• Kann mir vorstellen, dass man sich gegenseitig die Schuld gibt.

    Da hat Herr Holm im Interview ja schon mit angefangen. Als er Schauspielerei und Reklamierei als Ursache dafür anführte, warum es für die Schiris immer schwerer wird beim Videobeweis.

    Hast du das nicht auch als Problem erkannt?

  • Man hat diesen Videobeweis in drei Jahren (bis auf Details) nicht verändert.

    Das ist der Haupt-Unterschied zur Fußball-Bundesliga, wo man ihn schon in der ersten Saison massiv verändert hat.

    Man muss endlich handeln und diesen Videobeweis verändern!

  • Danke! Die Frage habe ich mir eben auch schon gestellt! Oder ist das teilweise so leise, dass man es im Fernsehen nicht hört? Kann aber ja eigentlich auch nicht sein.

    Hab' in den Spielen, die ich im TV gesehen habe, ziemlich genau auf die Schiedsrichter geschaut. Da hat niemand was verkündet.

    "Wenn man in ein Testspiel soviel hereininterpretiert hat man von Sport keine Ahnung." (Oldie50)

  • Bei unserem ersten Heimspiel gabs auf jeden Fall keine Durchsagen

    Bei uns auch nicht. Gab aber auch gar keinen Videobeweis 8)
    … nicht mal eine Hinausstellung. Das war echt mal wieder wohltuend, ein Spiel ohne ständige Unterbrechungen.

    🦓🦓🦓🦓🦓🦓 auf dem Feld reichen 🦓 muss ins Tor

  • Am Ende vom Spiel in Kiel gestern hätte ich gesagt, dass es nochmal eine Bestätigung war, für etwas, was im Rahmen der Diskussion auch schon durchgegangen ist, insofern, dass die Schiedsrichter weniger auf dem Feld entscheiden wollen, sondern sich alles lieber erstmal im Video angucken, bevor sie eine Entscheidung treffen.

  • Mich würde echt mal ne Unfrage unter HBL-Spielern zum Videobeweis interessieren.

    Ich tippe mittlerweile auf 70 bis 80 Prozent Ablehnung.

    Bei der HBW Umfrage sind 82 % der Telnehmer der Meinung, dass der Videobeweis das Spiel gerechter macht.

    (Sind natürlich nicht die HBL-Spieler, trotzdem eine Aussage)

  • Bei der HBW Umfrage sind 82 % der Telnehmer der Meinung, dass der Videobeweis das Spiel gerechter macht.

    (Sind natürlich nicht die HBL-Spieler, trotzdem eine Aussage)

    Du weißt ja aber auch, dass man solche Umfragen durch die Art der Fragestellung sehr leicht in bestimmte Richtungen lenken kann.

    Ich würde uneingeschränkt immer sagen, dass ein Videobeweis das Spiel gerechter macht.

    Das muss aber noch lange nicht heißen, dass die Art der Anwendung gerecht ist!!

  • Mich würde echt mal ne Unfrage unter HBL-Spielern zum Videobeweis interessieren.

    Ich tippe mittlerweile auf 70 bis 80 Prozent Ablehnung.

    Wundert mich nicht - wenn man so vehement und permanent sich gegen den Videobeweis positioniert wird man im eigenen Umfeld kaum noch Personen finden die Lust haben dagegen zu argumentieren. Nicht weil sie überzeugt wären sondern vielleicht eher weil sie es leid sind immer die selbe Leier zu hören.

    Im aktuellen Spiel war nicht der Videobeweis das Problem sondern die Regelung dass dies hier überprüft werden darf

    Möge die Macht mit Euch sein

  • Im aktuellen Spiel war nicht der Videobeweis das Problem sondern die Regelung dass dies hier überprüft werden darf

    Mit der Argumentation ist der Videobeweis nie das Problem. ;)

    Bezüglich der eigenen Blase, die die Wahrnehmung (mit)bestimmt, stimme ich Dir zu. Aus meiner Sicht trägt der Videobeweis (ich korrigiere, die Anwendung des Videobeweises^^) zur Enteierung der SR bei. Es ist nur ein kleiner Baustein, in einer insgesamt respektloser werdenden Welt.

  • Mich würde echt mal ne Unfrage unter HBL-Spielern zum Videobeweis interessieren.

    Ich tippe mittlerweile auf 70 bis 80 Prozent Ablehnung.

    Glaube ich gar nicht. Ich habe nach wie vor das Gefühl, dass der Videobeweis an sich für vorteilhaft und zielführend gehalten wird.

    Es sind natürlich immer die problematischen Situationen und Anwendungsbereiche, die die Diskussion aufbringen. Da ist ja der aktuelle Fall (letztes Aktion im Spiel THW-SGF) das beste Beispiel. Es hat eine Regelwidrigkeit vorgelegen und der Videobeweis wurde dem Reglement entsprechend angewendet. Trotzdem haben viele das Gefühl, dass das so nicht sein kann/soll.

    Und in der Tat fühlt es sich etwas komisch an, wenn gerade Schritte häufig nicht gepfiffen werden, das über 59 ½ Minuten viele Tore beeinflussen kann und die Schiedsrichter – überspitzt formuliert – sich bei einem knappen Spiel die letzten 30 Sekunden nochmal aus allen Perspektiven angucken, um zu schauen, ob nicht vielleicht doch jemand einen Fehler gemacht haben könnte.

    Das ist aber keine Frage des Videobeweises an sich, der meines Erachtens viele sinnvolle Anwendungsbereiche hat, sondern eine Frage des Reglements, ob man möchte, dass solche Situation derart überprüft werden können oder ob man nicht auch in den letzten 30 Sekunden auf die spontanen Tatsachenentscheidungen der Schiedsrichter vertrauen möchte. Das sollte man vielleicht schonmal diskutieren.

  • Glaube ich gar nicht. Ich habe nach wie vor das Gefühl, dass der Videobeweis an sich für vorteilhaft und zielführend gehalten wird.

    Es sind natürlich immer die problematischen Situationen und Anwendungsbereiche, die die Diskussion aufbringen. Da ist ja der aktuelle Fall (letztes Aktion im Spiel THW-SGF) das beste Beispiel. Es hat eine Regelwidrigkeit vorgelegen und der Videobeweis wurde dem Reglement entsprechend angewendet. Trotzdem haben viele das Gefühl, dass das so nicht sein kann/soll.

    Und in der Tat fühlt es sich etwas komisch an, wenn gerade Schritte häufig nicht gepfiffen werden, das über 59 ½ Minuten viele Tore beeinflussen kann und die Schiedsrichter – überspitzt formuliert – sich bei einem knappen Spiel die letzten 30 Sekunden nochmal aus allen Perspektiven angucken, um zu schauen, ob nicht vielleicht doch jemand einen Fehler gemacht haben könnte.

    Das ist aber keine Frage des Videobeweises an sich, der meines Erachtens viele sinnvolle Anwendungsbereiche hat, sondern eine Frage des Reglements, ob man möchte, dass solche Situation derart überprüft werden können oder ob man nicht auch in den letzten 30 Sekunden auf die spontanen Tatsachenentscheidungen der Schiedsrichter vertrauen möchte. Das sollte man vielleicht schonmal diskutieren.

    Und angenommen das Tor hätte gezählt, glaubst du wirklich, dass die Diskussion ( dieses Mal aus dem Lager Flensburg ) weniger groß ausgefallen wäre ?

    Jeder hätte gesagt "Es geht um so viel und dann entscheiden die einfach auf Tor ohne den VB zu nutzen ? Unglaublich. Jetzt haben wir durch ein irreguläres Tor verloren"

    Auch da interessiert dann keinen, was 59.30 vorher alles passiert ist

  • Und angenommen das Tor hätte gezählt, glaubst du wirklich, dass die Diskussion ( dieses Mal aus dem Lager Flensburg ) weniger groß ausgefallen wäre ?

    Jeder hätte gesagt "Es geht um so viel und dann entscheiden die einfach auf Tor ohne den VB zu nutzen ? Unglaublich. Jetzt haben wir durch ein irreguläres Tor verloren"

    Auch da interessiert dann keinen, was 59.30 vorher alles passiert ist

    Also bei mir hätte sich die Frage nicht gestellt. Ich war vom Nehmen des Videobeweises überrascht. Meine Vermutung war; prüfen auf Spielende oder Kreiseintritt Köster.
    Ich als Schiedsrichter hätte auf Tor entschieden.

  • Und angenommen das Tor hätte gezählt, glaubst du wirklich, dass die Diskussion ( dieses Mal aus dem Lager Flensburg ) weniger groß ausgefallen wäre ?

    Jeder hätte gesagt "Es geht um so viel und dann entscheiden die einfach auf Tor ohne den VB zu nutzen ? Unglaublich. Jetzt haben wir durch ein irreguläres Tor verloren"

    Auch da interessiert dann keinen, was 59.30 vorher alles passiert ist

    Völlig richtig. Daher wäre mein spontaner Gedanke, den Videobeweis für solche Entscheidungen grundsätzlich nicht heranzuziehen.

    Ich verstehe durchaus den Impuls, bei so engen Spielen, bei denen es kurz vor Schluss auf solche Kleinigkeiten ankommt, keine Fehler machen zu wollen. Auch ohne Videobeweis wird man auf Schiedsrichter einschlagen, wie sie denn den Schrittfehler oder den Eintritt nicht sehen konnten. Aber so läuft es ja das ganze Spiel über. Daher würde ich dafür plädieren, solche Situationen nicht zu überprüfen. Das es dabei zu Fehlentscheidungen kommt, ist klar. Aber die aktuelle Diskussion zeigt mir, dass auch die Möglichkeit des Videobeweises nicht nur positive Seiten hat.