THW Kiel Teamthread

  • Johansson hat sehr stark gespielt die letzten Spiele und wirkt auf mich allgemein etwas befreiter und auch fitter. Ich denke auch, dass es ihm sehr zu Gute kommen wird, dass er nicht mehr die alleinige Verantwortung tragen muss. Er hat sich auch viel weniger Lustwürfe genommen. Das gleiche ist mir aber auch bei PDV aufgefallen. Er hatte wirklich viele gute Paraden dabei. Hoffentlich kann er das gute Gefühl mit in die neue Saison nehmen. Beim Finale gestern fand ich bis auf Dahmke und Laube eigentlich alle sehr gut. Auch Reinkind hat für seine Verhältnisse solide gespielt.

    Laube kann einfach nicht im Mittelblock decken. Offensiv passt es ja.

  • Sind wir ehrlich, würde man das erste Spiel vs Lemgo verlieren, spricht keiner mehr von der guten Stimmung in der Vorbereitung.

    Mano Mom, die Platte hat einen Sprung. Wie oft willste das noch anführen.

    "Die allermutigste Handlung ist immer noch, selbst zu denken. LAUT." (Coco Chanel)

    "Auge um Auge - und die ganze Welt wird blind sein" (Gandhi)

    "Der größte Lump im ganzen Land, das ist und bleibt der Denunziant" (Hoffmann von Fallersleben)

    AC/DC - House of Jazz

    Led Zeppelin - Black Dog

    Black Sabbath - Paranoid

  • Mal schauen. Vielleicht irrst du dich ja wie bei Madsen und Zerbe.

    Vinny darf sich sehr gerne genauso entwickeln, darf sehr gerne die Nummer 1 werden.

    Objektiv muss man trotzdem festhalten: 28 muss sich das dann aber auch erledigt haben mit Rune (alleine schon altersbedingt), da sollte nochmal ein deutliches Upgrade herauf LA. Da hinkt man schon hinterher qualitativ.

  • Noch zwei kleine Nachträge:

    Zum einen dürfen wir Pekeler nicht vergessen. Er fällt zwar aktuell wegen eines Infekts krankheitsbedingt aus, wird aber sonst die gesamte Vorbereitung absolvieren – das ist schon mal ein klarer Vorteil. Ich könnte mir sehr gut vorstellen, dass er zusammen mit Köster den Innenblock bildet. Ergänzt durch Načinović als dritten Mann, der ja gerne robuster zur Sache geht, hätten wir dort ein schönes Bollwerk.

    Ein weiteres Thema, das vor einigen Tagen aufkam, sehe ich persönlich überhaupt nicht dramatisch: die Personalsituation im Rückraum. Seien wir ehrlich und blicken auf die letzten Jahre zurück – wir hatten immer Verletzungssorgen. Sollte Madsen beispielsweise nicht so schnell fit werden wie erhofft, benötigen wir ohnehin einen Rechtshänder auf Halbrechts um Harald zu entlasten. Oder was passiert, wenn Skippys Schulter wieder Probleme macht? Schon fehlt der nächste Rückraumspieler.

    Ich verschwende daher keinen Gedanken daran, ob wir einen Skippy abgeben müssten. Wir sollten schlichtweg froh sein, aktuell so ein Überangebot zu haben. Am Ende werden wir jeden einzelnen Mann dringend brauchen.

  • Man kann natürlich jetzt in die Gesamtsituation oder in die aktuelle Lage wahnsinnig viel hineininterpretieren, und am Ende kann man auch völlig falsch liegen. Aber ich glaube tatsächlich, dass neben dem deutlich verbesserten Kader dieses Jahr auch die Strategie und die Anlage des Spiels unseren Spielern deutlich mehr entgegenkommen.

    Ich habe irgendwo gelesen, dass Lund viel weniger Spielzüge implementieren möchte. Das heißt für mich: Die Spielzüge, die er spielen lässt, sind klarer und einfacher umsetzbar. Es bedeutet für mich aber auch – und das finde ich tatsächlich sehr clever –, wenn du Spieler wie Makuc und Skippy in deinen Reihen hast, die zum einen wahnsinnig torgefährlich, aber auch sehr kreativ sind, bedarf es vielleicht einer gewissen Freiheit und nicht unbedingt für alles und jeden 100 verschiedener Spielzüge. Ich könnte mir vorstellen, dass das der Mannschaft Stabilität gibt. Weniger ist manchmal mehr, und das könnte tatsächlich ganz gut harmonieren.

    Außerdem sehe ich bereits jetzt – vielleicht täusche ich mich auch oder die Gegner waren einfach noch nicht stark genug –, dass man in den ersten Auftakthandlungen deutlich schneller und aggressiver im Angriff druck ausübt. Die Auftackthandlungen kommen schneller und aggressiver. Dadurch übt man mehr Druck aus und erarbeitet sich dadurch teilweise schon in den ersten drei, vier Pässen Torchancen. Das habe ich so unter Jicha nicht gesehen. Mir gefällt dieser Spielstil aktuell sehr gut.

    Zu behaupten, wir spielen jetzt komplett wie Magdeburg, halte ich allerdings für fahrlässig. Wir haben schließlich auch Leute wie Johansson oder Köster, die einfach in der Lage sind, aus 9 bis 10 Metern Tore zu erzielen. Warum sollte man dieses Potenzial nicht nutzen? Eine Mischung aus beidem halte ich tatsächlich für die beste Strategie.

    Lund ist neu, sowie auch Makuc und Köster. Da geht es erstmal weniger darum 300 verschiedene Auftakthandlungen und Spielzüge einzubringen, sondern step by step das Konzept zu verinnerlichen und zu entwickeln. Wurde gegenüber den KN (wenn ich das richtig erinnere) von Lund auch so Kommuniziert. Die Grundlagen reinbekommen, durch Wiederholungen festigen und dann darauf die nächste Stufe aufbauen.

  • Habe mir das Spiel gestern auch angesehen und ich fand bemerkenswert, dass in der 1. Halbzeit nur Spieler auf dem Feld waren, die auch letzte Saison schon in Kiel gespielt haben. Trotzdem war es ein komplett anderes Spiel, mit Tempo und guten spielerischen Elementen. Das da hin und wieder das Timing nicht passte ist ja ganz normal.

    Ich muss sagen, es hat wirklich Spaß gemacht da zuzusehen. :thumbup:

  • Mich stimmt die bisherige Entwicklung auch positiv und ich traue dem THW eine Menge zu.
    Man sollte aber nicht vergessen, dass die Gegner auch echt schwach waren.
    Ja, gegen solche Teams haben wir uns letzte Saison deutlich schwerer getan, aber ein belastbarer Hinweis, dass alles bzw. vieles deutlich besser wird, ist es noch nicht.

  • Mich stimmt die bisherige Entwicklung auch positiv und ich traue dem THW eine Menge zu.
    Man sollte aber nicht vergessen, dass die Gegner auch echt schwach waren.
    Ja, gegen solche Teams haben wir uns letzte Saison deutlich schwerer getan, aber ein belastbarer Hinweis, dass alles bzw. vieles deutlich besser wird, ist es noch nicht.

    Dennoch ist die Spielweise deutlich attraktiver und man hatte auch nicht das Gefühl dass der THW komplett am Limit gespielt hat.


    Der erste richtige Härtetest wird das Spiel gegen Gudme aber ein +10 Sieg nach Abschluss eines Trainingslager gegen einen CL-Teilnehmer ist grundsolide

  • Die Anfälligkeit für Gegenstöße ist die logische Konsequenz einer schwachen Wurfquote aus der Distanz. Bei Rückraumwürfen aus 9 bis 10 Metern binden die eigenen Außen die Abwehr tief in den Ecken. Dadurch startet der verteidigende Außen beim Ballverlust mit einem Stellungs- und Laufvorteil von mehreren Metern in die Erste Welle. Das Defizit liegt also nicht im Rückzugsverhalten einzelner Spieler, sondern primär in der Effizienz des Wurfabschlusses.

    Das kommt sicher dazu, ist aber nicht das primäre Thema. Wenn man mal im Spiel darauf geachtet hat, wo der Rechtsaußen beim THW war, wenn der Angriff vom Gegner läuft und der Linksaußen, dann war da ein sehr großer Unterschied, gerade bei Landin. Auch nach Torerfolgen aus dem Rückraum. Auf Rechtsaußen kann man auch nicht alles stoppen, aber da kamen Zerbe und Imre oft noch in die Nähe oder sogar ganz in Verteidigungsposition, selbst mit dem Nachteil, dass sie tief starten mussten und der Gegner voll durchzieht. Das passierte auf Linksaußen fast gar nicht. Einen Jacobsen holt man logischerweise auch nicht ein, wenn der direkt geschickt wird. Da muss aus dem Rückraum jemand den Lauf- oder Passweg zustellen.

    In den meisten Fällen war Landin gerade erst über die Mittellinie, wenn der Gegner aufs Tor geworfen hat, weil er auch immer sehr spät mit dem Zurücklaufen angefangen hat. Da waren Zerbe und Imre viel schneller im Umschalten auf Defensive. Von einem Spieler mit 1,96 m und sicher um die 100 kg kann man das aber auch nicht erwarten, dass er an einem Spieler mit 1,85 m und 80 kg zumindest dran bleibt. Dafür kann Landin halb verteidigen, was für den THW die letzten Jahre sehr viel wert war. Dennoch war die Lücke immer groß beim gegnerischen Tempo, weil auch auf Halb meist kein guter Verteidiger gespielt hat. Die Gegner haben dann oft bewusst das Tempo auf ihre rechte Seite verlagert, weil dort immer Überzahl war. Da muss Kiel Mittel und Wege finden, das zumindest verbessern. Denke, dass der THW hier hoffen wird, dass Büchner einen Einfluss wie Zerbe haben wird. Von Dahmke kann man sicher nicht zu viel erwarten.

  • Mich stimmt die bisherige Entwicklung auch positiv und ich traue dem THW eine Menge zu.
    Man sollte aber nicht vergessen, dass die Gegner auch echt schwach waren.
    Ja, gegen solche Teams haben wir uns letzte Saison deutlich schwerer getan, aber ein belastbarer Hinweis, dass alles bzw. vieles deutlich besser wird, ist es noch nicht.

    Man sollte auch berücksichtigen, dass die neuen Spieler ja noch nicht so lange zusammen trainieren, zudem ein neuer Trainer verantwortlich ist. Und ich finde dafür war das schon richtig stark. Die werden sich vermutlich erst im Laufe der Saison optimal verstehen, und auch der Børge kann nicht in gut 1 Monat ein neues Team formen.

    Nun ist das Ziel ja ganz klar formuliert, wieder oben mitspielen zu wollen, im Idealfall wieder in die CL zu kommen und insofern sollte auch dieses junge Team imstande sein, die ersten Spiele zu gewinnen und Selbstvertrauen zu gewinnen. Aber ich bin eigentlich zuversichtlich, dass sie es schaffen können.