HSV - Der Begleitthread bis zum endgültigen Abgesang

  • Zitat

    Die Lizenzierungskommission ist unabhängig und hat natürlich keine eigenen Aktien im Spiel. Und da behandeln wir jeden gleich und das stellt der BHC infrage. Und dazu gibt es aus meiner Sicht überhaupt gar keine Veranlassung. Wie gesagt, ich will keinem sein Recht absprechen, sein gutes Recht einzufordern. Aber wie man das macht, steht noch auf dem Eingangspapier. Und da kann man aus meiner Sicht nicht so vorgehen, wie der BHC vorgeht

    Hat er wohl Recht. Anderseits holte Föste nachvollziehbarerweise die Aufmerksamkeitsbazooka raus, um seinen BHC in Liga zu halten und für die sportlichen Fehlentscheidungen nicht mir dem Abstieg zahlen zu müssen.

  • Sportlich gesehen stehen sie nun mal auf einem Abstiegsplatz und haben dies selbst zu verantworten.

    Das ein Geschäftsführer den drohenden Abstieg wie auch immer abwenden will finde ich legitim. Er allein muss sich dem Eindruck stellen den er dabei abgibt.

  • „Wir sind enttäuscht, dass der BHC mit seiner angedrohten Klage das Solidarsystem der Lizenzierung aufkündigt“. Ist das Bohmanns Formulierung für „ Wir sind enttäuscht, dass der BHC uns mit seiner angedrohten Klage dazu zwingt, unsere Regeln konsequent durchzusetzen und aufzuhören, Extrawürste zu verteilen, weil wir den Standort Hamburg so toll finden“?

  • Gleiches Recht für alle!


    Der HSV geht vors Schiedsgericht weil es die Regularien zulassen.


    Der BHC klagt weil es die Regularien zulassen.


    Wem meine Zustimmung gilt ist bekannt.

    Wenn man will kann man alles falsch verstehen.

    Man muss es nur wollen.

  • „Wir sind enttäuscht, dass der BHC mit seiner angedrohten Klage das Solidarsystem der Lizenzierung aufkündigt“. Ist das Bohmanns Formulierung für „ Wir sind enttäuscht, dass der BHC uns mit seiner angedrohten Klage dazu zwingt, unsere Regeln konsequent durchzusetzen und aufzuhören, Extrawürste zu verteilen, weil wir den Standort Hamburg so toll finden“?

    DANKEDANKEDANKE!!!


    Genau das bedeutet es und nichts anderes!!! Diese Amateure!

    Wenn man will kann man alles falsch verstehen.

    Man muss es nur wollen.

  • "Solidarsystem der Lizenzierung",

    das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen.

    Aber danach hätte ich das gerne inhaltlich gefüllt.

    Heißt das, die einen sorgen für die finanzielle Solidität der Liga und die anderen strahlen?

    Oder: Alle wissen wie wir das so handhaben, aber man sollte nicht drüber reden?

    :schrei:H-B-W-----H-B-W-----H-B-W

    Einmal editiert, zuletzt von EllaK ()

  • „Wir sind enttäuscht, dass der BHC mit seiner angedrohten Klage das Solidarsystem der Lizenzierung aufkündigt“. Ist das Bohmanns Formulierung für „ Wir sind enttäuscht, dass der BHC uns mit seiner angedrohten Klage dazu zwingt, unsere Regeln konsequent durchzusetzen und aufzuhören, Extrawürste zu verteilen, weil wir den Standort Hamburg so toll finden“?

    Das kann man anscheinend unterschiedlich interpretieren. Ich lese da eher raus, dass Bohmann enttäuscht vom BHC ist, weil man mit der Klage even schon unterstellt, dass die HBL nicht sauber lizensieren würde! 🤷‍♂️ aber das kann man wie gesagt unterschiedlich rauslesen.

  • Wenn ich das richtig bei "Kreib Ab - Podcast" verstanden habe, ist es so, dass schon seit langer Zeit dem HSVH auferlegt wurde, die Schulden zu tilgen und dies seitens des HSVHs mehrfach missachtet/versäumt wurde.


    Der Lizenzentzug ist eine Folge der Missachtung/Versäumnisse der letzten Monate/des letztens Jahres.


    Und der neuer Investor ist ja komplett aus dem "Hut" gezaubert worden, daher kann ich mir vorstellen, dass man auf den Geldeingang gepocht hat.

    Nach meinem Kenntnisstand betrifft diese Vorgabe zum Abtrag der Schulden um jährlich 10% (bin mir über die genaue Höhe nicht ganz sicher, auf jeden Fall muss der Schuldenberg nachweislich abgetragen und keinesfalls erhöht werden)) nicht nur den HSVH sondern ist grundlegender Bestandteil der HBL Lizenzierungsbedingungen. Deshalb bin ich mir recht sicher, dass die ausschließliche Abwehrstrategie des HSVH in der Öffentlichkeit mit der doch recht skurrilen Geschichte "der einen Stunde Überweisungsverspätung" nicht der gesamte Inhalt der Begründung zum Lizenz Entzug sein dürfte.

  • Nach meinem Kenntnisstand betrifft diese Vorgabe zum Abtrag der Schulden um jährlich 10% (bin mir über die genaue Höhe nicht ganz sicher, auf jeden Fall muss der Schuldenberg nachweislich abgetragen und keinesfalls erhöht werden)) nicht nur den HSVH sondern ist grundlegender Bestandteil der HBL Lizenzierungsbedingungen. Deshalb bin ich mir recht sicher, dass die ausschließliche Abwehrstrategie des HSVH in der Öffentlichkeit mit der doch recht skurrilen Geschichte "der einen Stunde Überweisungsverspätung" nicht der gesamte Inhalt der Begründung zum Lizenz Entzug sein dürfte.

    Da einige Vereine ja scheinbar trotzdem immer wieder Schulden machen, gilt diese Regelung wohl so, dass man 10% des Schuldenbetrags zum Zeitpunkt X pro Jahr/Saison tilgen soll. Wenn dann neue Schulden dazu kommen, erhöht sich dieser Betrag halt entsprechend. Deshalb muss sich ein Verein gut überlegen, wie viele Schulden er sich anhäuft. Man muss halt dafür sorgen, dass immer genügend Kohle da ist, um die Tilgungen bedienen zu können, also liquide bleiben. Offensichtlich war der HSVH dies nicht oder drohte zahlungsunfähig zu werden. Ich bin mir mittlerweile auch sicher, dass da noch mehr dahintersteckt als die eine Stunde. Ich schätze (meine Vermutung), die HBL hat in den letzten Jahren den ein oder anderen Interpretationsspielraum pro HSVH ausgenutzt, aber mit klaren Ansagen, dass das nicht ewig so weitergehen kann. Und nun ist der Fall eingetreten, dass sie gesagt haben "bis hierhin und nicht weiter". Würde so für mich zumindest Sinn ergeben.


    Aber was ist bitte "das Solidarsystem der Lizenzierung"?? Das erkläre mir bitte mal jemand..

  • Ich bin mir mittlerweile auch sicher, dass da noch mehr dahintersteckt als die eine Stunde. Ich schätze (meine Vermutung), die HBL hat in den letzten Jahren den ein oder anderen Interpretationsspielraum pro HSVH ausgenutzt, aber mit klaren Ansagen, dass das nicht ewig so weitergehen kann. Und nun ist der Fall eingetreten, dass sie gesagt haben "bis hierhin und nicht weiter". Würde so für mich zumindest Sinn ergeben.

    Das sehe ich auch so und hatte es vor einigen Tagen sinngemäß auch ähnlich geschrieben. Anders kann es gar nicht sein, sonst würde man es daran nicht scheitern lassen. Es wird auch wenig Hoffnung da gewesen sein, dass sich das Gebaren in den nächsten Jahren ändert. Wenn sie die Lizenz doch noch bekommen, wahrscheinlich mit sehr strengen Auflagen. Da werden sie ggf. abspecken müssen.

  • Ich finde es bedenklich, dass der HSVH in den letzten Jahren die Auflage bekommen hat, in der laufenden Saison keine Nachverpflichtungen mehr vorzunehmen, die den "Etat" überstiegen hätten. Was denn für ein Etat? Am Ende haben sie ja trotzdem immer wieder Schulden gemacht, und zwar reichlich. Also wer berechnet diesen ominösen Etat, der ganz offensichtlich viel zu hoch gerechnet wurde, da man am Ende ja mit dem Geld nicht hin kam.


    Fragen über Fragen und kaum Antworten, denn die Transparenz seitens der HBL ist hier nicht gegeben. Das wird aber sicher daran liegen, dass man die finanziellen Belange der Vereine nicht ohne Not publik machen möchte. Find ich prinzipiell auch richtig so.

  • Einerseits gibt es den Anspruch der Öffentlichkeit auf Information, andererseits gibt es da wahrscheinlich auch rechtliche Grenzen.

  • Aber was ist bitte "das Solidarsystem der Lizenzierung"?? Das erkläre mir bitte mal jemand..

    Ich gehe davon aus, dass er damit meint, dass alle Vereine sich daran halten, dass die Dinge rund um die Lizenzierung intern bleiben und Probleme, Vorbehalte, Bedenken, etc. der Vereine verbandsintern geklärt und eben nicht externe Dritte, wie z.B. Gerichte mit einbezogen werden.

    Handball ist mehr als Rock`n´Roll...it`s HEAVY METAL :smokin:

  • Ich finde es dämlich wie der HSVH sich mit seiner Vergangenheit in diese Situation gebracht hat. Dann hat man 14 Tage Zeit das Problem zu lösen und schafft es nicht rechtzeitig.


    Umgekehrt hatte der BHC vor Monaten genug Zeit gehabt, etwas zu ändern.

    …. Aber es wurde nichts gemacht.


    Für mich haben beide Vereine den Abstieg verdient.

  • für mich ist das einfach Unsinn.

    Aber Solidarsystem klingt doch prima.

    Ich glaube, wenn Bohmann vom "Solidarsystem der Lizenzierung" spricht, hat er dabei was im Hinterkopf, etwas was über das Rechtssystem der downloadbaren LZO hinausgeht, ein System, das Spielräume schafft, die jeder im Sinne der Solidarität gerne annehmen würde, käme er mal finanziell in die Bredouille. Das wäre zwar fragwürdig weil die LZO das nicht hergibt, aber nicht unbedingt verwerflich, möglicherweise hat die Ligaverwaltung so etwas klammheimlich schon angewandt -die Zeichen sprechen ja dafür- und alle haben es akzeptiert. Man kennt sich und ist per se ja verkuddelt.

    So etwas geht vielleicht gut, bis ein Schlaumeier daherkommt, der dieses System vom Umfang und der Dauer über die Maßen ausnutzt, der für sich reklamiert, er sei zu schnell gewachsen, oder Covid19 habe seine Region überproportional getroffen, oder fälschlich annahm, er könne sich mit den Corona-Hilfen gesundstoßen. Da bröckelt plötzlich, und irgendwie verständlich, die Solidarität

    - und Bohmann wundert sich.

    :schrei:H-B-W-----H-B-W-----H-B-W

  • Ich glaube, wenn Bohmann vom "Solidarsystem der Lizenzierung" spricht, hat er dabei was im Hinterkopf, etwas was über das Rechtssystem der downloadbaren LZO hinausgeht, ein System, das Spielräume schafft, die jeder im Sinne der Solidarität gerne annehmen würde, käme er mal finanziell in die Bredouille. Das wäre zwar fragwürdig weil die LZO das nicht hergibt, aber nicht unbedingt verwerflich, möglicherweise hat die Ligaverwaltung so etwas klammheimlich schon angewandt -die Zeichen sprechen ja dafür- und alle haben es akzeptiert. Man kennt sich und ist per se ja verkuddelt.

    So etwas geht vielleicht gut, bis ein Schlaumeier daherkommt, der dieses System vom Umfang und der Dauer über die Maßen ausnutzt, der für sich reklamiert, er sei zu schnell gewachsen, oder Covid19 habe seine Region überproportional getroffen, oder fälschlich annahm, er könne sich mit den Corona-Hilfen gesundstoßen. Da bröckelt plötzlich, und irgendwie verständlich, die Solidarität

    - und Bohmann wundert sich.

    Und nun soll das faule Ei abgestoßen werden.. so langsam wird ein Schuh draus.

  • Ja hätte der BHC machen können. Einen Spieler wie Mortensen verpflichten, der das Team in der 1.Liga gehalten hätte, den man aber mit Schulden bezahlen hätte müssen. Der BHC pocht auf nichts anderes als Chancengleichheit. Ja, ich weiß die ist relativ die Chancengleichheit. Aber ich kenne einen Club der ganz dicht vor dem Abgrund stand und viele Jahre kleine Brötchen backen musste um dieses Jahr vielleicht 4 oder 5 Titel zu gewinnen. Man kann also einen Verein vernünftig aufbauen. Es müssen nicht pro Jahr > 1 Million Schulden aufgebaut werden. Das sind 25% des Gesamtetats. Wenn die HBL da eine Lizenz erteilt hätte ohne sich auf jede erdenkliche Weise zu wehren ist ihnen eh nicht mehr zu helfen.

  • Wobei ich mich schon frage wie es juristisch sauber zu argumentieren ist, wenn es wirklich stimmt was in Kreis Ab gesagt wurde. Sprich: es wurde lange laufen gelassen und das hier ist jetzt eine "jetzt reicht es"-Entscheidung. Wenn das zutrifft, hätte man sich seine eigenen Präzedenzfälle intern geschaffen, auf die Hamburg argumentativ zurückgreifen könnte. Sprich, man hätte intern seine Regeln nicht eingehalten und alle wussten das. Das würde natürlich erklären, warum der BHC hier so forsch vorgeht.


    Meine Kritik am BHC und eigentlich auch an allen anderen Vereinen wäre hier weniger die Aufkündigung einer Solidarität, sondern eher weil dies zu 100% nur deswegen geschieht, weil der BHC auf Platz 17 steht. Wäre er auf Platz 13, würde das nicht passieren. Das ist das egoistische daran.

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