Henning Fritz: Alfred Gislason eine "zukunftsorientierte Lösung?"

  • Mir fallen zu Fritzens Beitrag nur 2 uralte Zitate ein:


    Cui bono ?


    und


    Si tacuisses, philosophus mansisses


    Platz




    Möge die Macht mit Euch sein

  • Bisher stehen in seiner Nationalmannschaftsvita zwei schwache Turniere. Ich würde ihm sehr wünschen, dass er mit diesem Kader jetzt gut abschneidet, da ich die Nominierungen sehr begrüße und die Jungs einen sympathischen Eindruck machen.

    Ja, aber das ist das gleiche wie bei Prokop. Das ist schlicht die Marschroute der überzogenen Erwartungshaltung die sich durch nichts rechtfertigen lassen. Norwegen "enttäuscht" wenn sie nach zwei Vizeweltmeistertiteln offenbar zurückstellen, Schweden enttäuscht, wenn sie als WM-Finalist bei Olympia nichts holen. Dänemark enttäuscht wenn sie nicht den Olympiatitel holen....aber was ist der Anspruch der Nationalmannschaft aus Deutschland?


    Top 8 bei Olympia ist schwach weil? Weil wir 2016 mal ein sehr gutes Jahr hatten? Das Turnier letzten Januar ist schwach weil? Mit dem Kader der da war? Versteht mich nicht falsch...ich habe keine Veranlassung gesehen Prokop zu entlassen und Gislason hat bisher keine Wunderdinge vollbracht, aber das tun Nationaltrainer eher selten, denn sie müssen immer mit den Spielern arbeiten die sie haben.

  • Man kann die Uhr danach stellen, dass vor einem Großereignis jemand von den Weltmeistern 2007 einen unnötigen Kommentar zur Nationalmannschaft abgibt. Fehlt nur noch die Expertise von Schwarzer.

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    Grüße aus der Barbarossastadt

  • Ja, aber das ist das gleiche wie bei Prokop. Das ist schlicht die Marschroute der überzogenen Erwartungshaltung die sich durch nichts rechtfertigen lassen. Norwegen "enttäuscht" wenn sie nach zwei Vizeweltmeistertiteln offenbar zurückstellen, Schweden enttäuscht, wenn sie als WM-Finalist bei Olympia nichts holen. Dänemark enttäuscht wenn sie nicht den Olympiatitel holen....aber was ist der Anspruch der Nationalmannschaft aus Deutschland?


    Top 8 bei Olympia ist schwach weil? Weil wir 2016 mal ein sehr gutes Jahr hatten? Das Turnier letzten Januar ist schwach weil? Mit dem Kader der da war? Versteht mich nicht falsch...ich habe keine Veranlassung gesehen Prokop zu entlassen und Gislason hat bisher keine Wunderdinge vollbracht, aber das tun Nationaltrainer eher selten, denn sie müssen immer mit den Spielern arbeiten die sie haben.

    ... Weil man hinter seinen eigenen Erwartungen zurückbleibt. Da geht's mit gar nicht um die Medien, sondern um das konsequente nicht-Erreichen der eigenen Ziele.

  • ... Weil man hinter seinen eigenen Erwartungen zurückbleibt. Da geht's mit gar nicht um die Medien, sondern um das konsequente nicht-Erreichen der eigenen Ziele.

    ja, aber die Ziele sind halt dumm und ohne logische Grundlage. Wir sind von der Erwartungshaltung das England des Handballs (gutes Beispiel letzter Sommer, wo die mal ein Turnier geradeaus spielen...). Begreifen uns als diese natürliche Handballnation, während uns seit Jahrzehnten bis auf temporäre Ausnahmen andere Nationen den Rang ablaufen und konstant und über viele Spielergenerationen hinweg besser sind. Deutschland war Mitte der 90er bis Mitte der 2000er in der Weltspitze (hat aber auch da die PS nicht immer auf die Straße gekriegt). Davor nur in Handballurzeiten und danach sicher nicht mehr. Ironischerweise war ja selbst 2007 eigentlich bereits über dem Zenit dieser Mannschaft.


    Das ist so. Kann man endlose Diskussionen führen woran das liegt, aber ist doch schlicht ein Fakt den man in allen Ergebnissen ablesen kann.

  • Fritz sollte sich mal wieder irgendwo al s Rentner Torwart auf die Bank setzen. Das ist dann sicher eine zukunftsorientierte Lösung

    Ich finde es schon einen Unterschied, ob ein Altverdienter wie Henning Fritz kommentiert, der in seiner beruflichen Entwicklung nicht zwingend auf Handball angewiesen ist oder sich davon etwas verspricht oder die Trainer-/Funktionsgilde um Schwarzer und Stephan.


    Hätte sich z.B. ein Mimi Kraus geäußert, wäre der manch einem nicht seriös genug gewesen.


    Ja, Fritz und Gislason haben eine gemeinsame Vergangenheit, aber die Berührungspunkte heute, sind z.B. im Gegensatz zu Kretzsche nicht vorhanden.


    Zum "richtigen" Zeitpunkt ist schon alles gesagt worden. Den gibt es nie, aber die Öffentlichkeit ist vor einem großen Turnier halt am größten.


    Ansonsten muss auch Gislason liefern, da er sonst irgendwann Kredit verspielt.


    Bei Prokop kam halt vieles zusammen. Die Ergebnisse waren mitnichten schlechter als jetzt, ob wohl der Kader nicht unbedingt besser war. Zum einen war es seine Inthronisierung durch Hanning gegen den DHB, zum anderen war es seine Sturheit gegenüber etablierten Führungsspielern, sonst hätte wohl kaum ein Pekeler "geputscht" und des Weiteren war er mit seiner vorherigen Karriere und den Erfolgen, die er vorweisen konnte, der Öffentlichkeit noch nicht strahlend genug, um Kredit zu haben und längeres Vertrauen zu genießen.

  • Ich finde es schon einen Unterschied, ob ein Altverdienter wie Henning Fritz kommentiert, der in seiner beruflichen Entwicklung nicht zwingend auf Handball angewiesen ist oder sich davon etwas verspricht oder die Trainer-/Funktionsgilde um Schwarzer und Stephan.

    Nun ja, also wenn ich seine Homepage anschaue, dann lebt Fritz schon noch von seiner Vergangenheit als Handballer und B-Promi, Motivationsseminare, Experte für Handball und App-Promoter. Von daher muss ich meinen Einwurf mit dem "simpel" gestickt korrigieren. Der muss schon was tun, um sein Businessmodel am Laufen zu halten, ergo ab und an mal Reibung erzeugen, damit der Name in der googlesuche präsent bleibt. Und Stephans Funktionärskarriere ist viele Jahre her. Da kommt nichts mehr. Auch als Experte ist der doch bei keinem Turnier mehr präsent, oder?

    Einmal editiert, zuletzt von alter Sack ()

  • stephan ist ab und zu noch als experte tätig-

    funktionärskarriere nach eigener entscheidung eher zu ende-


    aber er hat im gegensatz zu anderen altinternationalen auch nicht ein "muss" noch zu arbeiten-

    weder imagepflege, noch internet.

    da mag dem ein oder anderen (sicher auch aus verschiedenen motiven) nicht so zusagen was er geschrieben oder

    in interviews gesagt hat, er hatte immer den vorteil, dass er komplett ohne rücksicht auf alles andere seine meinung sagen konnte.


    wobei ich durchaus die meinungen der anderen auch immer so sehe, dass einige dinge sicher aus deren sicht richtig sein mögen, weil sie evtl. noch nah dran sind oder eben schon sich genug entfernt haben vom tagesgeschehen.


    ich hatte damals ja deutlich geschrieben, dass prokop eigentlich fehl am platze ist- man konnte es live vor ort miterleben- danach hätten ganz viele m.e. auch so geurteilt.

    ergebnisse bei turnieren hin oder her- für mich war in der zeit keine nationalmannschaft zu sehen, weder auf noch neben dem feld, weder spielerisch noch strukturell.


    prokop selbst mag ein guter trainer sein- es war wohl einfach zu früh für ihn mit dem job-

    es gab da auf allen ebenen die damit zu tun hatten, eigentlich nur verlierer.

  • Muss ich dem Bob zustimmen und hatten hier andere (ich auch) auch schon mal geschrieben.

    Jag går och fiskar

    och tar en tyst minut

  • Jetzt kommt auch noch Bob um die Ecke gebogen und bettelt um Aufmerksamkeit :wall:


    Dieses Statement ist doch so sinnfrei wie wenn ich behaupten würde das er beim DHB fehl am Platze ist.

  • da bin ich bei küstentanne-

    warum soll er das nicht sagen dürfen oder sollen- es geht um die nati-knorr- und dessen leistungen,

    die sidn seit geraumer zeit nicht nati-reif

  • Muss ich dem Bob zustimmen und hatten hier andere (ich auch) auch schon mal geschrieben.

    Sehe ich genauso. Habe viele Spiele der RNL gesehen. Gegenüber Minden ein deutlicher Rückschritt. In dem Alter und den Umständen der Löwen wahrscheinlich auch normal.

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    Grüße aus der Barbarossastadt

  • Meine erste Reaktion auf die Schlagzeile war: Bob Hannings Kommentar zu Juri Knorr ist inhaltlich genauso richtig wie Henning Fritz' Kommentar zur Alfred Gislason ... aber vom Timing her ähnlich unpassend. Das Thema "Juri Knoor und die Handball-EM 2022" ist seit einem Monat durch und zu EM-Beginn sollten die teilnehmden Spieler im Fokus stehen.


    Dann habe ich aber doch noch das ganze Interview des Sportbuzzer mit Bob Hanning gelesen und finde Bob Hannings Aussagen im Ganzen gesehen sehr reflektiert und überlegt. Dass das RND sich dann das Teilzitat zu Juri Knorr als Aufhänger herauspickt ist Clickbaiting, da sich das Interview im Kern um andere Themen dreht. Relevanter und tagesaktueller wäre es gewesen seine Reaktion auf die Aussagen von Johannes Golla zum Aufhänger zu machen, aber da war Bob Hannings Antwort wohl zu ungewohnt diplomatisch. Wäre da eine klare Antwort gekommen, dann würden wir jetzt wohl nicht wieder über Juri Knorr reden.

  • Ich finde seine Aussage zu Golla bzw. zu dem zu was Golla da gesagt hat, ist nicht kontrovers. Das ist einfach Wischiwaschi...wir müssen tolerant sein, aber andererseits Menschenrechte sind auch wichtig usw.

    Bei genau dem was Golla gemeint hat geht es ja um Menschenrechte, daher weiß ich gar nicht was Hanning damit genau meint. Büschn Menschenrechte oder einfach Fresse halten? Da ist Hanning halt von der Denke her immer noch Funktionär und die müssen in der Tat ein bisschen diplomatischer sein. Das gilt aber nicht für Spieler.

  • Alfred postet ein Foto von sich auf Instagram, wo er von Herzen lacht.


    Piet Krebs in den Kommentaren:


    Hat wahrscheinlich gerade die Zitate von Henning Fritz gehört

    ?

    Jag går och fiskar

    och tar en tyst minut

  • Wann und wo hatte sich Golla geäußert, gibt es einenLink?

    Das Interview mit Hanning ist interessant, warum er einen Steg braucht und den See nicht See sein lassen und sich vom Ufer aus erfreuen kann, verstehe ich zwar nicht, aber einige offene Handballantworten gibt er schon.

    Aber wenn der unabhängige Fritz etwas zum DHB-Trainer sagt ist es etwas anderes als wenn der Füchse-Manager einen jungen Spieler des Konkurrenten madig macht.

    Man sollte mit Knorr unbedingt im Gespräch bleiben, solche Schlagzeilen sind da nicht förderlich und das weiß Hanning sicher.

    Wenn er zu Wiede sagt, dass sei alternativlos, ist es so und will ich gerne glauben. Aber dann auf den nächsten Spieler zeigen, ist nicht fein und Hanning kennt das Medienspiel.

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