Handball-EM 2026 - Hauptrunde, Gruppe I

  • Bei Schweden sind es aber (gefühlt) geplante Wechsel, bei uns sind es (von außen betrachtet) Wechsel nach dem Motto "vielleicht läuft es ja mit Spieler XY besser".

    Heute halfen den Schweden auch die geplanten Wechsel nicht. Apelgren hätte lieber die Spieler einwechseln sollen, mit denen es vielleicht besser läuft.

  • spanien, island, portugal, schweden - gegen die müssen wir bestehen.

    Ganz genau,daß ist unsere Kragenweite. Gegen Dänemark und Frankreich ist es der bekannte Satz," von 10 Spielen gewinnen wir mal1Spiel". Wäre schön,wenn es bei dieser EM so wäre,aber es wird dann wohl in einem Spiel um Platz 5 gg oben besagte Mannschaften( dazu gehört natürlich noch Kroatien) gehen.

  • Ich weiß nicht, dass wir gegen Norwegen ein Spiel gewonnen haben, was wir nie hätten gewinnen dürfen, führt offensichtlich zu einer Wahrnehmungsverzerrung bei einigen.

    Ich stelle mal die Gegenfrage: Wird aus der Mannschaft herausgeholt, was in ihr drin steckt? Wer da jetzt sagt, "ja" oder "nah dran", der sollte die Medikamente umstellen. Wir haben den GOAT der Torhüter und immer mal wieder einen Rückraumspieler, der funktioniert. Spielerisch haben wir aktuell eine Mannschaft, die sich durchmogelt. Das sind für mich die Fakten.

    Eine Mannschaft wird dann Meister, wenn sie dem Gegner ihr Spiel aufzwingt. Wenn wir Meister werden, dann wie einst Griechenland im Fußball, mit verdammt viel Glück. Das ist mir einfach zu wenig für diesen Spielerkader.

  • Genau, die haben ihren Mauerfußball den Gegnern aufgezwungen, genau wie es von BigRick selbst gefordert wurde. Wenn glücklich und beim Fußball bleibend, dann eher Deutschland 96 oder Dänemark 92?

  • Genau, die haben ihren Mauerfußball den Gegnern aufgezwungen, genau wie es von BigRick selbst gefordert wurde. Wenn glücklich und beim Fußball bleibend, dann eher Deutschland 96 oder Dänemark 92?

    Einverstanden. Die Argumentationskette ist vielleicht etwas löchrig. Das Beispiel Griechenland hatte ich anders in Erinnerung, aber letztlich war es da auch die Überforderung der Gegner mit einem ungewöhnlichen Spielstil. Das wäre ja schon mal was.

    Aber die zwei Beispiele Deutschland 96 oder Dänemark 92 kann man auch nehmen. Letztlich ist das auch egal, die Mannschaft zeigt im Angriff nicht ansatzweise, was sie zu leisten in der Lage sein müsste.

  • Aber die zwei Beispiele Deutschland 96 oder Dänemark 92 kann man auch nehmen. Letztlich ist das auch egal, die Mannschaft zeigt im Angriff nicht ansatzweise, was sie zu leisten in der Lage sein müsste.

    Einerseits stimme ich Dir zu, dass im Angriff mehr möglich sein müsste. Andererseits haben andere Mannschaften überragende Einzelspieler, die den Unterschied machen, die es den Mannschaften ermöglichen, dem Gegner das eigene Spiel aufzuzwingen. Und die sehe ich bei Deutschland aktuell nicht.

    Dennoch findet Deutschland in diesem Turnier bisher meistens Lösungen. Und das weil unser Kader eben die Möglichkeiten bietet, einen anderen Spieler auf die Platte zu schicken, der dann den gegnerischen Deckungsverbund vor Probleme stellt. Bisher haben sich eigentlich in jedem Spiel (Ausnahme gegen Serbien) einzelne Spieler hervorgetan, die nicht zu den "Starting 7" gehörten, die aber zum Ende hin den Unterschied machten. Ob das perpetuiert werden kann, auch gegen Dänemark oder Frankreich, sei dahingestellt, dennoch würde ich das nicht nur als "Glück" abtun.

    “A life is like a garden. Perfect moments can be had, but not preserved, except in memory. LLAP.” - Leonard Nimoy (1931-2015)

  • Ich stelle mal die Gegenfrage: Wird aus der Mannschaft herausgeholt, was in ihr drin steckt? Wer da jetzt sagt, "ja" oder "nah dran", der sollte die Medikamente umstellen. Wir haben den GOAT der Torhüter und immer mal wieder einen Rückraumspieler, der funktioniert. Spielerisch haben wir aktuell eine Mannschaft, die sich durchmogelt. Das sind für mich die Fakten.

    Wer anderen Medikamente aufdrängt, sollte darüber nachdenken, sich mal beim Psychotherapeuten anzumelden. Diese manische Schwarzmalerei klingt für mich nach Depression.

  • Ich finde nicht das eine Europameisterschaft vergleichbar mit einer Sensation wäre. 2016 hatten wir uns zweimal nicht für ein Turnier qualifiziert und nun wieder dabei und es dann gewonnen. Das war unser 92 im Handball.

    Beim jetzigen Deutschland steht auf dem Papier vielleicht kein Dänemark, aber ansonsten muss man sich nicht vor so vielen Nationen verstecken. Das mehr zu einer guten Mannschaft gehört weiß man natürlich und woran das liegt ist der große Diskussionspunkt dieses Turniers. Wenn Deutschland aber eines der nächsten Spiele gewinnt und man dann in einem Halbfinale gegen Slowenien oder so spielt, wäre ein Finale nicht unrealistisch und in einem Finale kann alles passieren. Das weiß gerade auch Dänemark.

  • Die nächsten beiden Spiele werden Standortbestimmungen, egal wie sie ausgehen. Wir haben ne starke Abwehr incl. eines Top-Torhütergespanns, sehr gute Kreisläufer und einen (auch für uns) nicht ausrechenbaren Rückraum. Wir sind nicht ganz grundlos das letzte Team in der Hauptrunde ohne Verlustpunkt. Aber ob es für die sehr talentierte Garde schon reicht, ganz oben aktiv um die Titel mitzuspielen, werden wir erst Mittwoch Abend wissen.

    "Die Magdeburger Börde ist der Olymp des europäischen Vereinshandballs!" Uwe Semrau (18.06.2023)

  • Und das weil unser Kader eben die Möglichkeiten bietet, einen anderen Spieler auf die Platte zu schicken, der dann den gegnerischen Deckungsverbund vor Probleme stellt.

    So ist es. Ich glaube viele hier sind so negativ, weil man vom Einzelkönnen des Rückraums her grundsätzlich mehr erwarten könnte und es schon auffällt, dass wir spielerisch den Topnationen unterlegen sind. Wenn ich aber mal zurückdenke, wie schlimm es früher war, wenn der eine Rückraum ausgefallen ist und wir dann immer chancenlos waren, dann muss man doch jetzt feststellen, dass die breite des Kaders unsere Stärke ist. Bisher haben wir es (fast) immer geschafft, dass einer von der Bank oder der starting 7 besondere Impulse geben konnte. Ich rechne mir gegen Dänemark nicht viel aus ehrlich gesagt, aber gegen Frankreich brauchen wir uns nicht in die Hose machen. Da wird schon einer (und wenn es der böse Wolf ist) einen Sahnetag erwischen und die anderen mitziehen.

  • Warum wartet man nicht mal das Ende des Turniers ab, um zu einer Einschätzung zu gelangen.

    Denn so ganz wissen einige hier nicht, was sie wollen:

    Einmal heißt es, dass eine Top-Mannschaft auch schlechte Spiele gewinnt, dann heißt es wieder, dass das Spiel einfach nur schlecht war (jetzt gegen Norwegen).

    Wenn Dänemark gegen Portugal verliert, Deutschland aber gewinnt, ist das natürlich überhaupt nicht aussagekräftig, weil Portugal gegen Dänemark deutlich besser war.

    Dass man gegen Spanien ein Top-Spiel abgeliefert hat, zählt auch nicht, weil Spanien spielt ein schlechtes Turnier, gegen Serbien hat man katastrophal gespielt und ein einzelnes Spiel ist ohnehin nicht aussagekräftig.

    Jetzt ohne Ironie: Ich würde mal abwarten, wie man gegen Dänemark und Frankreich spielt. Danach wird man besser einschätzen können, wo man wirklich steht. Natürlich wird eine Leistung wie gegen Norwegen nicht reichen, aber man hat mit der Leistung eben auch gegen Norwegen und nicht gegen Dänemark gespielt. Die letzte Viertelstunde war in Ordnung. Ein gutes Rennpferd springt nur so hoch, wie es muss.

    Nach der EM kann man Gislason immer noch rausschmeißen. Obwohl manche ihn dann wahrscheinlich gerne wieder zurück hätten, um ihn anschließend nochmal rausschmeißen zu können.

  • Wir sind nicht ganz grundlos das letzte Team in der Hauptrunde ohne Verlustpunkt.

    Weil alle anderen schon gegen Frankreich oder Dänemark und die beiden auch schon gegeneinander gespielt haben?

    Eine Einordnung der Mannschaft ist dann möglich, wenn alle Spiele, vor allem aber die gegen die stärksten Gegner, gespielt wurden.

    "Wenn man in ein Testspiel soviel hereininterpretiert hat man von Sport keine Ahnung." (Oldie50)

  • Ein kleiner Blick auf die heutigen Spiele:

    Theoretisch hat der Sieger des Spiels zwischen Norwegen und Portugal noch Chancen auf das Halbfinale und ich hoffe/erwarte, dass vor allem die Portugiesen noch an diese Restchance glauben und das Spiel gegen Norwegen für sich entscheiden werden.

    Vor fünf bis zehn Jahren gab es große Duelle zwischen Spanien und Frankreich. 2021 sicherte sich Spanien bei der Weltmeisterschaft die Bronzemedaille gegen enttäuschte Franzosen, 2018 bezwang Spanien auf dem Weg zum EM-Titel die Franzosen im Halbfinale, 2015 wiederum hatten die Franzosen beim WM-Sieg im eigenen Land im Halbfinale gegen Spanien gewonnen. Heute geht es für Spanien nur um Schadensbegrenzung und darum, nicht wieder wie bei der WM im vergangenen Jahr eine punktlose Hauptrunde zu spielen.

    Beim Spiel zwischen Deutschland und Dänemark ist von einem 10-Tore-Sieg der Dänen bis zu einem knappen Erfolg der DHB-Auswahl alles vorstellbar. Wichtig wird es sein von Anfang an gut ins Spiel zu kommen, denn falls Deutschland in einen 3-Tore-Rückstand geraten sollte, dann werden die Dänen das mit ihrer Klasse und Erfahrung nicht mehr hergeben. Der letzte Pflichtspielsieg gegen Dänemark war im letzten Spiel der EM-Hauptrunde 2016. Deutschland konnte dank des 25:23-Sieges noch an Dänemark vorbeiziehen und sich fürs Halbfinale qualifizieren. Wenige Tage später folgte der Titelgewinn.

  • Freundschaft!

    Einmal heißt es, dass eine Top-Mannschaft auch schlechte Spiele gewinnt, dann heißt es wieder, dass das Spiel einfach nur schlecht war (jetzt gegen Norwegen).

    Ja, eine Top-Mannschaft gewinnt auch mal ein schlechtes Spiel. Aber eine Topmannschaft spielt nicht immer schlecht. Bisher hatte Deutschland aus meine Sicht ein gutes Spiel im Turnier und das war gegen Spanien. Alle anderen waren so lala (AUT, POR, NOR) oder schlecht (SRB).

  • Die nächsten beiden Spiele werden Standortbestimmungen, egal wie sie ausgehen. Wir haben ne starke Abwehr incl. eines Top-Torhütergespanns, sehr gute Kreisläufer und einen (auch für uns) nicht ausrechenbaren Rückraum. Wir sind nicht ganz grundlos das letzte Team in der Hauptrunde ohne Verlustpunkt. Aber ob es für die sehr talentierte Garde schon reicht, ganz oben aktiv um die Titel mitzuspielen, werden wir erst Mittwoch Abend wissen.

    Die starke deutsche Abwehr sehe ich nur bedingt. Wenn du die bzw. den bisher eingesetzten TW mit einbeziehst, dann ja. Andi hat schließlich jede Menge freie gehalten, wo die Abwehrreihen löchrig waren.

    Gegen die Dänen und Franzosen muss die Abwehr noch mehr ackern, um sie früh anzunehmen. Und bitte nicht so viele Ballverluste im Angriff. Das ist insbesondere gegen Gidsel und Co. tödlich. Auch der schnelle Rückzug wird mitentscheidend sein.