HBF Handballprofi ohne Mindestlohn

  • Vielleicht solltest mal aufhören, dass du realistische Menschen degradierst. Die Nachfrage nach Metzingen-DK zeigt ja, dass meine Einschätzung passend ist. Am Wochenende hatte Halle 600 Zuschauer und Zwickau (trotz Verlegung wegen Fußball) 800 Zuschauer. Warum man da mind. 1500 Zuschauer fordert, weiß keiner so genau.

    Das Produkt ist überteuert und die Leute haben weniger Geld. Nur der Ehrenamtler hat noch nichts von mitbekommen.

    genau mein Ding und du hast leider keine Ahnung

  • genau mein Ding und du hast leider keine Ahnung

    Realität?

    Röpcke, Petzold und Weiss lässt man sich vom Staat bezahlen. Schlipf, Stumpf, Goldammer und Co. sind Billiglöhner.

    Die Bundeswehr-Kohle ist aus meiner Sicht auch Wettbewerbsverzerrung. Und natürlich auch unfair denen gegenüber, die sie (vielleicht auch knapp) nicht bekommen.

  • Generell finde ich es gut, dass es nun einen regen Austausch zu diesem Thema gibt. Wir sind uns denke ich auch alle einig, dass die Spielerinnen und Verantwortlichen für den Aufwand und die Zeit die sie investieren, deutlich besser entlohnt werden müssten. Jedoch sind wir uns, oder zumindest die Mehrheit, auch einig, dass das entsprechende Geld irgendwo herkommen muss. Ich halte eine Professionalisierung der HBF daher für unabdingbar. Ob es die Maßnahmen sind die in der nahen Vergangenheit getroffen worden sind steht auf einem anderen Blatt Papier. Per Se einfach mehr Geld zu fordern (was die Spielerinnen selbst im übrigen nicht machen!) ist natürlich Quatsch. Auch das "schreien" nach mehr Medienaufmerksamkeit finde ich schwierig. Natürlich, in einer perfekten "Handball-Welt" sollte das so sein, aber es gibt noch mehr Randsportart (dazu gehört der Frauenhandball nun mal (aktuell) leider dazu) die diese Medienpräsenz auch nicht haben. Unsere Hockeyherren wurden jüngst Weltmeister und am Großteil der Bevölkerung ging dies vermutlich auch vorbei. Das der Fußball gerne etwas abgeben könnte, sehen wir hier im HANDBALLForum vermutlich alle gleich.

    Mich würde es freuen, wenn (Groß-)Sponsoren sehen und erkennen, dass Frauensport genauso "Forderbar" ist wie Männersport, dass dadurch die Medienpräsenz automatisch wächst und Frauensport generell in der Allgemeinheit anerkannter wird. Selbst dann, sind wir noch lange weg von einheitlichen Gehältern oder ähnliches, aber genau dies muss sich über die Jahre steigern. Ich sehe es (auch wenn ich es nicht gerne zugebe ;)) ähnlich wie Horst und denke auch, dass eine jährliche Erhöhung der Eintrittskarten und dazu gleichbleibendes (oder sinkendes) Niveau in der Liga nicht förderlich sind. Die Vereine nehmen sich dann Gelder von den "letzten" Unterstützern, voller werden die Halle dadurch nicht. Lieber sollte die Liga schauen ob man die ein oder andere Maßnahme, auch mit Selbstkritik, wieder reduziert, so Gelder für Vereine wieder freigibt und diese in sportliche Qualität steckt.

  • Realität?

    Röpcke, Petzold und Weiss lässt man sich vom Staat bezahlen. Schlipf, Stumpf, Goldammer und Co. sind Billiglöhner.

    Die Bundeswehr-Kohle ist aus meiner Sicht auch Wettbewerbsverzerrung. Und natürlich auch unfair denen gegenüber, die sie (vielleicht auch knapp) nicht bekommen.

    Ich kann es leider nicht ändern, du lebst in einer anderen Welt.

  • Horst was ist gegen die Sportförderkompanie der Bundeswehr einzuwenden?
    In meinen Auge eine Einrichtung wo Steuergeld sinnvoll angelegt wird.

    Kam mich erinnern zu den Hochzeiten des VfL Gummersbach das da einige bei der BW waren. Weiß das von meinem Kumpel der zu der Zeit beim VfL gespielt hat und bei der BW war. Es muss alles finanziert werden egal wie. Und bei Erfolg fragt keiner nach .

  • Horst was ist gegen die Sportförderkompanie der Bundeswehr einzuwenden?

    Habe ich doch erklärt:

    Es gibt (laut DHB) 14 Handballer, die beim Bund sind. Die Namen habe ich (teilweise) genannt. Somit dürften die meisten weiblich sein. Bedeutet, dass die Bundewehr quasi die Gehälter einer HBF-Mannschaft in Summer finanziert. Sportlich ist das Wettbewerbsverzerrung. HCL-Lammich (Senior) hat ja gestern erklärt, dass es toll ist, dass drei Spielerinnen auf Bundeswehrkosten Profi sind. Blomberg/Metzingen haben auch mind. drei. Göppingen mind. zwei. Zusammen mit den öffentlichen Sponsoren und Hallenbauten brauchen sich einige nicht über zu wenig Kohle von der öffentlichen Hand beschweren.

    Die Vorschläge für die Plätze macht der Verband. Und somit entscheidet eben einer (oder wenige) wer Staats-Profi werden darf oder nicht. Desweitern gilt es nur für 12 Monate und 12 Monate kann man verlängern. Erst danach wird man übernommen. Somit hängt die Übernahme auch am Sport. Vielleicht nominiert man auch deswegen gerne Elitekader-Spielerinnen, da sie ja quasi alle auch Sportsoldaten (auf Zeit) sind.

    Die Lieblinge von Gaugisch sind jetzt rein zufällig auch alle erstmal Soldat und somit 1 Jahr Profi. Bist kein Liebling, bist auch kein Soldat und somit Amateur/Billiglöhner.

  • Wie funktioniert das denn in der Praxis mit den Sportsoldatinnen?
    Werden diese Spielerinnen wirklich komplett vom Staat bezahlt obwohl sie ihre Leistung dann bei einem Verein erbringen?

    Wenn sich manche Vereine je nach Anzahl der Sportsoldatinnen im Kader mehrere Jahresgehälter pro Saison sparen, könnte man da durchaus von Wettbewerbsverzerrung sprechen.

  • Zitat

    „Ich bin super dankbar für diese Gelegenheit und freue mich darauf, mich ein Jahr lang voll und ganz auf den Leistungssport und alles, was dazugehört, konzentrieren zu können. Ich habe mir schon lange gewünscht, mir nach dem Abitur die Zeit zu nehmen für das, was mir wirklich Spaß macht – und das ist das Handballspielen“, freut sich Marlene Tucholke. „Ich habe dadurch mehr Zeit, die Gegner vor den Spielen zu analysieren und mich nach dem vielen Training und den Spielen wieder zu regenerieren. So kann ich mich immer wieder voll auf das Training und die Spiele fokussieren, ohne zusätzlich für Klausuren lernen zu müssen.“

    Volle Konzentration auf den Leistungssport dank Sportförderung der Bundeswehr – doch nicht alle Spielerinnen haben diese Chance - HCL
    Nach Laura Sophie Klocke im vergangenen Jahr wurden mit Jana Walther und Marlene Tucholke nun zwei weitere Spielerinnen des HC Leipzig in die
    hc-leipzig.de
  • Es gibt (laut DHB) 14 Handballer, die beim Bund sind. Die Namen habe ich (teilweise) genannt

    Vielleicht nominiert man auch deswegen gerne Elitekader-Spielerinnen, da sie ja quasi alle auch Sportsoldaten (auf Zeit) sind.

    Die Lieblinge von Gaugisch sind jetzt rein zufällig auch alle erstmal Soldat und somit 1 Jahr Profi.

    Von welchen Spielerinnen sprechen wir konkret?

  • Von welchen Spielerinnen sprechen wir konkret?

    Google, KI oder den Beitrag, den ich vor zwei Tagen reinstellte lesen? :lol:

    Zuletzt 6 Lieblinge von Gaugisch:

    Rohr, Walther, Tucholke, Njinkeu, Bornhardt, Däuble

    Weitere Spielerinnen aus der U20, die schon dort sind: Klocke und Zweitligaspielerin Kern.

    Aus der U18: Marlene Wagner (BHC)

    Dazu sind von Blomberg bekannterweise Kühne und Hauf dort.

    Röpcke, Weiss und Petzold müssten auch da sein. Falls nicht kurzfristig aufgehört.

  • Ich hatte mich zuvor noch nicht mit dem Konzept der Sportsoldaten im Handball beschäftigt aber in der Form ist das ja wirklich problematisch oder übersehe ich da etwas, weshalb Selfmen die ganze Zeit so energisch gegen Horst schreibt?

    Bei den Männern wird ja schon der SuperGlobe kritisiert, weil er einzelnen Vereinen die Möglichkeit bietet, den eigenen Etat deutlich aufzustocken.

    Da wunder es mich, dass man (zumindest ich) bisher so wenig davon gehört habe, dass manche Vereine mehrere Jahresgehälter Ihrer Profis quasi geschenkt bekommen.

    Wäre da nicht so etwas wie z.B. der HBL-Ausbildungsbonus fairer, der Fördermittel aufgrund transparenter Faktoren vergibt?

    Wichtig!

    Ich kritisiere nicht, dass der Profisport im weiblichen Bereich staatlich gefördert wird, sondern lediglich den Wettbewerbsvorteil, der dabei innerhalb der Liga entsteht.

  • Da wunder es mich, dass man (zumindest ich) bisher so wenig davon gehört habe, dass manche Vereine mehrere Jahresgehälter Ihrer Profis quasi geschenkt bekommen.

    Zitat

    Was kannst du bei der Bundeswehr verdienen?*
    Gehalt (Netto-Bezüge)

    Bezüge
    Feldwebelanwärter (m/w/d), 18 Jahre, ledig, keine Kinder

    2.321 €
    https://www.bundeswehrkarriere.de/sportsoldatin-sportsoldat-210

    2321 netto haben nicht viele 18-jährige in der HBF.

    Dazu eben auch leicht unfair, dass es Leute gibt, die dann (vielleicht auch diskutabel) den Platz nicht bekommen. Die Lieblinge des Bundestrainers sind versorgt. Der U20-WM-MVP macht übrigens einen Minijob. :lol:

  • Wie funktioniert das denn in der Praxis mit den Sportsoldatinnen?
    Werden diese Spielerinnen wirklich komplett vom Staat bezahlt obwohl sie ihre Leistung dann bei einem Verein erbringen?

    Jein.

    Die Idee der Sportförderung ist das die Talente von Landes-, Bundespolizei und Bundeswehr bezahlt werden, tlw noch parallel die entsprechenden Ausbildungen absolvieren um auch nach dem Sport dort regulär bleiben zu können, und ansonsten sich auf den Sport konzentrieren und dafür im Gegenzug mit Titeln und Medaillen von internationalen Wettkämpfen zurückkommen.

    Das mag in Einzelsportarten wie Leichtathletik, Schwimmen oder Eisschnelllauf ja auch klappen und wenn sich dann im Finale um die DM nur die vom Staat bezahlten Sportler gegenüberstehen, dann ist das so.

    Auch bei Mannschaftssportarten ist die Idee international mit der jeweiligen Nationalmannschaft erfolgreich zu sein. Problematisch wird dabei natürlich nur, wo sammelt man die nötige Praxis und wie organisiert man das Training? Da ist die Idee die in den Vereinen der Bundesliga trainieren und im Ligabetrieb spielen zu lassen natürlich naheliegend. Aber ja in gewisser Weise verzerrt das ein Stück den Wettbewerb wenn nicht jeder Verein die gleiche Chance hat das diese bei ihm spielen.

  • So sehr ich den Gedanke sympathisch finde - leider ist im frauenhandball wohl eher die Ellenbogengesellschaft vorherrschend. Es wäre wünschenswert wenn alle dran partizipieren könnten, jetzt ist es ein Vorteil von Vereinen die den Weg vor einiger Zeit eingeschlagen haben. Das Thema Bundeswehr als Sponsor ist halt diskutabel. Grundsätzlich finde ich es richtig, dass es diese Programme gibt.

  • Die entscheidene Frage ist doch, wie kann das Produkt "Frauenhandball" mehr Geld generieren. Die Alibi-Professionalisierung durch die HBF-Vorgaben sind da auch nicht gerade zielführend. Es muss mal an einem einheitlichen und sinnvollen Vermarktungskonzept für die Vereine gearbeitet werden und vor allem braucht die HBF einen richtigen Medienvertrag, damit sie auch in der Breite sichtbarer ist/wird. Mit Sporteurope.TV und ehrenamtlichen Kommentatoren wird halt auch nicht die breite Masse erreicht. Daher wäre ein Andocken an die HBL vielleicht nicht das Schlechteste.

    ich persönliche denke, auf absehbare Zeit "nein"

    alle neue Technik ist sicherlich nett, aber ich glaube nicht, dass ein einheitlicher Hallenboden, LED-Werbebanden, 2 Haupttribünen usw. einen neuen Zuschauer, Sponsor oder Medieninteresse generieren, du brauchst erst mal ein sportliches Produkt und das setzt den Erfolg der Nationalmannschaft voraus

    und ein Schritt in die großen Städte wäre wahrscheinlich das Ende, in direkter Konkurrenz zum Fussball kann der Frauenhandball nicht funktionieren

    Einmal editiert, zuletzt von DerMaily (3. September 2026 um 19:47)

  • Aber genau da steuern wir doch hin!
    Es wurden fragwürdige Vorschriften wie Gegentribüne und Mindestplatzzahl geschaffen, die kleinere Vereine unmöglich alleine stemmen können (so ne Halle kostet halt ein par Cent).
    Das Ergebnis?
    Strafzahlungen (das ist Geld das den Vereinen dan anderswo schmerzlich fehlt) oder die Vereine verzichten auf den Aufstieg den sie sich sportlich verdient haben weil sie genau wissen das es finanziell nicht tragbar ist.
    Also überleben nur Vereine die entweder potente Gönner haben (gut, geht auch mal in die Hose…), oder die zu großen Vereinen gehören und von denen finanziell mitgeschleppt werden.

  • Oder Vereine, die sich mit den Statuten früh genug beschäftigt haben und Lösungen für ihre Probleme gefunden haben. Buxtehude, Oldenburg, Metzingen, Halle, Zwickau (auch wenn sehr von der Stadt Zwickau bezuschusst), Neckarsulm (auch wenn die Halle hier kein Beispiel sein sollte)...

  • Dann sollen die Kritiker mal sagen, was die Alternative ist.

    Angenommen es wird alles rückgängig gemacht ( dann bitte aber auch der einheitliche Boden ), was dann ?

    Wenn man jetzt einen Rückzieher macht ( man hatte 9! Jahre Zeit ), gibt man den Damenhandball auf.

  • Einheitlicher Hallenboden und LED-Banden sind schon sinnvoll. Aber die Regeln mit Gegentribüne und Mindestplatzanzahl sollten gelockert werden. Denn Leipzig ist da momentan ja das beste Beispiel, wegen den paar fehlenden Plätzen müssen sie Strafzahlungen ableisten, obwohl ich mal stark bezweifle, dass ihre Zuschauerzahl annähernd an der Mindestanzahl liegen würde, daher ist diese Regelung ja quasi nur theoretisch sinnvoll. Was nützen die Vorgaben, wenn am Ende trotzdem nur 500 Zuschauer in die Halle kommen.