THW Kiel Teamthread

  • Mit etwas Abstand: Der Berg kreisste und gebar eine Maus. Zwei Wochen intensive Analyse führten zum Minimalergebnis „wir trennen uns vom Trainer“. Der GF darf für ihn gesichtswahrend erzählen, dass die Verlängerung kein Fehler war, die vergurkte Kaderpolitik mit wieviel?
    Mittdreißigern, von denen drei noch im letzten Jahr verlängert wurden, wird nicht thematisiert und dass da immer drei Gestalten auf der Bank saßen, gerät auch in den Hintergrund. Eigentlich ein Traumjob: Man wurstelt als GF so vor sich hin, gibt Politikerstatements ab und die Gesellschafter schieben Geld nach. Das Einzige, was man VS glauben kann, war, dass es für ihn persönlich weh tat, seinen Freund zu entlassen. Aber nicht weh genug, um zu sagen, dass der wesentliche Gestalter der letzten Jahre eigentlich er selbst war.

    Man kann nur hoffen, dass sich der AR mehr Handballnetzwerk zulegt, um künftig handlungsfähiger zu werden. Wäre zu schön, wenn es nicht bei der Maus bliebe.

  • Mit etwas Abstand: Der Berg kreisste und gebar eine Maus. Zwei Wochen intensive Analyse führten zum Minimalergebnis „wir trennen uns vom Trainer“. Der GF darf für ihn gesichtswahrend erzählen, dass die Verlängerung kein Fehler war, die vergurkte Kaderpolitik mit wieviel?

    Für mich ist der Trainerwechsel ein erheblicher Einschnitt, der hoffentlich zur Umkehr des Abwärtstrends der Rückrunde führt. Ich gebe Börge Lund auch erstmal eine Chance und ausreichend Zeit dafür.

    Ob der GF gesichtswahrend etwas erzählen darf oder nicht, was ändert das? Ebenso wenig bringt es, die Fehler der Kaderpolitik allein dem GF zuzuschreiben. Auch der aktuelle AR und der Trainer waren beteiligt.

    Wenn man wirklich daraus Lehren ziehen wollte, müsste sich zunächst der AR anders zusammensetzen, und zwar mit deutlich mehr handballerischer Kompetenz.

  • Es wird nicht besser, alles zig-Mal zu wiederholen. Jetzt haben die Kritiker den Trainer geschafft, jetzt wird es doch auch bald noch für den GF reichen?

    Und der neue Trainer ist noch nicht mal angekommen und wird zumindest teilweise schon wieder schlecht geredet.

    Leute, lasst jetzt mal die Kirche im Dorf, wir werden sehen, wohin der Weg führt, ich bin ziemlich sicher, dass es in der neuen Saison wieder deutlich nach oben gehen wird, wie weit, da hilft leider auch kein Blick in die Glaskugel.

    Wird Zeit, dass es bald wieder los geht.

  • Wäre ja auch ziemlich Blöd Sprenger dazu Freizustellen mit Vertrag bis 2028, die Payroll wird nicht kleiner und Sprenger macht ja noch Jugendarbeit im Hintergrund. Also wird es Lund, als Spieler schon sehr Solide. War als RM schon kein Schlechter aber er konnte auch in der Abwehr super spielen. Kann mich erinnern im CL Finale 2008 im Hinspiel gegen Ciudad Real war er einer der besten Spieler von Kiel, leider waren wir im Rückspiel zu selbstsicher und haben den Pott verspielt. Die Vertragslaufzeit von zwei Jahren bis 2028 sind jetzt nicht von Absoluter Überzeugung, aber vielleicht macht Lund den Kompany und wir feiern VS für diesen Trainer. Sollte es nicht klappen wäre GVS vielleicht zu haben. Aber erstmal willkommen Börge Lund!

  • 2008 wurde das Rückspiel nicht verloren, weil die Spieler sich zu sicher waren sondern weil sie dem Erwartungsdruck des Publikums nicht standhielten. Das war ne eigenartige Stimmung damals in der Halle.

    Jag går och fiskar

    och tar en tyst minut

  • Ich kann mich als Außenstehender natürlich nur sehr bedingt zu internen Dinge äußern, sondern nur die Ergebnisse beurteilen.


    Das führt dann eben oft zu dem klassischen „nachher hat man es meist vorher gewusst“! Das ist aber eben auch das Privileg der Fans!


    1. Jicha ist es seit Jahre nicht gelungen eine Mannschaft zu formen, die modernen Handball spielt bzw. In die Richtung entwickelt. Eine Veränderung war überfällig. Den Versuch mit Lund finde ich okay, weil es auch schlicht keine Alternativen gab!


    2. auf mich wirkten Spielertransfers in den letzten Jahren extrem unglücklich. Lücken wurden zu spät geschlossen oder man lag oft daneben. Zudem erachte auch ich die vielen Verlängerung der Ü Spieler als fragwürdig! Das könnte aber auch Teil des Problem sein, dass man scheinbar kein Netzwerk hat und nicht zeitnah reagieren kann oder einfach mies plant. Die getätigten Transfers sehe ich positiv, wenn gleich ich nicht einschätzen kann, ob da ein Konzept verfolgt wurde oder willkürlich verfügbare Namen verpflichtet wurde. RR bleibt eine Baustelle und Fischer kommt zu spät!


    3. Auch bei der finanziellen Entwicklung scheint der THW weiter an Boden zu verlieren. Das meine ich nicht im Bezug auf fehlenden CL Einnahmen, sondern die Akquise von Neuen Sponsoren und dem Ausbau von Partnermodellen. Punkt 3 ist für mich der entscheidende Punkt. Und da sehe ich Kiel nicht gut aufgestellt. Hanning und ehemals Kretsche sind bzw. Waren da einfach andere Aushängeschilder! Diese Lücke muss man dringend schließen.

    Einmal editiert, zuletzt von NoahHarbeck (29. Juni 2026 um 08:37)

  • Wäre ja auch ziemlich Blöd Sprenger dazu Freizustellen mit Vertrag bis 2028, die Payroll wird nicht kleiner und Sprenger macht ja noch Jugendarbeit im Hintergrund….

    Für mich darf bei solch wichtigen Positionen nicht das Argument der Payroll kommen!!


    Wir sprechen nicht über den Busfahrer oder einen Minijobber. Käme der AR zur Einschätzung das Person X oder Y der Aufgabe nicht (mehr) gewachsen ist, dann muss man handeln.


    Das gilt natürlich vor allem für Trainer und GeFü. Ich persönlich traue Sprenger durchaus zu Teil der Lösung zu sein, wenn er bereit ist mit Börge neue Dinge anzustoßen!


    Den eine Sache sollte wohl klar sein. Es geht in erster Linie nicht um Jichas Kopf, sondern um ein nicht mehr zeitgemäßes System UND, so ehrlich muss man auch mal sein, eine zu „satte“ Mannschaft (mir ist kein besseres Wort eingefallen, aber das Team hat am Ende auch nicht das geliefert was man erwarten darf!! Jicha hat die Spiele sicherlich nicht alleine verloren, sondern die Mentalitätsfrage darf ebenso wie die Qualitätsfrage gestellt werden!!)

  • zur "Mentalität" (eines Trainers) gehört es aber auch, mal eingelaufene Wege zu verlassen und Mut zu Neuem zu haben. Vor allem dann, wenn der alte Weg bereits einige Jahre ausgetrampelt ist. Mentalität ist nicht nur vorne dem TW die Birne wegballern und hinten Rippen zu brechen, sondern im Kopf: beginnen zu denken und sagen, was nicht passt (Spieler) und sehen was nicht passt (Trainer). Jicha wurde zurecht freigestellt. Da braucht mir jetzt niemand mit "aber die Spieler..." kommen. Seitenlang haben wir es gefordert und herbei geredet und jetzt ist es soweit. Endlich! Jicha und VS haben die Karre an die Wand gefahren. Punkt. Einer ist weg und der andere hoffentlich bei nächster Gelegenheit. Vorgänger hat man tlw nicht so lange im Amt gelassen.

    Heute ist der erste Tag vom Rest des Lebens

  • "Im Angriff ist er jemand, der vielen skandinavischen und deutschen Trainern ähnelt: Sie lieben es, die Nummer 3 und die Nummer 4 viel anzugreifen", sagt Serradilla. Lund gehe offensiv nicht gerne Risiken ein: "Er spielt lieber auf Nummer sicher."


    Der Norweger setze auf viele Eins-gegen-Eins-Situationen - ähnlich wie es der SC Magdeburg unter Coach Bennet Wiegert tut. Der SCM-Rückkehrer Serradilla sagt über Börge Lund: "Ich glaube, er liebt die risikofreie Spielweise von Magdeburg. Einfach spielen, aber aggressiv."


    Handball: Wie Magdeburg? Das ist die Spielidee des neuen Kiel-Trainers Börge Lund
    Der THW Kiel ist die erste Trainer-Station von Börge Lund in der Handball-Bundesliga. Welche Art Handball lässt der Norweger spielen? Sein Ex-Spieler Antonio…
    www.handball-world.news
  • Felix Höppner ist eines der größten Handballtrainer-Talente Deutschlands.
    Höppner, der Quereinsteiger! Bis zur U15 spielte der gebürtige Oldenburger Handball und Fußball parallel auf Landesauswahlebene. Dann stand er vor der Entscheidung, zu priorisieren. Die Wahl fiel auf den Fußball. Er wechselte zum VfB Lübeck statt zum VfL Bad Schwartau. Doch schon früh bremsten ihn Verletzungen aus. Mit 17 Jahren musste er nach Kreuzbandrissen und Knorpelschäden seine aktive Fußballer-Karriere beenden. Die Leidenschaft für den Sport indes blieb.

    „Es war aber nie mein Ziel, als Trainer durchzustarten“, erklärt Höppner rückblickend. „Irgendwie bin ich in die Sache hineingestolpert.“ Nach dem Abitur hatte er sich beim THW Kiel für ein Freiwilliges Soziales Jahr beworben, weil er weder sofort in ein Studium noch in eine Ausbildung starten wollte.
    Im September muss er jetzt seine Masterarbeit abgeben. Dafür untersucht er, wie sich Talententwicklung im Handball in verschiedenen Vereinssystemen unter verschiedenen Parametern unterscheidet. „Ich vergleiche Philosophien und Methodiken von monosportlichen Handballabteilungen im Vergleich zu Multisportvereinen“, erläutert Höppner. Doch neben seiner Masterarbeit und der Vorbereitung auf die neue Saison absolviert der 24-Jährige auch noch seine Trainer-A-Lizenz.

    Schließlich stehe er nicht jeden Morgen auf, um „Nachwuchstrainer des Jahres“ zu werden, sondern weil ich Jungs oben in den Profibereich bringen will". So wie es ihm mit Rasmus Ankermann, Johan Rohwer, Tobias Dengler, Jarnes Faust, Connar Battermann, Henri Pabst und Linus Kutz bereits gelungen ist. Zu diesem Karrieresprung will auch Höppner selbst irgendwann im Handball ansetzen. Doch den Gedanken schiebt er noch weit weg. Es gibt noch Zwischenziele: Master, A-Lizenz, Profis entwickeln. Höppner, der Bessermacher!

    Quelle KN

    🦓🦓🦓🦓🦓🦓 auf dem Feld reichen 🦓 muss ins Tor

  • Von Jan-Phillip Wottge 01.07.2026

    Albstadt. Im August vergangenen Jahres schnappten sich die U19-Junioren in Ägypten den Weltmeistertitel. Mittendrin: Rasmus Ankermann. Jetzt führt der 18-Jährige die U20-Auswahl als Kapitän zur Europameisterschaft nach Rumänien (8. bis 19. Juli). Im Schlepptau hat er ein weiteres Zebra. „Wir wollen den Weltmeistertitel des Vorjahres bestätigen“, gibt Ankermann die Marschroute aus. Beim Vorbereitungsturnier schüttelten sie die kurze Spielpause nach dem Saisonende aus den Beinen, mussten aber auch Rückschläge verkraften: Spielmacher Linus Schmid zog sich gegen Spanien eine Sprunggelenksverletzung zu. Seine EM-Teilnahme ist fraglich. Derweil werden mit Tim Schröder und Max Heydecke zwei der drei Weltmeister-Kreisläufer sicher fehlen. Doch die Schützlinge vom Bundestrainer steigerten sich, besiegten Frankreich und die Schweiz. Ein Kieler betrieb besondere Werbung in eigener Sache: Johan Rohwer. Der 19-Jährige wurde nicht nur im Spiel gegen die Schweiz zum „Player of the match“ gekürt, sondern ist mittlerweile unverzichtbarer Part des deutschen Mittelblocks. Mit seiner eigenen Performance bei war Ankermann hingegen überhaupt nicht zufrieden. Selbstkritisch gibt er zu: „Meine Leistung hat nicht gepasst, es waren nicht meine Tage.“ Das habe er jedoch weggesteckt. Als Kapitän der Rasselbande geht er jetzt voran. „Es ist ein bisschen wie eine Klassenfahrt mit dem vollen Fokus auf Handball“, schwärmt Ankermann bereits während der Vorbereitung über den Teamgeist. Denn: Die Chemie stimmt bei den U20-Junioren nicht nur auf dem Handballparkett, sondern auch abseits dessen. Nach dem Vorbereitungscamp in Albstadt dürfen die Youngsters nochmals zwei freie Tage bei ihren Familien genießen, ehe am 8. Juli die EM beginnt. Bereits der Auftakt hat es dann in sich. „Wir haben eine Knallergruppe erwischt mit den Vorrundenduellen

    gegen Frankreich (8. Juli, 16 Uhr)

    gegen Portugal (9. Juli, 16 Uhr)

    Griechenland (11. Juli, 11 Uhr) .

    Nur die beiden Gruppenbesten qualifizieren sich für die Hauptrunde. „Das wird interessant. Und es wird sich sofort zeigen, welches Potenzial wirklich in uns steckt.“ Ankermann hofft auf ein Sommermärchen reloaded.


    Quelle KN

    🦓🦓🦓🦓🦓🦓 auf dem Feld reichen 🦓 muss ins Tor