09. Spieltag: THW Kiel - Rhein-Neckar Löwen

  • Ich habe jetzt mal eine Frage an die Community: Wir haben nach dem Nordderby die Diskussion gehabt, warum der VAR am Schluss eingesetzt wird. Ich finde, dass wir doch hier bei diesem Spiel, bei dieser Schlussszene genau sehen, warum die Aufregung damals so groß war. Weil es eben Willkür ist, wann man den VAR nutzt. Denn eigentlich wäre diese letzte Szene doch ebenfalls prädestiniert gewesen, den Videobeweis zu nutzen. Sie ist keineswegs so eindeutig, dass sich die SR sicher sein können. Warum sich also nicht absichern? Ich bin bei jedem, der sagt, dass wir es im Handball doch bitte nicht soweit kommen lassen sollen. Dass die Dinge auf dem Feld geregelt werden müssen. Aber dann muss es eben immer so gemacht werden. Und nicht einmal so und einmal so. Die Regelhüter und SR-Bosse dieser Welt werden nun wieder sagen, dass man die Entscheidung am Schluss vertreten kann und es keine Fehlentscheidung war (was ja auch nicht falsch ist). Jedoch kann man nicht nur über den Siebenmeter streiten, sondern meines Erachtens auch sich anschauen, ob Pekeler nicht vielleicht doch zu sehr Seesing umklammert und mit diesem Offensivfoul dafür sorgt, dass dieser zur Verteidigung von Köster zu spät kommt. Aber letztlich geht es mir darum nicht.

    Sondern einfach nur um diese Willkür, dass der Videobeweis mal in der letzten Szene angewendet wird und mal nicht ...

    Die Schiedsrichter waren sich ihrer Sache sicher; auch wollten sie endlich Feierabend haben.

  • Sondern einfach nur um diese Willkür, dass der Videobeweis mal in der letzten Szene angewendet wird und mal nicht ...

    Vielen Dank für diesen Gedanken 🙏, und genau das ist der Punkt, den ich beim Einspruch Leipzig-Schwartau gemeint habe.

    Genau wie Schritte, Stürmerfoul, Trikotziehen usw., und hierzu legt niemand Einspruch ein, obwohl das öfter im Spiel vorkommt 😉. Da stellt sich auch keiner vor die Kamera und sagt, dass das eine eindeutige Regel ist, aber egal. Die Anweisung, die ich kenne ist, wenn eine Absicht zum Torwurf erkennbar ist (hier m.E. "ja", da der Spieler eine deutliche Absprungbewegung beginnt), wird auf 7m entschieden.

    Ich bin der Meinung, dass die getroffene Entscheidung nicht korrekt ist, aber ich hoffe, dass die Spielwertung so bleibt wie sie ist und als Tatsachenentscheidung durchgeht. Denn wenn nicht, dann werden wir in Zukunft viel Spaß haben, wenn der entscheidende Treffer aus einem 1:1 mit Schritten passiert oder vielleicht eine falsche Sperre zu einem Durchbruch führt, aus dem dann der entscheidende Treffer passiert. Es gibt so viele Situationen, die auf Bundesligalevel/international einfach nicht regelgerecht umgesetzt werden (was ich persönlich wirklich eine Katastrophe finde), dass ein positiver Ausgang dieses Einspruchs "die Büchse der Pandora" öffnen würde. Denn dann müsste man die Frage beantworten, wie, und vor allem bis zu welchem Zeitpunkt im Spiel, die Grenze der Tatsachenentscheidung genau definiert ist. Wenn sich jetzt jeder nach dem Spiel hinstellt und z.B. sagt "das ist ein klarer Regelverstoß, weil mehr als drei Schritte laut Regeln nicht erlaubt sind", dann mal Feuer frei.

    Das Erste, was ein Kind lernt, ist gegen den Ball zu treten! Wenn es intelligent ist, nimmt es ihn später in die Hand !!!

    Die Wissenschaftler haben herausgefunden..... und sind auch wieder reingekommen :)

    Politiker sind wie Windeln, man sollte sie oft wechseln, und aus den gleichen Gründen! (Mark Twain)

  • Ich habe jetzt mal eine Frage an die Community: Wir haben nach dem Nordderby die Diskussion gehabt, warum der VAR am Schluss eingesetzt wird. Ich finde, dass wir doch hier bei diesem Spiel, bei dieser Schlussszene genau sehen, warum die Aufregung damals so groß war. Weil es eben Willkür ist, wann man den VAR nutzt. Denn eigentlich wäre diese letzte Szene doch ebenfalls prädestiniert gewesen, den Videobeweis zu nutzen. Sie ist keineswegs so eindeutig, dass sich die SR sicher sein können. Warum sich also nicht absichern? Ich bin bei jedem, der sagt, dass wir es im Handball doch bitte nicht soweit kommen lassen sollen. Dass die Dinge auf dem Feld geregelt werden müssen. Aber dann muss es eben immer so gemacht werden. Und nicht einmal so und einmal so. Die Regelhüter und SR-Bosse dieser Welt werden nun wieder sagen, dass man die Entscheidung am Schluss vertreten kann und es keine Fehlentscheidung war (was ja auch nicht falsch ist). Jedoch kann man nicht nur über den Siebenmeter streiten, sondern meines Erachtens auch sich anschauen, ob Pekeler nicht vielleicht doch zu sehr Seesing umklammert und mit diesem Offensivfoul dafür sorgt, dass dieser zur Verteidigung von Köster zu spät kommt. Aber letztlich geht es mir darum nicht.

    Sondern einfach nur um diese Willkür, dass der Videobeweis mal in der letzten Szene angewendet wird und mal nicht ...

    Das lustige ist, dass die gleichen Protagonisten, die den Spielethread seinerzeit maßgeblich auf über 40 Seiten befeuert haben mit teilweise abenteuerlichen Einwänden, jetzt genau anders herum argumentieren und relativieren. Ist schon geile Folklore bei THW Beteiligung gerade.

    PS. Betrifft ausdrücklich einzelne User und nicht die gesamte THW Fanschaft!

    Für immer erster deutscher Championsleaguesieger!

    Magdeburg ist Handball, Handball ist Magdeburg. So ist das! (J.Abati)

  • Ich habe jetzt mal eine Frage an die Community: Wir haben nach dem Nordderby die Diskussion gehabt, warum der VAR am Schluss eingesetzt wird. Ich finde, dass wir doch hier bei diesem Spiel, bei dieser Schlussszene genau sehen, warum die Aufregung damals so groß war. Weil es eben Willkür ist, wann man den VAR nutzt. Denn eigentlich wäre diese letzte Szene doch ebenfalls prädestiniert gewesen, den Videobeweis zu nutzen. Sie ist keineswegs so eindeutig, dass sich die SR sicher sein können. Warum sich also nicht absichern? Ich bin bei jedem, der sagt, dass wir es im Handball doch bitte nicht soweit kommen lassen sollen. Dass die Dinge auf dem Feld geregelt werden müssen. Aber dann muss es eben immer so gemacht werden. Und nicht einmal so und einmal so. Die Regelhüter und SR-Bosse dieser Welt werden nun wieder sagen, dass man die Entscheidung am Schluss vertreten kann und es keine Fehlentscheidung war (was ja auch nicht falsch ist). Jedoch kann man nicht nur über den Siebenmeter streiten, sondern meines Erachtens auch sich anschauen, ob Pekeler nicht vielleicht doch zu sehr Seesing umklammert und mit diesem Offensivfoul dafür sorgt, dass dieser zur Verteidigung von Köster zu spät kommt. Aber letztlich geht es mir darum nicht.

    Sondern einfach nur um diese Willkür, dass der Videobeweis mal in der letzten Szene angewendet wird und mal nicht ...

    Grundsätzlich bin ich bei dir. Gibt halt keine klare Linie. Ähnlich wie beim Fußball. Gestern war die Sache aber relativ eindeutig. Köster wird frei vor dem gegnerischen Torwart unter anderem in den Wurfarm gegriffen. Klarer 7m. Die Aktion von Pekeler ist mir zu wenig. Dann haste jedes Spiel 20 Offensivfouls. Bin aber auch sowieso dafür, die Sonderregelung im Hinblick auf den VAR am Ende des Spiels abzuschaffen. Dann erspart man sich die ein oder andere (oft berechtigte) Diskussion.

  • Ohne das Spiel gesehen zu haben ( noch nicht) wenn ich alleine auf die Statistik schaue was Strafzeiten und Siebenmeter angeht kann man durchaus von Heimschiedsrichtern sprechen???

    Die wichtige Relativierung kommt in deinen ersten sechs Wörtern. Wer das Spiel gesehen hat, wird dir davon berichten, dass die Löwen - trotz der vielen Gegentore und der vielen Paraden - eine recht robuste Abwehr gestellt, mit einer Körperlichkeit, die dem THW teilweise leider fehlte.

  • Die Schiedsrichter waren sich ihrer Sache sicher; auch wollten sie endlich Feierabend haben.

    Im Nordderby hat der eine SR sofort gesehen, dass Makuc wohl einen Schrittfehler gemacht hatte, und sofort nach dem Tor die Überprüfung angezeigt. Das Tor wurde korrekterweise zurückgenommen. Gestern haben die SR den Griff an den Wurfarm gesehen (den man auch im Video klar sieht), der den Wurf von Köster eindeutig einschränkt, und haben ebenfalls entsprechend entscieden. Beide Entscheidungen waren richtig.

    Beim Nordderby war ein wesentlicher Diskussionspunkt die sehr unausgewogene Bewertungslinie der SR, z. B. am nahezu identischen und auch im Blickfeld der SR klar zu erkennenden Schrittfehler vor dem Flensburger Augleich 35 Sekunden vor dem Ende.

    Gestern war es insgesamt schlichtweg Pech für die Löwen.

    Einmal editiert, zuletzt von thebrake (16. Oktober 2026 um 12:53)

  • auch wollten sie endlich Feierabend haben.

    Um es im Stile von Frau Rottenmeier zu sagen: Also bitte!

    Das ist böse unterstellt. Insgesamt haben sie nicht schlecht gepfiffen, waren aber leicht ängstlich gegen Kiel zu pfeifen, wenn es unpopulär geworden wäre im Sinne des Publikums. Deutlich zu sehen bei der seltsam anmutenden Ermahnung an Aspenbäck, als dieser sich emotional an seine Fans wendet nach herausgeholtem 7m. Wann gab es denn dafür mal Worte vom Schiedsrichter? Kurz danach, gleiche Szene auf der anderen Seite, Köster erhält den 7m und feiert das ab und es wurde nichts gesagt.

    Das erklärt für mich den Pfiff am Ende, der Schiedsrichter wollte keine Zweifel haben.

    Ich bin ja nicht der schnellste und ich bin auch nicht der stärkste, aber vielleicht bin ich ein schlauer Spieler. (JG24)

  • Deutlich zu sehen bei der seltsam anmutenden Ermahnung an Aspenbäck, als dieser sich emotional an seine Fans wendet nach herausgeholtem 7m. Wann gab es denn dafür mal Worte vom Schiedsrichter?

    Das fanden wir in der Halle auch seltsam. Das lag wohl auch daran, dass die Fans der Löwen in der Halle mangels Menge eben - um deine Worte aufzugrefen - nicht "deutlich zu sehen" waren. Aspenbäck hat sie den SR dann ja gezeigt. Insgesamt war das alles überflüssig.

  • Im Nordderby hat der eine SR sofort gesehen, dass Makuc wohl einen Schrittfehler gemacht hatte, und sofort nach dem Tor die Überprüfung angezeigt. Das Tor wurde korrekterweise zurückgenommen. Gestern haben die SR den Griff an den Wurfarm gesehen (den man auch im Video klar sieht), der den Wurf von Köster eindeutig einschränkt, und haben ebenfalls entsprechend entscieden. Beide Entscheidungen waren richtig.

    Beim Nordderby war ein wesentlicher Diskussionspunkt die sehr unausgewogene Bewertungslinie der SR, z. B. am nahezu identischen und auch im Blickfeld der SR klar zu erkennenden Schrittfehler vor dem Flensburger Augleich 35 Sekunden vor dem Ende.

    Gestern war es insgesamt schlichtweg Pech für die Löwen.

    Griff in den Wurfarm hat nichts mit 7m oder nicht zu tun. Indiz für 7m ist Verhinderung einer klaren Torgelegenheit oder Abwehr im Kreis zu Beginn der Abwehraktion. Beides lag nicht vor. Ich sehe es auch so, hier hätte der Schiedsrichter zum Video gehen MÜSSEN

  • Griff in den Wurfarm hat nichts mit 7m oder nicht zu tun. Indiz für 7m ist Verhinderung einer klaren Torgelegenheit oder Abwehr im Kreis zu Beginn der Abwehraktion. Beides lag nicht vor. Ich sehe es auch so, hier hätte der Schiedsrichter zum Video gehen MÜSSEN

    Was für ein absoluter Unfug.

  • Griff in den Wurfarm hat nichts mit 7m oder nicht zu tun. Indiz für 7m ist Verhinderung einer klaren Torgelegenheit...

    Lies doch bitte genauer, was du zitierst! Ich habe geschrieben: "Gestern haben die SR den Griff an den Wurfarm gesehen (den man auch im Video klar sieht), der den Wurf von Köster eindeutig einschränkt, und haben ebenfalls entsprechend entschieden."

    Wovon also reden wir?

  • Also ich finde die ganze Diskussion um den THW sehr merkwürdig.

    Vielleicht habe ich ja meinen Handballverstand verloren, aber die Kieler spielen diese Saison einen absolut ansehnlichen Handball.

    Ein Problem ist die Konstanz. Aber der Handball lässt sich doch überhaupt nicht mehr, mit dem Jichaschen 7 vs 6 vergleichen. Der THW findet sehr oft, in unterschiedlichen Besetzungen und Taktiken sehr gute spielerischen Lösungen. Einzig die Abschlussschwäche, macht die Arbeit zunichte.

    Wie gut teilweise das 6 vs 6 mit vier Rückraumspielern funtioniert finde ich erstaunlich. Dazu schaffen sie es, fast jedes Spiel eine bewegliche meist offensive Abwehr zu stellen, der die Gegner nur das 7 vs 6 entgegenstellen können.

    Punktemässig ist auch alles im grünen Bereich. Wenn man die Kommentare so liest, könnte man meinen der THW ist endgültig im Mittelmaß versunken...

    Sorry, wenn irgendwann die Eingespieltheit da ist, kommt auch eine höhere Konstanz. Ich bin sehr gespannt auf die Rückrunde. :cool:

    Ich hätte nicht gedacht dass ich das mal sage, aber es macht mir tatsächlich Spaß in der Ostseehalle Handball zu gucken. Die Spiele sind spannend und auch das Publikum hat diese Saison irgendwie einen ganz anderen Spirit.
    Ich habe z.B. noch nie erlebt das die Ostseehalle so oft und lange aufgestanden ist. :thumbup:

  • Sehe ich komplett anders. Das Foul fängt deutlich vor sechs Meter an, er drückt die Abwehrspieler in den Kreis.

    Seesing greift ihm doch bei der Wurfbewegung als zweiter hinzueilender Verteidiger in den Arm und behindert hierbei den Abschluss maßgeblich.

  • Sehe ich komplett anders. Das Foul fängt deutlich vor sechs Meter an, er drückt die Abwehrspieler in den Kreis.

    Wenn das in der Realität tatsächlich ein Kriterium wäre, dann gäbe es allerdings wohl nur noch halb so viele 7m. Kriterium ist wohl eher , dass das wirken der Angreifers bis zur Entscheidung regelkonform ist und die Behinderung/das Foul erst im 7m würdigen Bereich zum tragen kommt.

  • Sehe ich komplett anders. Das Foul fängt deutlich vor sechs Meter an, er drückt die Abwehrspieler in den Kreis.

    Ich glaube, Ihr redet von zwei unterschiedlichen Fällen. Das was Du schreibst, bezieht sich auf die Abwehr im Kreis, die nicht zu einem Siebenmeter führen soll, wenn die Situation vor dem Kreis beginnt und der Abwehrspieler erst im Laufe der Situation in den Kreis gedrängt wird. Danach hätte es im aktuellen Spiel wohl in der Tat keinen Siebenmeter geben dürfen.

    Andere meinen, dass der Abwehrspieler Köster am Wurfarm behindert und dadurch eine klare Torgelegenheit vereitelt habe. Dann wäre das natürlich ein Siebenmeter, ganz egal wo die Situation anfängt und aufhört.