Ablösung von nuLiga, Handball4all und Sportradar durch iSquad zur Saison 2026/2027

  • Nur nochmal zur Sicherheit, hab ich das richtig verstanden das jeder Offiziell und jeder Spieler SICH SELBST in dem System anmelden muß ansonsten gibt es keine spieberechtigung ?

    Wenn das so ist weiß ich das mein Kollege und ich ab start des Systems jeden menge Erklärungen und Arbeit vor uns haben bei ca. 8-10 Senioren und ca. 15 Jugend manschafften von Minis bis A-Jugend, und das wo wir selber noch keine Ahnung von dem ganzen drum und dran haben.

    Richtig verstanden.

    Immer weiterkämpfen!

  • Mal etwas ganz anderes: ich habe mir die Anmeldeseite angeschaut. Neben den persönlichen Daten wie Geburtsdatum und Adresse benötige ich ein Foto, bei Kindern, eine Geburtsurkunde oder bei Erwachsenen einer (Reise-)passnummer. Ich denke nicht, dass jede Person diese persönlichen Daten preisgeben will, denn damit ist auch ein gewisses Risiko verbunden. D.h. Im Umkehrschluss, dass alle, die das ablehnen weder spielen, noch ein anderes offizielles Amt im Verein innehaben dürfen.
    Ich denke die Daten wurden bisher sicherlich auch (zum Teil?) erhoben, aber wie sieht das mit dem Datenschutz aus? Immerhin ist das eine Grössenordnung an Daten, die jedem Hacker gefallen würde.

  • Mal etwas ganz anderes: ich habe mir die Anmeldeseite angeschaut. Neben den persönlichen Daten wie Geburtsdatum und Adresse benötige ich ein Foto, bei Kindern, eine Geburtsurkunde oder bei Erwachsenen einer (Reise-)passnummer. Ich denke nicht, dass jede Person diese persönlichen Daten preisgeben will, denn damit ist auch ein gewisses Risiko verbunden. D.h. Im Umkehrschluss, dass alle, die das ablehnen weder spielen, noch ein anderes offizielles Amt im Verein innehaben dürfen.
    Ich denke die Daten wurden bisher sicherlich auch (zum Teil?) erhoben, aber wie sieht das mit dem Datenschutz aus? Immerhin ist das eine Grössenordnung an Daten, die jedem Hacker gefallen würde.

    Der DHB hat einen Datenschutzbeauftragten. Der ist ja mit Sicherheit von Anfang an voll in das Projekt miteingebunden.

  • Der DHB hat einen Datenschutzbeauftragten. Der ist ja mit Sicherheit von Anfang an voll in das Projekt miteingebunden.

    Der DSB wird darauf achten, dass die Datenschutzerklärung rechtskonform ist, dass eine Widerspruchsmöglichkeit besteht, und dass ein Konzept vorliegt, das erklärt, wo die Daten gespeichert werden und wer darauf Zugriff hat. Dann passt das so.

  • Der DSB wird darauf achten, dass die Datenschutzerklärung rechtskonform ist, dass eine Widerspruchsmöglichkeit besteht, und dass ein Konzept vorliegt, das erklärt, wo die Daten gespeichert werden und wer darauf Zugriff hat. Dann passt das so.

    Na eben nicht. Eine (Reise-)passnummer ist nicht notwendig, zumal ein (Reise-) Pass auch abläuft/ungültig wird.

    Art. 5 DSGVO
    Grundsätze für die Verarbeitung personenbezogener Daten

    (1) Personenbezogene Daten müssen

    c)dem Zweck angemessen und erheblich sowie auf das für die Zwecke der Verarbeitung notwendige Maß beschränkt sein ("Datenminimierung");
  • Hallo, ich finde es gut, dass hier und nunmehr auch mal laut thematisiert wird, was auf die Vereine/Basis allein wegen der Handball-ID an Zusatzarbeit zukommt
    (nachdem der DHB Ende März beschlossen hat, iSquad nun einzuführen).

    Aber es wurden doch schon so viel an Daten migriert ins neue System (was welche denn?), weil die Piloten/Tester doch schon mit Echtdaten arbeiten/testen.
    Und dennoch müssen sich ALLE nochmals anmelden?

    - Ein Spieler ist mit seinem Bild und persönlichen Daten schon im (Pass-)System und wurde migriert. Was fehlt?
    __Seine Emailadresse? Wofür? War bisher auch nicht erforderlich.
    __Müssen unbedingt noch seine Persodaten/Geburtsurkunde ins System? Bei neueren Pässen musste/wurde die Geburtsurkunde doch sowieso schon mit eingereicht.
    Nun nochmals übertragen? Wozu (Verhältnismäßigkeit)? Der Spieler konnte/durfte bisher doch (ggf. schon jahrelang) schon am Spielbetrieb teilnehmen.

    - Ein Schiri ist mit Bild und persönlichen Daten und Emailadresse schon im System. Was fehlt?
    __Ein Lebenszeichen? Hier bin ich? Zwingend noch sein Perso/Geburtsurkunde?

    - Trainer, Betreuer, lokale Kampfgerichte (die vom Verband Angesetzten sind auch schon mit Personenangaben und Emailadresse im System):
    __Dieser Personenkreis muss scheinbar alles (und erstmalig) eingeben einschl. Foto und Perso. Ok, aber warum? Warum diese Komplettangaben?

    In mehreren Bundesländern beginnen die Sommerferien schon am 29.06. Davor laufen schon die Qualis mit Spielrechten, die zudem für die neue Saison gelten.
    Die Zeit wird eng.
    Es müssen bitte umgehend/sehr zeitnah weitere Infos zur Handball-ID vom DHB/von den Landesverbänden kommen.
    Auch wann die Anmeldemaske zur Verfügung steht.
    Wird es auch zeitnah eine zentrale FAQ zur Handball-ID geben?

    Ich kann mir vorstellen/Wunsch, dass der DHB solche Sachen/Infos schon intern vorbereitet hat
    (z.B. auch schon zu den Qualitätsmerkmalen der Fotos: Ähnlich streng wie bei PassOnline?).
    Nachdem nun der Beschluss zur Einführung gefallen ist, wünsche ich mir eine zeitnahe Veröffentlichung/Infos.


    Ergänzung:
    Können insgesamt nur Personen am Spielbetrieb teilnehmen, die eine Handball-ID haben?
    - Warum muss ein 5. Offizieller = Physio Ausweisdokumente im System hinterlegen, wenn er ansonsten nichts mit zu prüfenden Spielrechten oder Trainerlizenzen zu tun hat?
    - Was ist mit aushelfenden Eltern im Jugendbereich (auf der Bank), wenn der einzige Trainer sich am Samstagmorgen krankmeldet?

    Einmal editiert, zuletzt von f21dirk (2. April 2026 um 07:40)

  • Verbände und zeitnahe Veröffentlichung ist so eine Sache

    siehe Meldungen zu Aufstiegsrunden 2./3. Liga oder Ablauf der Quali (zumindest in BW und für JBLH) etc.

    Im Anfang war das Nichts - und das ist dann explodiert." (Terry Pratchett)
    1990 + 1974 - 1954 = 2010  (nur ein kleiner RECHENFEHLER)

  • Digitalisierung: Wie ein privates Unternehmen den Amateurbasketball kaperte
    Ein spanisches Unternehmen verwaltet die gesamten Daten des Amateurbasketballs in Deutschland. Wer an seine eigenen Statistiken rankommen möchte, muss zahlen.
    www.heise.de

    Leider hinter der Bezahlschranke, hier die wichtigsten Punkte:


    • Ein privates, spanisches Unternehmen betreibt die zentrale Plattform, die die Spielpläne, Ergebnisse und Statistiken fast des gesamten deutschen Amateurbasketballs verwaltet.
    • Durch diese Abhängigkeit vom externen Anbieter verlieren die Verbände und Vereine weitgehend Kontrolle über ihre eigenen Daten und sind bei Funktionsstörungen oder Produktänderungen ausgeliefert.
    • Der Artikel kritisiert, dass dabei kommerzielle Interessen und Abhängigkeiten aus dem Blickfeld geraten, obwohl diese Plattform faktisch die Grundlage für den Betrieb des Amateursports bildet.

    Das spanische Unternehmen, das die Daten‑ und Plattforminfrastruktur für den deutschen Amateurbasketball verwaltet, heißt NBN23.


    Das ist aber nicht das gleiche Unternehmen wie hier beim Handball, oder?

  • Polemischer Bullshit. Es gibt auch gut reibungslose Einführungen.

    Ansonsten wird hier diskutiert als ob die Welt untergeht.

    Dafür, dass du am Anfang dieses Threads auch mit Nichtwissen geglänzt hast, lehnst du dich nun aber richtig weit aus dem Fenster. Es gibt Nutzer hier im Forum, die dir bei Interesse bestimmt eine Bierkastenwette unterbreiten würden.

    Ich habe in unserem Verband die Einführung von nuLiga erlebt, davor SIS und davor gab's noch ein System. Da waren sogar Leute involviert, die zu DDR-Zeiten berufsmäßig damit beschäftigt waren, erschnüffelte Daten zu managen. Nichts davon hat problemlos funktioniert. Besonders der nuLiga-Start war enttäuschend, obwohl das System anderswo bereits im Regelbetrieb lief und damit eigentlich "nur" ein neuer Verband hinzukam.

    "Muss man nur skalieren" ist pure Theorie. In der Praxis merkst du erst im Regelbetrieb, an was die Entwickler alles nicht gedacht haben. Da helfen auch 500 Tester nichts. Bei nuLiga hatte man theoretisch auch Kenntnis davon, wann wie viele Spiele stattfinden. Trotzdem sind die Server abgeschmiert. Was bei 100 Vereinen noch funktioniert, kann bei 200 scheitern. Und da reicht unter Umständen kein "billiges" Skalieren mehr, sondern da muss über eine grundlegend andere Architektur nachgedacht werden.

    Ich habe schon mit Web- und Programmentwicklern am Tisch gesessen. Alle haben dir das Blaue vom Himmel versprochen und sind am Ende doch daran gescheitert, dass sie mit den Eigenheiten einer Firma nichts anfangen konnten. Da hat es nicht gereicht, ein Produkt von der Stange zu verkaufen. Die Firma hatte Eigenschaften, die berücksichtigt werden mussten. Und da stießen die Entwickler an ihre Grenzen. Nicht, was die technische Umsetzbarkeit anging. Aber sie haben sich die Aufgaben viel simpler vorgestellt.

    Von Leuten, die in ihren Firmen für die Einführung von SAP verantwortlich sind, hört man gern, dass sich nicht SAP an die Firma, sondern die Firma an SAP anpasst. Ist Handballdeutschland bereit, sich an ein (ursprünglich) spanisches System anzupassen oder kann dieses problemlos an die deutschen Eigenheiten angepasst werden? Der DHB umfasst über 4.200 Vereine bzw. über 21.000 Mannschaften, mit insgesamt 790.000 Mitgliedern. Wenn sich wirklich jeder persönlich im System anmelden muss, sind das 790.000 potenzielle Fehlerquellen.

    Was für mich ebenfalls relevante Faktoren sind: Die Sprachbarriere und die Lebensmentalität. Dass die Spanier es generell etwas lockerer sehen, ist Fakt. Wie sich das mit dem Bürokratiedenken verträgt, welches auch den deutschen Handball beherrscht, werden wir sehen.

    Und deshalb steht für mich fest: Nur weil ein System in einem anderen Handballland funktioniert, ist das kein Garant dafür, dass es mit den Gegebenheiten hierzulande klarkommt. Wer gern Zweckoptimismus verbreiten will, kann das gern tun. Aber hier mit "Bullshit" zur argumentieren, ist einfach nur billig.

    "Wenn man in ein Testspiel soviel hereininterpretiert hat man von Sport keine Ahnung." (Oldie50)

  • Was für mich ebenfalls relevante Faktoren sind: Die Sprachbarriere und die Lebensmentalität. Dass die Spanier es generell etwas lockerer sehen, ist Fakt.

    Deckt sich eben nicht mit meiner Lebenserfahrung und deshalb bin ich auch so angepisst.

    Und wenn ich schon derartige Pauschalisierungen lese. Ich bin beruflich an SAP Einführungen beteiligt, Die Hälfte geht recht reibungslos, ist aber auch deutlich komplexer als so ein Ligensystem.

    Projekte in Lateinamerika und auch Spanien bei mir liefen reibungslos.

    Du scheinst die Vorstellung zu haben, dass ein paar Hombres im Liegestuhl liegen und nebenbei etwas rumklimpern. ITler aus Spanien haben ein deutlich niedrigeres Gehalt als in Deutschland und erscheinen mir deutlich motivierter. Ich habe keine schlechten Erfahrungen gemacht.

    Wie ich schon Eingangs schrieb: Für diese Firma wird der Vertrag mit dem DHB vermutlich einen Umsatzverdoppelung bedeuten. Da muss man das Wachstum der Firma erst mal richtig steuern.

    Zitat

    • Der Artikel kritisiert, dass dabei kommerzielle Interessen und Abhängigkeiten aus dem Blickfeld geraten, obwohl diese Plattform faktisch die Grundlage für den Betrieb des Amateursports bildet.

    so what, was ist die Alternative? Soll der DHB das selber programmieren? Der Zug ist abgefahren bzw. wurde nie bestiegen.

    Natürlich besteht ein Risiko, dass die Plattform gehackt wird und die Datenbank einfach mal gelöscht wird. Das ist in der heutigen Zeit nun mal so. Da muss nur ein findiger Hacker was ausprobieren wollen. Und? gibt keine Alternative (nuliga ist genauso gefährdet). Und wenn es so kommen sollte wird sich auch die Liga weiterdrehen. Die Papierzettel für den Spielberichtsbogen liegen noch in den Schränken.

    Ich stellte nur fest, dass hier seit Tagen -ohne Not - über ungelegt Eier rumgelabert wird. MIt (ok aus aus IT-Sicht, man verzeihe meine Überheblichkeit) strunzdummen Argumenten wie "warum kein Parallelbetrieb".

    Saisonstart ist in 7 Monaten. Ich schätze man wird den Vereinen 12 Wochen zum reinklimmpern der Mitglieder zugestehen.

  • Nach meiner Lebenserfahrung, auch wenn ich kein alter Sack bin, stimmen die Plattitüden über andere Länder und andere Sitten eben doch. Vielleicht nicht bei jedem einzelnen, aber über den Kamm geschoren. Das geht schon in den Niederlanden los, dass dort gewisse Regeln lockerer gesehen werden als hier. Meine in Deutschland lebenden anatolischen Kunden gehen da dann gleich noch ein paar Schritte weiter.


    Der Verband wird sich mit der Umstellung etwas gedacht haben (Geld, Geld, Geld), aber natürlich wird es trotzdem zu einem gewissen Chaos kommen. Und wenn wir hier sehen wie schnell die Zeit vergeht und wie langsam reagiert wird... Und das ganze dann bei 700.000 Anwendern, von denen einige zig tausend auch einfach nicht wollen werden, wird es sicher zu witzigen Aktionen kommen. In den für mich relevanten Bereichen in den Jugendspielen bekommen wir das in der Praxis bestimmt hin. Warnungen abzubügeln ist aber contraproduktiv.

    Und wenn ich schon derartige Pauschalisierungen lese. Ich bin beruflich an SAP Einführungen beteiligt, Die Hälfte geht recht reibungslos, ist aber auch deutlich komplexer als so ein Ligensystem.

    Der ist mal geil. 50% gehen nichtmal "recht reibungslos". 50%, der von Profis für Profis vorgenommen Projekte haben massive Probleme? Na dann mal viel Glück uns allen.

  • Na Ja es gibt bestimmt auch reibungslose neu Starts von Systemen, meiner Erfahrung nach eher die Ausnahme :) , und wir werden uns da alle überraschen lassen müssen.

    Fakt ist das bei uns im HVNB im letzten Newsletter diese Woche gestanden hat das IScuad am 01.07.2026 an den start geht und das bis dahin noch faq . Leitfäden und alles andere an notwendigen Informationen veröffentlich werden sollen. Allein der Glaube fehlt mir noch ein wenig.

    Ich für meinen Teil Drücke alle Daumen die ich habe das bis zum Start des Spielbetriebs, bei und 08/09.26, mögliche Religationsspiele zur JHBL und den Jugend Regionalligen lasse ich da mal aus weil die sind meines Wissens 05/06.26, alle benötigten Personen bis dahin im System sind und die nötigen Berechtigungen haben, ansonsten wird es vielleicht ne menge Spielwertungen geben weil nicht teilnahmeberechtigte mitgemacht haben.

    Die Hoffnung stirbt zuletzt.

    in diesem sinne frohe Ostern an alle.

  • Man hätte auch einfach eines der bestehenden Systeme verwenden und ausweiten können. Dann wäre das Risiko kleiner gewesen.

    Pluspunkt: Handball net verschwindet.