Alles anzeigenDoch – genau da widerspreche ich Dir.
Nur weil Probleme ähnlich sind, heißt das nicht, dass die Diskussion automatisch eindimensional werden muss. Genau das passiert hier aber häufig: Aus mehreren Beobachtungen wird sehr schnell ein pauschales Gesamturteil – und das steht dann im Grunde schon vorher fest.
Dein Beispiel passt eigentlich ganz gut: Natürlich wird ein Spieler nicht jünger, weil man andere Aspekte lobt. Aber eine vollständige Bewertung besteht eben genau daraus, beides einzuordnen – und nicht nur den Teil herauszugreifen, der die eigene These stützt.
Und genau das ist mein Punkt: Wenn am Ende immer zwingend das gleiche Fazit steht („alles nicht gut genug“), dann ist das keine offene Diskussion mehr, sondern eine bestätigte Grundhaltung.
Zu sagen „es ist immer noch das gleiche Problem“ ist völlig legitim. Aber daraus abzuleiten, dass damit automatisch alles geklärt ist, greift mir zu kurz.
Eine sachlichere Diskussion wäre für mich genau das: Beobachtungen sauber benennen, einordnen – und nicht jedes Mal direkt auf die gleiche Gesamtbewertung verkürzen. Sonst diskutiert man nicht mehr wirklich, sondern wiederholt nur noch.
Aber die Beobachtungen sind doch immer die Gleichen! Die Fehler sind doch immer die gleichen! Und da könnte man x Beispiele nennen!
Ich versuche es mal mit einem Beispiel zu verdeutlichen:
Ich propagiere hier seit Jahren, dass die Wandlung des Handballs dazu führt, dass Jicgas Steinewerfer Handball nicht mehr zeitgemäß ist!
Das Spiel wird schneller und die Quoten von Spielern wie Gidsel sind einfach erfolgsversprechender als die eines klassischen Rückraums. Da mag es auch immer mal Ausnahmen geben.
Bei jeder der Niederlagen hatte unser Rückraum gruselige Quoten. Das ist natürlich nicht der einzige Grund, aber soll ja hier Beispiel sein!
Ergo fühle ich mich nach den Niederlagen bestätigt und verweise auf die miesen Quoten bedingt durch das antiquierte Spiel. Man könnte an der Wurfauswahl arbeiten, Spielzüge optimieren, Alternativen wie das Außenspiel implementieren (funktionierte ja nach der EM gut), aber all das passiert nicht!
Dann ist doch die logische Schlussfolgerung daraus, dass es dem Trainer offensichtlich nicht gelingt. Ergo stellt man Jicha in Frage!
Das war jetzt EIN Punkt, aber Einigen (vielleicht sogar Vielen) stoßen diverse Dinge auf! Und eine der immer wiederkehrende Konstanten sind halt Trainer und vorhandene/ eingesetzte Spieler; ergo Kritik am Kaderplaner!!
Um es ganz klar zu sagen: diese Spielen wurden nicht unglücklich verloren, sondern weil das Team schlecht war, keine Lösungen hatte!!