HSG Nordhorn-Lingen zurück in der 2. Liga

  • Die letzte erfolgreiche „Einstweilige“ war glaub tatsächlich die vom HBW, welche damals den Verbleib in der 1. Liga gesichert hatte und zu einer Saison mit 19 Mannschaften führte. Allerdings wurde diese Verfügung bereits am 30.06., also vor Saisonbeginn erwirkt.

    Die HBL hat ein Problem damit Fehler in ihrem System und auch durch handelnde HBL-Gremien/Personen gemachte Fehler zuzugeben und versucht dann durch Mauscheleien das ganze möglichst unter den Teppich zu kehren.

    Auch ich habe gar nichts gegen NOL und finde sowas insbesondere für die Fans extrem bitter - halte die Vorgehensweise von Krefeld aber für richtig und hoffe, dass die Wahrheit auf den Tisch kommt, mit allen Konsequenzen - insbesondere hoffe ich, dass es endlich auch mal zu Konsequenzen bei der HBL führt - glaube aber nicht daran

    Handball ist mehr als Rock`n´Roll...it`s HEAVY METAL :smokin:

  • Wieso hast du bei der Hamburg-Situation darauf beharrt, dass erstmal die Unschuldsvermutung gilt und bei Nordhorn nicht?

    Ich schätze Dich durchaus, wenn auch nicht diesen Privatkrieg.

    Für die Unschuldsvermutung darf es gern auch Indizien geben. Bisher ist nicht bekannt, dass Nordhorn auch nur einer der Vorwürfe widersprochen hat. Das wäre schon das Minimum.

  • Ich schätze Dich durchaus, wenn auch nicht diesen Privatkrieg.

    Für die Unschuldsvermutung darf es gern auch Indizien geben. Bisher ist nicht bekannt, dass Nordhorn auch nur einer der Vorwürfe widersprochen hat. Das wäre schon das Minimum.

    Für mich ist es nicht nachvollziehbar warum in den beiden Fällen völlig gegensätzlich geschrieben wird und entsprechende Nachfragen unbeantwortet im Raum stehen bleiben.

  • Klar, den Punkt hast Du in den letzten Tagen sehr deutlich gemacht.

    Wobei ich - als Außenstehender, der für Hamburg zu spät eingestiegen ist - schon der Meinung ist, dass es Unterschiede gibt. Und sei es die, die Du nicht akzeptierst. ;)
    Solche Dinge wie Marktmacht und Bedeutung.

  • Für mich ist es nicht nachvollziehbar warum in den beiden Fällen völlig gegensätzlich geschrieben wird und entsprechende Nachfragen unbeantwortet im Raum stehen bleiben.

    Mir entzieht sich die Logik auch nicht. Aber wenn keine Erklärung kommt, dann ist das halt so.

  • Erwartest du eine Antwort von der HBL? Ich nicht

    Ganz ehrlich: Ja, ich erwarte ein professionelles Statement, das vollständig und transparent mit allen im Raum stehenden Versagensmomenten seitens der Kommission aufräumt oder - sofern das nicht geht, weil de facto versagt wurde - seriöse Konsequenzen zieht und Mechanismen verankert, die einen Wiederholungsfall verunmöglichen. Wir alle sollten das erwarten. Ein resignatorischer Zynismus ist mEn nicht angebracht. Wir alle zahlen nicht wenig Geld für das Produkt deutscher Handball, sei es über Ticketkäufe, das Dyn-Abo oder Merchandise. Das Produkt deutscher Handball hat in diesem Fall eine eindeutige Bringschuld und mir wird zu viel über die HBL gespottet - gleichzeitig aber zu wenig Druck auf sie ausgeübt. Doch der Spott tut ihr nicht weh. Es ist eher an der Zeit, dass eine größer werdende Zahl an Personen, Vereinen und Medien klare Forderungen nach Aufklärung zu stellen beginnt. Daher begrüße ich beispielsweise die scharfe Berichterstattung der Sport Bild sehr, auch wenn ich zum Axel Springer Verlag prinzipiell eine Meinung habe, die zu äußern justiziabel wäre.

    Einmal editiert, zuletzt von Andi.Waffen57 (10. August 2026 um 20:49)

  • Hoffentlich stichelt die Bild bezüglich HBL Dilettantismus und -Schieberei noch nach!!!

    „Ich verachte Ihre Meinung, aber ich gäbe mein Leben dafür, dass Sie sie sagen dürfen.“ Voltaire

    Meinungsfreiheit ist essentiell und nicht verhandelbar!

    "Herr, sag mir was das Rezept für ein langes, zufriedenes Leben ist!" - "Streite dich nicht mit Hohlköpfen." - "Herr, ich bin anderer Meinung!" - "Da hast du Recht."

  • Bzgl. der EV sind wohl drei mögliche Szenarien realistisch:

    Szenario A: Krefeld bekommt die EV. Das Landgericht sagt sinngemäß - Die Sache ist so gravierend und die von der HBL selbst festgestellten Abweichungen sind so erheblich, dass Krefeld vorläufig zugelassen werden muss. Dann könnte es tatsächlich wieder zu einer 19er-Liga kommen. Das wäre die „Hammer-Variante“ – sie wäre durch den HBW-Fall nicht völlig ohne Präzedenz.

    Szenario B: Krefeld bekommt eine teilweise EV. Das Gericht könnte beispielsweise sagen „Krefeld spielt nicht direkt wieder 2. Liga.“ sondern ordnet zunächst eine Maßnahme an, die eine weitere Prüfung ermöglicht bzw. die HBL zu einer erneuten Entscheidung verpflichtet. Das wäre juristisch sicherlich wesentlich leichter zu begründen.

    Szenario C : Der Antrag wird abgelehnt. Das könnte insbesondere passieren, wenn das Gericht sagt - Die interne Drittanfechtung war der vorgesehene Rechtsweg und Krefeld hat die Frist versäumt. Oder aber die vorgelegten Informationen reichen im Eilverfahren nicht aus, um eine hohe Wahrscheinlichkeit der Rechtswidrigkeit der Nordhorn-Lizenz festzustellen.


    Schätze die Chance für einen Erfolg oder Teilerfolg (A oder B) für Krefeld auf 40% und 60% auf Ablehnung (C)

    Handball ist mehr als Rock`n´Roll...it`s HEAVY METAL :smokin:

  • Nächste Woche vor Gericht: Absteiger zofft sich mit Handball-Bundesliga | Sportmix | Sportbild.de

    Zitat

    Montagabend veröffentlichten die Krefelder die nächste Pressemitteilung. Darin stehen Vorwürfe, die die im Fall Nordhorn gelebte Praxis der Lizenzvergabe sehr infrage stellen. Der Zweitliga-Absteiger formuliert unter anderem einen knallharten Vorwurf – den Verdacht auf Lizenzbetrug!

    „Nach Einschätzung der von der HSG Krefeld Niederrhein beauftragten Experten liegen schwerwiegende Indizien vor, die auf eine Täuschung der HSG Nordhorn-Lingen zum Zweck der Lizenzerteilung hindeuten.“

    Kommende Woche wird nun im Landgericht Dortmund verhandelt. Den Vorsitz wird nach aktuellem Stand Richter Prof. Dr. Gerhard Klumpe haben. Der Richter entschied 2023, die FIFA in Sachen Honorarobergrenzen für Spielervermittler (AZ: 8 O 1/23 (Kart)) in die Schranken zu verweisen. Entscheidet er pro Krefeld, steht die 2. Liga plötzlich mit 19 Klubs da. Wenn nicht, ist Krefelds Streit-Weg trotzdem noch nicht beendet.

    Schicks: „Das sind wir unserer Mannschaft, den Sponsoren, Fans und unserem gesamten Umfeld in Anbetracht der besonderen Umstände schuldig.“

  • Schon vorab meine Respektsbekundung für soviel Rückgrat!!! Ist selten heutzutage!

    :thumbup:

    „Ich verachte Ihre Meinung, aber ich gäbe mein Leben dafür, dass Sie sie sagen dürfen.“ Voltaire

    Meinungsfreiheit ist essentiell und nicht verhandelbar!

    "Herr, sag mir was das Rezept für ein langes, zufriedenes Leben ist!" - "Streite dich nicht mit Hohlköpfen." - "Herr, ich bin anderer Meinung!" - "Da hast du Recht."

  • Auszug aus einem aktuellen Interview des GF Jonker auf gnonline.de - zu den Vorwürfen äußert er sich aufgrund eines laufenden Verfahrens aber nicht.


    " Wir brauchen eine ganz neue HSG.

    Was bedeutet das konkret?

    Ich denke, da gibt es ein paar Säulen. Die eine ist ein stabiler und solider Gesellschafterkreis für die HSG Nordhorn-Lingen. Daneben brauchen wir Strukturen, die dafür Sorge tragen, dass sportlich und wirtschaftlich vernünftige und einhergehende Entscheidungen getroffen werden. Ich möchte einen Aufsichtsrat implementieren. Und die dritte Säule ist eine deutlich stärkere Verzahnung zwischen Breitensport, leistungsorientiertem Handball in der Jugend und den Profis.

    Zitat

    Die HSG ist nicht nur ein Handballklub, sondern auch ein mittelständisches Wirtschaftsunternehmen. Und so muss sie auch geführt werden.

    Außerdem müssen wir operativ besser werden, das heißt: Wir brauchen unter anderem ein funktionierendes Controlling. Die HSG ist ja nicht nur ein Handballklub, sondern auch ein mittelständisches Wirtschaftsunternehmen. Und so muss sie auch geführt werden. Sportlichen und wirtschaftlichen Erfolg kann man nicht voneinander trennen.

    In diesem Punkt hat es in der Vergangenheit offensichtlich gemangelt. Was macht die HSG diesmal anders?

    Ich habe in den vergangenen Wochen einen Sanierungsbeirat zusammengestellt, der unsere nächsten Schritte begleitet, unterstützt und auch überwacht. Dazu gehören Joachim Berends (Bentheimer Eisenbahn, die Red.), Jürgen Timmermann (früher Grafschafter Volksbank), Mark Linkert und der emsländische Unternehmer Dieter Barlage. Linkert und Barlage waren früher schon bei der HSG engagiert. Dieses Quartett soll noch um ein, zwei Personen ergänzt werden. Aber ich bin erst einmal froh, dass es die Bereitschaft erklärt hat, den Sanierungsprozess der HSG zu begleiten. Es geht ja nicht nur kurzfristig um das Finanzielle, sondern diese grundlegende Erneuerung der HSG. Im Beirat steckt viel Know-how. Ich finde, das ist ein wichtiges Signal für potenzielle neue Gesellschafter. Darum geht es doch: Wissen, aber auch Netzwerk und Vertrauen schaffen. "

    Zumindest für die mittelfristige Zukunft hört sich das nach einem stimmigen Konzept mit Aufsichtsgremien an. Ich hoffe, dass man die Herausforderungen kurzfristig in den Griff bekommt.

  • Hört sich alles sehr vernünftig an. Den Namen Barlage hatte ich schon komplett verdrängt. Er ist aber nicht derjenige, der die HSG komplett nach Lingen holen möchte, oder? Toll, dass man sich scheinbar auch mit dem alten Gesellschafterteam bzw. Marl Linkert zusammensetzt.

    Ich fand das Konzept, das Jonker vor einigen Monaten präsentierte, schon ganz gut und vernünftig.

  • Das klingt nach einem durchdachten Konzept. Vor allem die Implementierung eines Aufsichtsrates ist enorm wichtig. Auch die Verzahnung von Breitensport und Leistungshandball ist sicherlich der richtige Weg.