Was ist mit dem deutschen Fußball los?

  • Ich wünsche mir Felix Magath. Einer, der den lustlosen Pfeifen wie Havertz Beine macht, der sich - grade in dieser Situation - nicht vor unpopulären Entscheidungen sträuben wird. Einer, der wieder Fighter ins Team holt statt im wahrsten Sinne des Wortes Mitläufern. Wird es dadurch automatisch besser? Vielleicht, vielleicht auch nicht. Aber schlechter kann es kaum laufen. Vor der EM dann wie Otto mit den Griechen die Defensive stärken und Standardsituationen bis zum Erbrechen üben.

  • Ob die über 80 Millionen potentieller Bundestrainer sich nun bewerben mögen?

    Das werden sie mit Sicherheit nicht.... Die meisten von ihnen hat ja nicht mal einen Trainerschein.... Aber von der Couch kann man schon mal Trainer spielen ...

    2 Ex-Bayern Trainern haben sich wohl beworben....

  • Naja....mal gucken Euphorie und sich davon leiten lassen hat Flick erst in diese Position gebracht. Ich hoffe man denkt diesmal wirklich drüber nach, wer gute Voraussetzungen mitbringt.

  • Bei den Frauen gibt es jetzt also auch eine Nationsleague, deren Spiele die ARD und ZDF gerne im Vorabendprogramm zeigen. Für meinen Geschmack ist Fussball einfach viel zu präsent auf den Öffentlich-Rechtlichen.

  • Die öffentlich rechtlichen haben das Problem, dass wenn sie quer alles relativ gleichberechtig zeigen, die Einschaltquoten so niedrig sind, dass die Stimmen gegen die Zwangsgebühren noch stärker werden, als sie es ohnehin jetzt schon hin. Zeigen sie das, was Quote bringt, also Fußball, kommen sie ihrem eigentlichen Auftrag nicht wirklich nach, aber zumindest haben sie eine gewisse Rechtfertigung für die Gebühren. Insofern wäre das ganze Modell mit einer gewissen Verteilung der Sendezeit nur dann tragfähig, wenn es einen gesamtgesellschaftlichen Willen gäbe, für Inhalt zu bezahlen, der einen selber nur sehr selektiv interessiert. Jetzt beschwert sich zwar die relativ geringe Menge der Handball-Interessierten, aber die große Masse an Fußball-Interessierten ist zufrieden. Insofern müssen die öffentlich rechtlichen eigentlich wie ein Privatsender agieren, bekommen dafür aber auch noch Zwangsgebühren. Viel Sinn macht das nicht, aber das nicht wirklich die Schuld der öffentlich rechtlichen. Das ist sicher ein gut gemeintes Konzept, aber wie so häufig spielt die Praxis dann nicht mit.

  • Die Ö-R haben ja in erster Linie einen Bildungsauftrag. Auf die Übertragung von Sport bezogen könnte man das so interpretieren, dass "alle" Sportarten ausgewogen ins Programm kommen.

    Wenn man nur mit dem Argument Einschaltquote kommt, dann dürfte es nur noch so Sendungen wie Florian Silbereisen etc geben. Das mit Bildungsauftrag zu verbinden, fällt mir schwer.

    Ich wäre ganz rigoros: mehr Kunst und Kultur (ink. Sport in "ganzer" Breite), mehr Dokumentation, weniger Film, insb. weniger Serien, und v.a. weniger Volksmusik etc. Das darf dann auch einen Pflichtbeitrag kosten, denn so ein Programm kann nicht weitschaftlich sein, entspricht aber dem Bildungsauftrag.

  • Volksmusik gibt es doch schon lange nicht mehr im Fernsehen und soviel live-Fussball gibt es auch nicht.

    Sonntag gibt es auch wieder mal eine Direktübertragung eines Handball-Bundesliga-Spiels. Welcher ÖR zeigts? Der der den VereinsHandball vor 25-20 Jahren oft gezeigt hat.

  • Die Ö-R haben ja in erster Linie einen Bildungsauftrag. Auf die Übertragung von Sport bezogen könnte man das so interpretieren, dass "alle" Sportarten ausgewogen ins Programm kommen.

    Wenn man nur mit dem Argument Einschaltquote kommt, dann dürfte es nur noch so Sendungen wie Florian Silbereisen etc geben. Das mit Bildungsauftrag zu verbinden, fällt mir schwer.

    Ich wäre ganz rigoros: mehr Kunst und Kultur (ink. Sport in "ganzer" Breite), mehr Dokumentation, weniger Film, insb. weniger Serien, und v.a. weniger Volksmusik etc. Das darf dann auch einen Pflichtbeitrag kosten, denn so ein Programm kann nicht weitschaftlich sein, entspricht aber dem Bildungsauftrag.

    Genau das ist die Theorie. Aber was passiert in der Praxis bzw. was passierte, dass die ÖR sich mehr wie Privatsender verhalten haben. Nicht völlig, aber mehr. Die Privatsender kamen auf und man konnte sehen, wohin die Zuschauerentwicklung ging. Man konnte sehen, dass man nicht ganz so niveauvollem Programm viel mehr Zuschauer gewinnt als mit Qualität. Das muss man einfach realistisch sagen. Und damit einher ging die Frage: Wie behalten sie eine Relevanz, die eine gesellschaftliche Akzeptanz von Zwangsgebühren auf einem Level hält, dass diese Aufrecht erhalten werden. Und da muss man eben einfach sagen, dass die Bereitschaft der Leute, die sonst RTL II gucken, einen Sender zu finanzieren, auf dem wirklich so gut wie gar nichts läuft was interessiert, nicht wirklich vorhanden ist. Also versucht man den Spagat zwischen dem, was die Leute sehen wollen und dem, was dem eigentlichem Auftrag entspricht. Natürlich können die ÖR sagen: Wir machen nur oder fast ausschließlich das, was unser Auftrag ist, aber realistisch gesehen, spielen sie damit mit dem eigenen Leben.

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