist natürlich legitim, nur dann bitte nicht nörgeln, wieso man kein Geld verdient oder mediale Aufmerksamkeit bekommt . Wenn die Rentner alle wegfallen würden , würden bei einem Buli Spiel außer Familienangehörige oder einzelne Freunde keiner mehr sitzen . Ich bin halt ehrlich

  • Das sind jetzt recht wilde Behauptungen im Einzelfall. Die Diskussion hatten wir im Tread zu U20 WM.


    Ich sehe einzig, dass es kein Einzelfall ist und man aus anderen Ländern solche Absagen nicht hört. Ein gutes Beispiel ist auch Julia Weise. Vor ca. 4 Jahren großes Talent vom HCL auf RR. Hatte auch eine WM abgesagt und sich seither auch nicht besonders weiterentwickelt.


    Am Ende des Tages bleibt eine Emily Bölk, was Talent und Zielstrebigkeit angeht, die große Ausnahme im Damenhandball.

    Die Situation lässt sich wohl auch nicht ändern. Ich hinterfrage einzig, warum Hochkaräter z.T. auch noch Länderpokal spielen und Schülermeisterschaften. Vieleicht sammeln sich da einfach zuviele Spiele an. In Drittligateams und A-Jugendbundesliga werden die jungen Damen ja i.d.R. auch noch gebraucht.

  • InTheAirTonight: Grijseels studiert meines Wissens in Dortmund auf Lehramt und wird dies wohl erst zu Ende bringen wollen. Da geht es also offensichtlich nicht um Wohlfühloase, sondern eine andere Motivation, zumal sie wissen wird, wie schnell eine Handballkarriere durch eine Verletzung beendet ist.


    Und auch zu Behnke: Bei einem CL-Teilnehmer mag man zwar etwas mehr verdienen, die Bäume wachsen da aber auch nicht in den Himmel und da zieht es manche wohl vor, lieber die Karriere in Deutschland ausklingen zu lassen und parallel schon mal den Berufseinstieg vorzubereiten. Wie bereits gesagt, bei dem Stellenwert den der Frauenhandball in Deutschland hat, kann man es ihnen auch nicht verdenken.

  • Ein gutes Beispiel ist auch Julia Weise. Vor ca. 4 Jahren großes Talent vom HCL auf RR. Hatte auch eine WM abgesagt und sich seither auch nicht besonders weiterentwickelt.

    Nein, Julia Weise ist dafür kein gutes Beispiel. Sie hat klar damals erklärt (u.a. in einem Interview in der Handballwoche), dass sie andere Prioritäten setzt und ihre berufliche Ausbildung Vorrang vor dem Handball hat. Das ist eine klare Lebensentscheidung, die man akzeptieren muss - auch wenn ich das persönlich sehr bedaure, denn sie war wirklich ein außergewöhnliches Talent und hätte meines Erachtens sogar Weltklasse werden können (allerdings auf RA, wo sie auch in der Nationalmannschaft gespielt hat).

  • Nein, Julia Weise ist dafür kein gutes Beispiel. Sie hat klar damals erklärt (u.a. in einem Interview in der Handballwoche), dass sie andere Prioritäten setzt und ihre berufliche Ausbildung Vorrang vor dem Handball hat.

    War trotzdem nur schwer zu verstehen. Wenn ich nicht irre war das ne Ausbildung zur Physiotherapeutin. Das machen recht viele Sportler und können das verbinden. Letzlich hat der Biss gefehlt.

Anzeige