Johannes Golla - Wechselprozess Melsungen nach Flensburg

  • Nighttrain61

    Das Gerechtigkeitsempfinden sagt: "Lass ihn doch klagen!", aber aus Sicht der MT Melsungen ergibt sich daraus ein unternehmerisches Risiko. Falls es zu keiner gütlichen Einigung kommen sollte und ein arbeitsrechtliches Urteil erginge, würde der Verein die Hoheit über den zeitlichen Ablauf verlieren. Während man jetzt über einen Abschied zu einem Saisonende verhandeln und sich um einen Nachfolger kümmern kann, könnte bei einem Urteilsspruch vermeintlich mitten in der Saison ein Leistungsträger wegfallen und je nach Zeitpunkt ein brauchbarer Ersatz für die laufende oder kommende Saison nicht mehr realisierbar sein. Hinzu kommt, dass dieselben oder ähnlich formulierte Vertragsklauseln auch in zwei oder drei weiteren Spielerverträgen benutzt worden sein könnten und falls das Arbeitsgericht zu dem Urteil kommen sollte, dass die Kündigung des Spielers zulässig war, dann könnten weitere Spieler es ihm gleichtun.

    Gewinnen kann die MT Melsungen hingegen nur die Gewissheit, dass ihr wechselwilliger Spieler einen gültigen Vertrag hat und der Verein entsprechend auf eine hohe Ablöseforderung pochen kann. Zieht man davon die Kosten des Verfahrens und die wirtschaftlichen Risiken ab, dann ist leider eine außergerichtliche Einigung mit moderater Ablösezahlung meist die vernünftigere Lösung - auch wenn dies nicht dem individuellen Gerechtigkeitsempfinden entspricht.

  • Golla, Wolff, Grgić, Cindric, Ilic, Kavticnic,...

    Und die KI sagt das:

    Ruf und Arbeitsweise

    Durchsetzungsstark bei Klauseln: Bratić hat den Ruf, Verträge bis ins kleinste Detail und auf mögliche Formfehler oder Ausstiegsklauseln zu durchleuchten, um Spielern im Zweifelsfall den vorzeitigen Wechsel zu europäischen Spitzenklubs zu ermöglichen.

    Jag går och fiskar

    och tar en tyst minut

  • Die MT Melsungen gibt bekannt, dass Golla gerne seinen Vertrag, der bis 2031 geschlossen wurde, vorzeitig auflösen möchte. Daraufhin gibt Golla in einem persönlichen Statement die mögliche Gefährdung seiner mentalen Gesundheit als Grund an.

    Nun tauchen Vertragsdetails auf, die eine Ausstiegsklausel unter anderem bei Anfrage durch die SG vorsehen.

    Dann hätte man das Ganze doch deutlich eleganter lösen können. Die An"Kündigung" des Rückwechselwunsches hätte es demnach gar nicht gebraucht. Sie SG bekundet Interessen, man einigt sich (nach einigem hin und her über die Auslegung des Wortlautes und den Wechselzeitpunkt) und gibt es dann gemeinsam bekannt.

    Irgendwie wird die Geschichte immer widersprüchlicher und undurchsichtiger im Ablauf.

  • Nighttrain61

    Das Gerechtigkeitsempfinden sagt: "Lass ihn doch klagen!", aber aus Sicht der MT Melsungen ergibt sich daraus ein unternehmerisches Risiko. Falls es zu keiner gütlichen Einigung kommen sollte und ein arbeitsrechtliches Urteil erginge, würde der Verein die Hoheit über den zeitlichen Ablauf verlieren. Während man jetzt über einen Abschied zu einem Saisonende verhandeln und sich um einen Nachfolger kümmern kann, könnte bei einem Urteilsspruch vermeintlich mitten in der Saison ein Leistungsträger wegfallen und je nach Zeitpunkt ein brauchbarer Ersatz für die laufende oder kommende Saison nicht mehr realisierbar sein. Hinzu kommt, dass dieselben oder ähnlich formulierte Vertragsklauseln auch in zwei oder drei weiteren Spielerverträgen benutzt worden sein könnten und falls das Arbeitsgericht zu dem Urteil kommen sollte, dass die Kündigung des Spielers zulässig war, dann könnten weitere Spieler es ihm gleichtun.

    Gewinnen kann die MT Melsungen hingegen nur die Gewissheit, dass ihr wechselwilliger Spieler einen gültigen Vertrag hat und der Verein entsprechend auf eine hohe Ablöseforderung pochen kann. Zieht man davon die Kosten des Verfahrens und die wirtschaftlichen Risiken ab, dann ist leider eine außergerichtliche Einigung mit moderater Ablösezahlung meist die vernünftigere Lösung - auch wenn dies nicht dem individuellen Gerechtigkeitsempfinden entspricht.

    Ich stimme dir zu und habe dies in meinem letzten Satz ebenso dokumentiert. Man muss sicherlich alles abwägen. Ich kann das aus meiner Sicht tun. Diese ist jedoch sicherlich nicht relevant. Das kann nur die MT tun und alle Unwägbarkeiten bewerten. Ausserdem steht ja der Vertrag nur in der "Bild". Wer weiss schon was daran wahr ist.

    Eines ist jedoch klar. Die MT "jahrelang als Geldkrösus negativ deklariert", hätte es finanziell nicht nötig, einfach klein bei zu geben, nur weil Golla, Vranjes, Anwälte und ein neuer Berater es so wollen.

    Golla muss sich den Konsequenzen seines Handelns stellen und sie auch tragen, wie jeder andere auch.

    Bei vielen Anhängern der MT Melsungen ist Golla unten durch. Seine bisher bei der MT gezeigten Leistungen wären sicherlich auch entbehrlich und kompensierbar.

    Über seine Glaubwürdigkeit mag sich jeder selbst sein Urteil bilden.

  • Die MT Melsungen gibt bekannt, dass Golla gerne seinen Vertrag, der bis 2031 geschlossen wurde, vorzeitig auflösen möchte. Daraufhin gibt Golla in einem persönlichen Statement die mögliche Gefährdung seiner mentalen Gesundheit als Grund an.

    Nun tauchen Vertragsdetails auf, die eine Ausstiegsklausel unter anderem bei Anfrage durch die SG vorsehen.

    Dann hätte man das Ganze doch deutlich eleganter lösen können. Die An"Kündigung" des Rückwechselwunsches hätte es demnach gar nicht gebraucht. Sie SG bekundet Interessen, man einigt sich (nach einigem hin und her über die Auslegung des Wortlautes und den Wechselzeitpunkt) und gibt es dann gemeinsam bekannt.

    Irgendwie wird die Geschichte immer widersprüchlicher und undurchsichtiger im Ablauf.

    Gibt bekannt ist falsch. Sie hat den Medienbericht von SportBild bestätigt.

    “I don't know why people are so keen to put the details of their private life in public; they forget that invisibility is a superpower.” — Banksy

    | Langeweile? | ⚂ ◬ ⚅ New Music Stuff - Live Performance ⚅◬⚂ |

  • hier gehts aber um Vertragsinhalte und die gehen strikt gesehen nur die beiden beinhalteten Parteien etwas an. Golla und MTM, dazu jeweils deren Anwälte. Dazu Frau Golla vielleicht / wahrscheinlich und ggf der Berater von Johannes. Das wars dann. Jeder weitere Wissende ist pot. eine undichte Stelle. Und wer von den genannten Leuten hätte den wirkliches Interesse, bzw sieht keine Gefahr für sich? Mein Verdacht wäre zuerst: der Berater, welcher die Zusammenarbeit aufgekündigt hat. Wenn es so war und es kommt raus, sollten sich weitere Sportler überlegen, ob das der richtige Partner ist…

    Da sagst du doch selbst, warum es der ehemalige Berater eher nicht sein wird.

  • ...

    Über seine Glaubwürdigkeit mag sich jeder selbst sein Urteil bilden.

    Sollten die letzten Enthüllungen der BILD sich als wahr erweisen, ist die Glaubwürdigkeit voll im Eimer. Zwischen Vertragsabschluß und offizieller Bekanntgabe wurde die Öffentlichkeit kräftig verschaukelt. Insbesondere Flensburg-Fans, die damals auf eine Verlängerung hofften.

  • Der ganze Fall „Golla“ scheint eine einzige Farce zu sein. Im Nachgang muss man ehrlich sagen: Das war wohl der größte Fehler, den die MT begangen hat.

    Nö, dies sehe ich komplett anders. Fehler hatte die MT in der Vergangenheit sicher an anderer Stelle gemacht.

    Das war der Fehler von Golla. Dieses Verhalten war seinem Image sicherlich nicht förderlich.

  • Gollas Verhalten war bis dato immer vorbildlich.

    Nun kann man enttäuscht von ihm sein bzw. über sich selbst, dass man sich getäuscht hat.

    Oder, wenn man glaubt, sich nicht in Golla getäuscht zu haben, zu fragen, warum er auf seine Ehre scheißt und so handelt?

    Da kommt mir dann Maester Aemon bei GOT in den Sinn (großartige Szene!)

    Zitat

    "Love is the bane of honor, the death of duty. What is honor compared to a woman's love? What is duty against the feel of a newborn son in your arms... or the memory of a brother's smile?"

    Jag går och fiskar

    och tar en tyst minut

  • Nighttrain61

    Das Gerechtigkeitsempfinden sagt: "Lass ihn doch klagen!", aber aus Sicht der MT Melsungen ergibt sich daraus ein unternehmerisches Risiko. Falls es zu keiner gütlichen Einigung kommen sollte und ein arbeitsrechtliches Urteil erginge, würde der Verein die Hoheit über den zeitlichen Ablauf verlieren. Während man jetzt über einen Abschied zu einem Saisonende verhandeln und sich um einen Nachfolger kümmern kann, könnte bei einem Urteilsspruch vermeintlich mitten in der Saison ein Leistungsträger wegfallen und je nach Zeitpunkt ein brauchbarer Ersatz für die laufende oder kommende Saison nicht mehr realisierbar sein. Hinzu kommt, dass dieselben oder ähnlich formulierte Vertragsklauseln auch in zwei oder drei weiteren Spielerverträgen benutzt worden sein könnten und falls das Arbeitsgericht zu dem Urteil kommen sollte, dass die Kündigung des Spielers zulässig war, dann könnten weitere Spieler es ihm gleichtun.

    Gewinnen kann die MT Melsungen hingegen nur die Gewissheit, dass ihr wechselwilliger Spieler einen gültigen Vertrag hat und der Verein entsprechend auf eine hohe Ablöseforderung pochen kann. Zieht man davon die Kosten des Verfahrens und die wirtschaftlichen Risiken ab, dann ist leider eine außergerichtliche Einigung mit moderater Ablösezahlung meist die vernünftigere Lösung - auch wenn dies nicht dem individuellen Gerechtigkeitsempfinden entspricht.

    Das hängt sicherlich stark davon ab, was Barbara Braun-Lüdecke darüber denkt. Wenn sie will, dass es ausgefochten wird, spielen wirtschaftliche Überlegungen in einem für sie übersichtlichen Rahmen keine Rolle. Die Situation könnte sich für Flensburg also anders darstellen als bei Eisenach mit Grgic.

  • Die MT Deutschland war in ihrer Planlosigkeit glaube ich der langfristig teurere Fehler. Golla bleibt nur ein einzelner Spieler, der zudem Stand jetzt für die MT Leistungen auf der Platte abruft.

    Ich würde sagen für Braun sind das alles nur Rundungsfehler. Gibt vermutlich keinen Verein in Deutschland der aufgrund eines Wechselwunschs und potentiellen Rechtstreit finanziell weniger unter Druck steht als Melsungen, wenn man denn möchte.

  • Freundschaft!

    Das hängt sicherlich stark davon ab, was Barbara Braun-Lüdecke darüber denkt. Wenn sie will, dass es ausgefochten wird, spielen wirtschaftliche Überlegungen in einem für sie übersichtlichen Rahmen keine Rolle. Die Situation könnte sich für Flensburg also anders darstellen als bei Eisenach mit Grgic.

    Genau. Daher würde ich es hier gerne mal sehen, dass es im Zweifel bis zum Schluss durchgefochten wird. Im übrigen könnten auch Klubs die Verträge ihrer überzähligen Spieler mal auf Formfehler prüfen lassen, wenn sich das so einbürgert.

  • Also, als Verantwortlicher der MT Melsungen würde ich allmählich aber sicher innerliche Verspannungen bekommen. Vornehm ausgedrückt.

    Sofern das alles, zumindest überwiegend, wahr ist, stellt sich doch gerade glasklar heraus, was Golla und sein aktueller Händler für faule Eier sind.

    Und das muss man auch nicht schönreden.

    Bürokratisch mag das alles legal sein, aber moralisch ...

    Ich jedenfalls wäre sehr vorsichtig als zukünftiger Arbeitgeber, man sieht ja gerade was man am netten Johannes so hat und was seine lauwarmen Worte und seine Unterschrift wert sind!

    -Die Empörung ... der Heiligenschein der Scheinheiligen!

    -Meinungsfreiheit ist essentiell und in keiner Form und auch nicht in Teilen diskutier- oder verhandelbar!

    und genauso gilt

    "Herr, sag mir was das Rezept für ein langes, zufriedenes Leben ist!" - "Streite dich nicht mit Hohlköpfen." - "Herr, ich bin anderer Meinung!" - "Da hast du Recht."

  • Ich weiß nicht, wie ihr das seht, aber mich stimmt das alles ziemlich traurig.

    Egal, was richtig ist, wer sich falsch verhalten hat, oder was alles gesagt wurde. Für den Handball ist das echt nicht schön.

    Ich bin wegen dem dunklen Farbschema hier.

  • Hoffentlich erinnern sich die dann zuständigen Offiziellen der MT in ein paar Jahren, wenn der nette Johannes dann wieder vorbeikommt und fragt, ob er seine Karriere bei seinem so von Herzen geliebtem Heimatverein auslaufen lassen könnte....

    -Die Empörung ... der Heiligenschein der Scheinheiligen!

    -Meinungsfreiheit ist essentiell und in keiner Form und auch nicht in Teilen diskutier- oder verhandelbar!

    und genauso gilt

    "Herr, sag mir was das Rezept für ein langes, zufriedenes Leben ist!" - "Streite dich nicht mit Hohlköpfen." - "Herr, ich bin anderer Meinung!" - "Da hast du Recht."

  • Freundschaft!

    Genau. Daher würde ich es hier gerne mal sehen, dass es im Zweifel bis zum Schluss durchgefochten wird. Im übrigen könnten auch Klubs die Verträge ihrer überzähligen Spieler mal auf Formfehler prüfen lassen, wenn sich das so einbürgert.

    Das würde ich auch gern sehen. Wie weiter oben schon von anderen Usern beschrieben, ist es sicher kein finanzielles Problem für die MT. Dann wäre mehr Klarheit und Berater etc. müssten sich am Richterspruch orientieren.

  • Hoffentlich erinnern sich die dann zuständigen Offiziellen in ein paar Jahren, wenn der nette Johannes wieder vorbeikommt und fragt, ob er seine Karriere bei seinem so von Herzen geliebtem Heimatverein auslaufen lassen könnte....

    Meinst du, dass der noch jemals anklopfen würde?

    Im übrigen werden auch in Nordhessen gewisse Dinge sicherlich nicht in Vergessenheit geraten.;)

    Einmal editiert, zuletzt von Nighttrain61 (14. Oktober 2026 um 15:23)