Nur interessehalber, und nur als ein Beispiel, das sicher auch für einige andere HBL-Vereine gilt: Ist das eine Forderung, die auch an den THW gerichtet ist, der ja ohne CL-Teilnahme einen deutlichen Verlust einfährt, wie zuletzt mehrfach zu lesen war? Damit setze ich absolut nicht den THW und den HSV irgendwie gleich; das liegt mir fern! Mir geht es lediglich um die Forderung, die Ausgabenseite zuerst zu reduzieren, wenn ein Minus auftritt.
Natürlich ist ein Wettrüsten auf Kredit nicht gut für die Liga.
Die Frage ist, ob es einen wirksamen Plan gibt die Verluste zu kompensieren. Beim THW Kiel wurden meines Wissens die Verluste bislang von den Gesellschaftern ausgeglichen. Die MT Melsungen hat lange Zeit jährlich Verluste in Millionenhöhe erwirtschaftet, aber dies wurde durch Kapitaleinlagen von Frau Braun-Lüdicke ausgeglichen.
Wie man der Presse entnehmen kann, finden beim THW Kiel aktuell rege Debatten zur Ausrichtung des Vereins statt. Entweder schafft man es zeitnah sportlich wieder in die Champions-League, um den aktuellen Kader zu finanzieren, oder der Kader wird mittelfristig an die reduzierten wirtschaftlichen Möglichkeiten angepasst werden. Das ist genau der Schritt, den der HSV Hamburg bislang nicht bereit war zu gehen.