Füchse Berlin - Hauptpfad

  • Was mich etwas verwundert, ist auf der einen Seite das Loblied jetzt hier nach der Wahl und auf der anderen Seite die Schelte während der Punktspiele wegen seinem theatralischen Kopf in den Nacken werfen.

    Die Anti-Berliner bezeichnen es als theatralisch, andere als Selbstschutz.

    "Der Mensch definiert sich nur durch die anderen. er benötigt den Zuspruch und die Ablehnung,

    den Hass und die Liebe seines Umfelds, allein ist er unbedeutend."

  • Die Anti-Berliner bezeichnen es als theatralisch, andere als Selbstschutz.

    Das ist quatsch. Besonders wenn hinterher ein Gesichtstreffer reklamiert wird.

    Nicht umsonst gibt es das "Flopping" das bestraft werden kann und auch viel häufiger auch bestraft werden sollte (ausrücklich nicht nur bei Gidsel).

    Man beraubt sonst die Abwehrspieler ihrer ohnenhin mittlerweile deutlich eingeschränkten Abwehrmöglichkeiten.

  • Das Mathias Gidsel Abwehr auf halb oder außen spielt hat nix mit seiner Abwehrleistung zu tun, das ist ein taktisches Mittel um die Geschwindigkeit im Angriff Massiv zu erhöhen.. Die Abwehrleistung selbst ist nicht so berauschend, was man auch an den vielen Gegentoren trotz eines überragenden TW Duo und den Kanten in der Mitte sieht.

    Für die Wahl zum Welthandballer spielt das aber überhaupt keine Rolle, denn da geht es um eine Individual Auszeichnung. Die wird von denen gewonnen die das Spiel allein entscheiden können.. es gewinnt ein Angreifer den man an Toren fest macht oder ein TW der eben diese verhindert.. Abwehr ist immer im Verbund da wird nie einer was gewinnen (es sei denn man kann es auch vorn)

  • Das Mathias Gidsel Abwehr auf halb oder außen spielt hat nix mit seiner Abwehrleistung zu tun, das ist ein taktisches Mittel um die Geschwindigkeit im Angriff Massiv zu erhöhen.. Die Abwehrleistung selbst ist nicht so berauschend, was man auch an den vielen Gegentoren trotz eines überragenden TW Duo und den Kanten in der Mitte sieht.

    Für die Wahl zum Welthandballer spielt das aber überhaupt keine Rolle, denn da geht es um eine Individual Auszeichnung. Die wird von denen gewonnen die das Spiel allein entscheiden können.. es gewinnt ein Angreifer den man an Toren fest macht oder ein TW der eben diese verhindert.. Abwehr ist immer im Verbund da wird nie einer was gewinnen (es sei denn man kann es auch vorn)

    Mit dem Abwehrspieler ist es leider so, obwohl die sehr oft einen großen Anteil am Erfolg einer Mannschaft haben. Da finde ich es gut, daß bei den großen Turnieren mittlerweile oft auch der beste Abwehrspieler (unabhängig von seiner sonstigen Position im Spiel) gewählt wird.

  • Mit dem Abwehrspieler ist es leider so, obwohl die sehr oft einen großen Anteil am Erfolg einer Mannschaft haben. Da finde ich es gut, daß bei den großen Turnieren mittlerweile oft auch der beste Abwehrspieler (unabhängig von seiner sonstigen Position im Spiel) gewählt wird.

    Für mich ist es so: Ein Welthandballer müsste/sollte sowohl vorne, als auch hinten überragend sein. Ich habe daher auch die zigfache Auszeichnung von Andy Schmid als Spieler der Saison nie verstanden. Wer hinten nicht oder kaum spielt, nimmt nur an 50 Prozent des Spiels teil und kann für mich (!) daher nicht Spieler der Saison/Welthandballer sein. Bei Gidsel ist es etwas anders, er spielt auch Abwehr - aber keinesfalls überragend. Ich finde einen Spieler - rein individuell bewertet - wichtiger, der vorne und hinten zb zu je 70 Prozent wichtig ist (einfach mal aus der Luft gegriffen), als einen Spieler, der vorne alles überragt (also 100 Prozent) und hinten dann nur 40 Prozent (mir ist schon klar, dass Prozentangaben nicht messbar sind, aber ich hoffe, es wird klar, was ich meine).

  • Für mich ist es so: Ein Welthandballer müsste/sollte sowohl vorne, als auch hinten überragend sein. Ich habe daher auch die zigfache Auszeichnung von Andy Schmid als Spieler der Saison nie verstanden. Wer hinten nicht oder kaum spielt, nimmt nur an 50 Prozent des Spiels teil und kann für mich (!) daher nicht Spieler der Saison/Welthandballer sein. Bei Gidsel ist es etwas anders, er spielt auch Abwehr - aber keinesfalls überragend. Ich finde einen Spieler - rein individuell bewertet - wichtiger, der vorne und hinten zb zu je 70 Prozent wichtig ist (einfach mal aus der Luft gegriffen), als einen Spieler, der vorne alles überragt (also 100 Prozent) und hinten dann nur 40 Prozent (mir ist schon klar, dass Prozentangaben nicht messbar sind, aber ich hoffe, es wird klar, was ich meine).

    Da stimme ich dir grundsätzlich nicht zu. Sicherlich sollte die Gesamtleistung betrachtet werden; aber nicht getrennt nach Abwehr und Angriff. Wenn ein Spieler überragend im Angriff ist, aber nur schlecht Abwehr spielt kann er trotzdem Welthandballer oder MVP werden.
    Wenn ich deine Aussage sehr eng interpretiere dürfte ein Torhüter nie Welthandballer oder MVP werden.

  • Da stimme ich dir grundsätzlich nicht zu. Sicherlich sollte die Gesamtleistung betrachtet werden; aber nicht getrennt nach Abwehr und Angriff. Wenn ein Spieler überragend im Angriff ist, aber nur schlecht Abwehr spielt kann er trotzdem Welthandballer oder MVP werden.
    Wenn ich deine Aussage sehr eng interpretiere dürfte ein Torhüter nie Welthandballer oder MVP werden.

    ...außer Möstl. ;)

  • Da stimme ich dir grundsätzlich nicht zu. Sicherlich sollte die Gesamtleistung betrachtet werden; aber nicht getrennt nach Abwehr und Angriff. Wenn ein Spieler überragend im Angriff ist, aber nur schlecht Abwehr spielt kann er trotzdem Welthandballer oder MVP werden.
    Wenn ich deine Aussage sehr eng interpretiere dürfte ein Torhüter nie Welthandballer oder MVP werden.

    Also würdest du einen Spieler, der überragend im Angriff ist, aber in der Abwehr den Pascal Hens macht ;) grundsätzlich zugestehen, Welthandballer werden zu können? Ich gebe dir recht, eine rein formelle Trennung nach Abwehr und Angriff wäre nicht zielführend (alleine schon, weil auch softe Faktoren wie zb Mentalität mit einfließen sollten). Aber das Spiel besteht nun mal darauf, Tore zu verhindern und Tore zu werfen (klar auch da: ich kann ein Tor auch verhindern, wenn ich im Angriff keinen Fehler mache). Eine nicht unerhebliche Zeit des Spiels stehe ich aber im gebundenen Spiel in der Abwehr und versuche, ein Tor des Gegners zu verhindern. Mache ich das nur unzureichend, dann bin ich bei einer erheblichen Zeitraum des Spiels kein Einflussfaktor (oder nur ein negativer). Meine Meinung: Dann gerne bester Angreifer, aber keine Gesamtauszeichnung.

    Einmal editiert, zuletzt von Naj (14. Februar 2026 um 14:12)

  • Mikkel Hansen stand auch nicht durchgängig auf Halb in der Abwehr. Und trotzdem war er zu Recht auch Welthandballer.

    Karabatic war vielleicht das gewünschte Gesamtpaket, aber da fehlte dann das filigrane Händchen oder die Genialität, die Beweglichkeit, das Tempo oder ähnliches von Hansen oder Gidsel.

    Schmid hätte es damals auch verdient gehabt, aber da wurde just der Abstimmungsmodus geändert, so dass es in dem Jahr keine Auszeichnung gab.

    Ich bin ja nicht der schnellste und ich bin auch nicht der stärkste, aber vielleicht bin ich ein schlauer Spieler. (JG24)

  • Gidsel spielt doch gut in der Abwehr. Wäre auch komisch wenn nicht. Er ist der Spieler mit der besten Athletik und gutem Spielverständnis und hat dementsprechend viele Steals.

    Jag går och fiskar

    och tar en tyst minut

  • Für mich ist es so: Ein Welthandballer müsste/sollte sowohl vorne, als auch hinten überragend sein. Ich habe daher auch die zigfache Auszeichnung von Andy Schmid als Spieler der Saison nie verstanden. Wer hinten nicht oder kaum spielt, nimmt nur an 50 Prozent des Spiels teil und kann für mich (!) daher nicht Spieler der Saison/Welthandballer sein. Bei Gidsel ist es etwas anders, er spielt auch Abwehr - aber keinesfalls überragend. Ich finde einen Spieler - rein individuell bewertet - wichtiger, der vorne und hinten zb zu je 70 Prozent wichtig ist (einfach mal aus der Luft gegriffen), als einen Spieler, der vorne alles überragt (also 100 Prozent) und hinten dann nur 40 Prozent (mir ist schon klar, dass Prozentangaben nicht messbar sind, aber ich hoffe, es wird klar, was ich meine).

    Würdest du deshalb auch sagen, dass Messi und Ronaldo die Ballon d'Or Auszeichnungen nicht verdient haben? Die beiden fanden bzw. finden defensiv oftmals überhaup nicht statt. Ich will Gidsel nicht mit den beiden vergleichen aber mich würde mal deine Meinung dazu interessieren. Natürlich kann man die Art des Verteidigens im Fußball nicht 1:1 mit der im Handball vergleichen, aber auch im Fußball ist es wichtig, dass Offensivspieler sich aktiv ins Defensivkonzept einbinden.

  • Würdest du deshalb auch sagen, dass Messi und Ronaldo die Ballon d'Or Auszeichnungen nicht verdient haben? Die beiden fanden bzw. finden defensiv oftmals überhaup nicht statt. Ich will Gidsel nicht mit den beiden vergleichen aber mich würde mal deine Meinung dazu interessieren. Natürlich kann man die Art des Verteidigens im Fußball nicht 1:1 mit der im Handball vergleichen, aber auch im Fußball ist es wichtig, dass Offensivspieler sich aktiv ins Defensivkonzept einbinden.

    Es ist allgemein schwierig zu erklären.

    Nehmen wir doch z.b. mal einen Saugstrup. Vorne wie hinten total wichtig, absolut super. Aber Saugstrup wird dir keine Spiele gewinnen und hat nicht das besondere Extra in seinem Spiel.

    Verdient haben es viele Spieler, aber es kann halt nur eine Person gewinnen 😉

    Gidsel ist außergewöhnlich, das wird halt auch allgemein anerkannt

  • Würdest du deshalb auch sagen, dass Messi und Ronaldo die Ballon d'Or Auszeichnungen nicht verdient haben? Die beiden fanden bzw. finden defensiv oftmals überhaup nicht statt. Ich will Gidsel nicht mit den beiden vergleichen aber mich würde mal deine Meinung dazu interessieren. Natürlich kann man die Art des Verteidigens im Fußball nicht 1:1 mit der im Handball vergleichen, aber auch im Fußball ist es wichtig, dass Offensivspieler sich aktiv ins Defensivkonzept einbinden.

    So oft wie sie die gewonnen haben kaum. Fussball hat ja aber noch viel mehr das Problem das nur Offensivspieler das Ding gewinnen. Ein defensiver in den letzten 20 Jahren und nie ein Kahn, Buffon oder Neuer. Im Handball nur Torhüter und Rückraumspieler seit über 20. Das Aussen das eher nicht gewinnen geschenkt, aber kein Kreisläufer und kein Abwehrchef entwertet den Preis schon.

    Insofern finde ich die oft kritisierten Allstarteams der Turniere eigentlich die besten Auszeichnungen.

  • Gidsel spielt doch gut in der Abwehr. Wäre auch komisch wenn nicht. Er ist der Spieler mit der besten Athletik und gutem Spielverständnis und hat dementsprechend viele Steals.

    Die Steals sprechen für ihn, die Kritik war (nicht von mir), nicht, dass er es nicht kann, sondern nicht viel auf Halb deckt, um Kraft zu sparen. Das hatten die, die man eher komplette Spieler nennt, wie Karabatic, Dule und Co, nicht nötig. Und Welthandballer wird man vermutlich nur mit einer gewissen Anzahl von Spielminuten. Gidsel spielt fast immer, seine Qualitäten, die ihn zum Welthandballer machen, liegen nicht in der Abwehr. Und auch nicht darin, wie gerne aber bei Dyn betont wird, dass er seine Nebenleute besser macht, der ist sich selbst genug. Da wären wir bei Spielern wie Schmid, Gottfridsson, Claar, in jung bei den Füchsen Gröndahl und Lichtlein.

    Ich bin ja nicht der schnellste und ich bin auch nicht der stärkste, aber vielleicht bin ich ein schlauer Spieler. (JG24)

  • Würdest du deshalb auch sagen, dass Messi und Ronaldo die Ballon d'Or Auszeichnungen nicht verdient haben? Die beiden fanden bzw. finden defensiv oftmals überhaup nicht statt. Ich will Gidsel nicht mit den beiden vergleichen aber mich würde mal deine Meinung dazu interessieren. Natürlich kann man die Art des Verteidigens im Fußball nicht 1:1 mit der im Handball vergleichen, aber auch im Fußball ist es wichtig, dass Offensivspieler sich aktiv ins Defensivkonzept einbinden.

    Spannende Frage. Leider habe ich zu Fußball leider so gar keinen Bezug und erlaube mir dazu deshalb keine Meinung. Vielleicht - nach etwas Überlegung - ganz allgemein: Ich halte die Ballsportarten grundsätzlich für zu facettenreich, als dass es den einen weltbesten Spieler geben könnte.

    Einmal editiert, zuletzt von Naj (14. Februar 2026 um 16:14)

  • Es ist allgemein schwierig zu erklären.

    Nehmen wir doch z.b. mal einen Saugstrup. Vorne wie hinten total wichtig, absolut super. Aber Saugstrup wird dir keine Spiele gewinnen und hat nicht das besondere Extra in seinem Spiel.

    Verdient haben es viele Spieler, aber es kann halt nur eine Person gewinnen 😉

    Gidsel ist außergewöhnlich, das wird halt auch allgemein anerkannt

    Aber genau das halte ich - am Beispiel Saugstrup - für den Denkfehler. Vlt entscheidet er dir ein Spiel nicht so offensichtlich und sichtbar (einfachstes Beispiel: Tore). Aber vlt entscheidet er Spiele weniger sichtbar als zb ein offensichtlich spektakulärer Spieler wie Gidsel: Er stabilisiert die gesamte Abwehr, führt an, stellt Sperren, kurz, macht alle besser. Und das vorne und hinten.

  • Saugstrup gewinnt dir nicht nur Spiele sondern ganze Meisterschaften.

    Von Saugi profitiert u.a. bei der Nati genau wer?:cool:

    Es ist ein Mannschaftssport, da sind persönliche Auszeichnungen eh schwierig, selbst Torschützenkönig wirst du nicht ohne Mannschaft.

    Dass Gidsel ein überragender Handballer ist, sollte Konsens sein. Was ein Saugstrup oder Fabregas abreißen, ist ebenso überragend, nur viel weniger auffällig und noch weniger spektakulär.

    Hat nicht mal irgendeine Trainerkonifere gesagt, ich brauche Weltklasse im Tor, auf RM und am Kreis für eine Topmannschaft.

    Für immer erster deutscher Championsleaguesieger!

    Magdeburg ist Handball, Handball ist Magdeburg. So ist das! (J.Abati)

  • Die "Diskussion" hier ist doch lächerlich. Wenn Mathias bei einem anderen Verein, als den Füchsen spielen würde hätte es dieses Gerede nicht mal im Ansatz gegeben.

    Mathias ist DER überragende Spieler der aktuellen Handballzeit und er stellt Rekorde auf die noch Jahre, wenn nicht Jahrzehnte, halten werden.

    Glückwunsch Mathias zum 3ten Welthandballertitel