HSG Nordhorn-Lingen zurück in der 2. Liga

  • Wenn man nichts zu verbergen hätte, könnte man auch einfach Akteneinsicht gewähren.

    Diese Akteneinsicht wird wohl hoffentlich bald durch die Staatsanwaltschaft vorgenommen. Da kann dann auch ein ("korrupter") Verband mit seinen sich selbst schützenden Gremien nichts mehr vertuschen. „Fiat iustitia“

  • Und da wäre es halt auch mal interessant zu sehen, welche Unterlagen/Zahlen etc Nordhorn für die Lizenz 24/25 und 25/26 eingereicht hat...

    Es ist wieder nur meine Vermutung, aber der gesunde Menschenverstand sagt einem doch schon, dass Nordhorn bestimmt auch schon vorher mal Unterlagen mit Phantasiezahlen eingereicht haben muss...

    Ansonsten würde man doch nicht Lizenzunterlagen für 26/27 mit Phantasiezahlen abgeben, in einer Zeit, wo der Hauptsponsor noch am Start war.

  • Man wusste bei Abgabe schon, dass man mit Phantasiezahlen jongliert hat.

    Nein, das stimmt so nicht und Du deutest den Satz des neuen GF bewusst falsch und wahrheitswidrig.

    Im Juli (Aussage des GF) musste man feststellen, dass die Planzahlen (aus März!) nicht erreichbar sind. Heißt: Man hat versucht den Verlust des Hauptsponsors aufzufangen, hat es aber bis Juli nicht geschafft. Auf keinen Fall hat der GF gesagt, dass es Phantasiezahlen waren. Dein Verdrehen von Sätzen führt übrigens dazu, dass - wie in laufenden Verfahren üblich - nichts mehr gesagt wird. Weil genau das passieren wird.

    Es gibt bis dato keinen einzigen Beweis von Betrug oder anderem, es gibt nur die Interpretation von Bilanzen aus Sicht von Krefelds (teuren) Anwälten. Beweise sind das nicht.

  • HSGNOL

    Würde mich interessieren wer du im realen Leben bist. Scheinst eine Person des aktuellen, erweiterten Führungskreises zu sein.

    Meinungsfreiheit ist essentiell und in keiner Form diskutier- oder verhandelbar!

    "Herr, sag mir was das Rezept für ein langes, zufriedenes Leben ist!" - "Streite dich nicht mit Hohlköpfen." - "Herr, ich bin anderer Meinung!" - "Da hast du Recht."

  • Es gibt einen großen Unterschied zwischen riskantem Wirtschaften und arglistiger Täuschung. Einnahmen des nächsten Jahres zu verpfänden ist riskant aber nicht illegal. Und das machen mehr Sportvereine als ihr denkt.

    Denkt doch mal über die These nach, dass Nordhorn zwar riskant gewirtschaftet und eine optimistische Planung vorgelegt hat, aber die HBL ihnen kein Fehlverhalten nachweisen kann, das einen Entzug der Lizenz rechtfertigt und juristisch standhält.

    Für alle anderen Theorien fehlen mir die Fakten und scheinen sehr spekulativ zu sein.

  • Zitat

    Das unabhängige Vertrauensgremium hat insbesondere ausgeführt, dass die Voraussetzungen für die von der HSG Krefeld Handball Spielbetriebs & Marketing GmbH begehrte Feststellung der Rechtswidrigkeit der Erteilung der Lizenz an den HSG Nordhorn e. V. für das Spieljahr 2026/2027 sowie die Erteilung einer Lizenz für die HSG Krefeld Handball Spielbetriebs & Marketing GmbH zur Teilnahme am Spielbetrieb der 2. Handball-Bundesliga für das Spieljahr 2026/2027 nicht vorliegen.

    Das unabhängige Vertrauensgremium des HBL e. V. stellt in seiner schriftlichen Begründung auch klar, dass keine Anhaltspunkte ersichtlich sind, dass die im Frühjahr des Jahres 2026 erfolgte Erteilung der Lizenz an den HSG Nordhorn e.V. für das Spieljahr 2026/27 durch die Lizenzierungskommission und ihren Gutachterausschuss auf Grundlage, der zum Zeitpunkt der Lizenzentscheidung vorliegenden Unterlagen nicht rechtmäßig ergangen ist.

    Zumindest in Punkto Selbstschutz und Verschleierungstaktiken kann die HBL bei den großen Verbänden mitspielen, mit denen sie sich so gerne auf Augenhöhe sieht.

    Diese inhaltsleere Pressemitteilung ist ein Affront gegen jeden, der die Thematik in den letzten Wochen ernsthaft begleitet hat. Es stand nie zur Debatte, dass die HBL "zum Zeitpunkt der Lizenzentscheidung" und auf Basis der "vorliegenden Unterlagen" die Lizenz nicht hätte erteilen dürfen. Tatsächlich steht im Raum, dass

    • ... die vorliegenden Unterlagen nicht ausreichend auf Belastbarkeit geprüft wurden bzw. dass das aktuelle Lizenzierungsverfahren hier klare Schwächen aufweist.
    • ... zwischen Lizenz-Erteilung und Ende der Saison 2025/26 die HSG Nordhorn einen Geschäftsbericht veröffentlicht hat, der massive Zweifel an der Richtigkeit der vorgelegten Unterlagen im Lizenzierungsverfahren aufkommen lässt, es aber seitens der HBL keine nachträgliche Überprüfung gab.
    • ... zwischen Lizenz-Erteilung und Ende der Saison 2025/26 ein wichtiger Sponsor der HSG Nordhorn öffentlich verkündet hat, die HSG Nordhorn in der Saison 2026/27 entgegen der ursprünglichen Planungen nicht weiter zu unterstützen. Auch hier wäre eine Neubewertung der wirtschaftlichen Tragfähigkeit seitens der HBL erforderlich gewesen.
    • ... die HSG Nordhorn monatelang das ihr bekannte Ausmaß der wirtschaftlichen Probleme gegenüber der HBL bewusst verschwiegen hat und erst publik gemacht hat als das Spieljahr 2026/27 begonnen hatte, um Tatsachen hinsichtlich der Ligazugehörigkeit zu schaffen.

    Auf keinen dieser Punkte ist die HBL bzw. die Lizenzierungskommission bislang öffentlich und konkret eingegangen!


    Schlussendlich sollte sich die HBL mal Gedanken machen. 3x Sommer, 3x Lizenzproblematiken...

    Lizenz-Verweigerungen, Lizenz-Entzüge und Insolvenzen schlagen hohe Wellen, schaden dem Ansehen der HBL und ihrem Selbstbild als professionelle Sportliga. "Lizenzproblematiken", die hinter verschlossenen Türen geklärt und mit geringen Schadensersatzzahlungen an geschädigte Vereine gelöst werden, sind in der öffentlichen Wahrnehmung hingegen schnell vergessen.

  • Es gibt einen großen Unterschied zwischen riskantem Wirtschaften und arglistiger Täuschung. Einnahmen des nächsten Jahres zu verpfänden ist riskant aber nicht illegal. Und das machen mehr Sportvereine als ihr denkt.

    Denkt doch mal über die These nach, dass Nordhorn zwar riskant gewirtschaftet und eine optimistische Planung vorgelegt hat, aber die HBL ihnen kein Fehlverhalten nachweisen kann, das einen Entzug der Lizenz rechtfertigt und juristisch standhält.

    Für alle anderen Theorien fehlen mir die Fakten und scheinen sehr spekulativ zu sein.

    Aber genau darin liegt doch das Versagen der HBL, ganz unabhängig von NOL. Man hat keine klaren Regeln für die Bewertung der Unterlagen, man macht keine oder keine ausreichende Risikobewertung! Solange das so ist und ein schriftlicher Sponsorenvertrag ohne und mit Kündigungsklausel genau gleich bewertet wird, wird es immer wieder zu solchen Meldungen und einem Lizenztheater kommen. Bezogen auf diesen Fall und unter der Annahme, dass NOL keine falschen, sondern positiv ausgereizte Zahlen eingereicht hat, sehe ich den Fehler natürlich zum Teil bei NOL, überwiegend jedoch bei der HBL, weil sie solche Dinge ermöglicht!

    Handball ist mehr als Rock`n´Roll...it`s HEAVY METAL :smokin:

  • Es gibt einen großen Unterschied zwischen riskantem Wirtschaften und arglistiger Täuschung. Einnahmen des nächsten Jahres zu verpfänden ist riskant aber nicht illegal. Und das machen mehr Sportvereine als ihr denkt.

    Denkt doch mal über die These nach, dass Nordhorn zwar riskant gewirtschaftet und eine optimistische Planung vorgelegt hat, aber die HBL ihnen kein Fehlverhalten nachweisen kann, das einen Entzug der Lizenz rechtfertigt und juristisch standhält.

    Für alle anderen Theorien fehlen mir die Fakten und scheinen sehr spekulativ zu sein.

    Ein riskantes Wirtschaften, wenn auch nicht illegal, wie du richtigerweise sagst, erfüllt nicht die Grundsätze kaufmännischer Vorsicht. Diese sind im Rahmen von kaufmännischen Angelegenheiten und zwischen Kaufleuten (welche sowohl die Liga als auch Nordhorn-Lingen sind) die Basis. Sprich: Vorsichtige Umsatzplanung, Nutzung von Sicherheitsabschlägen auf unsichere Einnahmen, Berücksichtigung aller möglichen Prämien und Kosten in den Aufwandsstrukturen.

    Die HBL hätte aus meiner Sicht gerade nach dem Fall Hamburg genau solche Planungsprämissen spätestens im März diesen Jahres mit den Erkenntnissen aus der Bilanz Nordhorns der Saison 24/25 hinterfragen müssen und im Zweifel eine realistisch-vorsichtige (kaufmännisch verwertbare) Version der Planzahlen von Nordhorn verlangen müssen. Ich betone: Müssen - und das schon aus Selbstschutz, um einen (berechtigten) Kritikhagel wie den jetzigen eben nicht aufkommen zu lassen.

    Nochmal: Der Fehler im System liegt aus meiner Sicht zuvorderst bei der HBL, die eben genau diese kritische Prüfung wiederholt vermissen hat lassen - und auch im Rahmen der Nachprüfung zumindest öffentlich die Fehlplanung, welche selbst GF Jonker zugab, nicht moniert hat.

    Das Motiv und Handeln in Nordhorn seit 2024 ist aus meiner Sicht mindestens zweifelhaft. Wenn sich die Schlussfolgerungen von Seiten der HSG Krefeld bestätigen sollten, hat Nordhorn tatsächlich "Dreck am Stecken", aber immer noch wesentlich weniger als das Kasperletheater der Lizenzierungskommision.

  • Lizenz-Lage der Handball-Liga: SO könnt IHR nicht weitermachen | Sportmix | Sportbild.de

    Zitat

    Die HBL spricht diesbezüglich gern von „Einzelfällen“. Mag richtig sein, aber „Einzelfälle“ sind halt Fälle. Sind drei Jahre in Folge mit jeweils einem „Einzelfall“ ein gutes Zeichen? „Weiter so“ wäre ein schlechtes Signal.

    “I don't know why people are so keen to put the details of their private life in public; they forget that invisibility is a superpower.” — Banksy

    | Langeweile? | ⚂ ◬ ⚅ New Music Stuff - Live Performance ⚅◬⚂ |

  • Ich finde die Situation der HSG erinnert ein bißchen an die HBF und Ludwigsburg letzte Saison. Dort kam im Juli/ August nach und nach heraus, dass die Etatplanung überhaupt nicht abgesichert war. Dennoch gab es zuvor die Lizenz für den Liga-Primus. Damals hieß es, dass das das unzureichende Lizenzierugsverfahren bei der HBF aufzeige und die HBL hier viel weiter sei. Wenn man hier in diesem Thread liest, kommt aber eher zu dem Schluß, das dem nicht so ist.

  • Zumindest in Punkto Selbstschutz und Verschleierungstaktiken kann die HBL bei den großen Verbänden mitspielen, mit denen sie sich so gerne auf Augenhöhe sieht.

    Diese inhaltsleere Pressemitteilung ist ein Affront gegen jeden, der die Thematik in den letzten Wochen ernsthaft begleitet hat. Es stand nie zur Debatte, dass die HBL "zum Zeitpunkt der Lizenzentscheidung" und auf Basis der "vorliegenden Unterlagen" die Lizenz nicht hätte erteilen dürfen. Tatsächlich steht im Raum, dass

    • ... die vorliegenden Unterlagen nicht ausreichend auf Belastbarkeit geprüft wurden bzw. dass das aktuelle Lizenzierungsverfahren hier klare Schwächen aufweist.
    • ... zwischen Lizenz-Erteilung und Ende der Saison 2025/26 die HSG Nordhorn einen Geschäftsbericht veröffentlicht hat, der massive Zweifel an der Richtigkeit der vorgelegten Unterlagen im Lizenzierungsverfahren aufkommen lässt, es aber seitens der HBL keine nachträgliche Überprüfung gab.
    • ... zwischen Lizenz-Erteilung und Ende der Saison 2025/26 ein wichtiger Sponsor der HSG Nordhorn öffentlich verkündet hat, die HSG Nordhorn in der Saison 2026/27 entgegen der ursprünglichen Planungen nicht weiter zu unterstützen. Auch hier wäre eine Neubewertung der wirtschaftlichen Tragfähigkeit seitens der HBL erforderlich gewesen.
    • ... die HSG Nordhorn monatelang das ihr bekannte Ausmaß der wirtschaftlichen Probleme gegenüber der HBL bewusst verschwiegen hat und erst publik gemacht hat als das Spieljahr 2026/27 begonnen hatte, um Tatsachen hinsichtlich der Ligazugehörigkeit zu schaffen.

    Auf keinen dieser Punkte ist die HBL bzw. die Lizenzierungskommission bislang öffentlich und konkret eingegangen!


    Lizenz-Verweigerungen, Lizenz-Entzüge und Insolvenzen schlagen hohe Wellen, schaden dem Ansehen der HBL und ihrem Selbstbild als professionelle Sportliga. "Lizenzproblematiken", die hinter verschlossenen Türen geklärt und mit geringen Schadensersatzzahlungen an geschädigte Vereine gelöst werden, sind in der öffentlichen Wahrnehmung hingegen schnell vergessen.

    Man muss sich nur mal die Bilanzen von den letzten 5 Jahren anschauen. Bis letzten Sommer lag ein Fehlbetrag von fast 800000 Euro vor. Mittlerweile dürfte er die Mio überschritten haben..

    Da von "riskant gewirtschaftet" zu reden ist fast schon Comedy !

    Nordhorn hat ganz klar jahrelang über seine Verhältnisse gelebt.

    Man lernt in Nordhorn nicht. Die Rigterink Zeiten kennt Jeder von uns. Die Zeiten um 2008/2009 kennt auch Jeder von uns. Aber man darf auch 2017 nicht vergessen. 2017 betrug der Fehlbetrag übrigens "nur" 160000 !

    Jetzt liegt der Fehlbetrag im Mio Bereich und Jonker stellt sich noch hin und sagt öffentlich, dass man Zahlen eingereicht hat, von denen man wusste, dass sie mit der Realität nichts zu tun haben.

    Es ist der absolute Wahnsinn, was in Nordhorn seit Anfang der 2000er läuft. Arbeiten da wirklich nur Amateure ohne jegliche Fachkenntnisse und "Hemmungen" ? Allein das man letztens noch den Herrn aus Aurich verpflichtet, der in Aurich was hinterlassen hat ?

  • Konnte Nordhorn-Lingen die Finanzlücke schon schließen oder müssen wir im Laufe der Saison mit einer Insolvenz oder Rückzug der Mannschaft vom Spielbetrieb rechnen? =O Dazu hatte ich bisher noch nichts gelesen.

    Gruß Flevo

    Es kann passieren, was will: Es gibt immer einen, der es kommen sah. (Fernandel)

    Einmal editiert, zuletzt von Flevo (6. August 2026 um 12:27) aus folgendem Grund: Tippfehler

  • Gute Frage... ehrlich gesagt sehe ich schwarz für die Saison. Die Lücke von bis zu kolportiert €-1,5 Mio. muss erst einmal geschlossen werden. Sehe das nicht. Der Termin am 14. August wird Klarheit bringen.

    CU

    kermit :hi:

  • Konnte Nordhorn-Lingen die Finanzlücke schon schließen oder müssen wir im Laufe der Saison mit einer Insolvenz oder Rückzug der Mannschaft vom Spielbetrieb rechnen? =O Dazu hatte ich bisher noch nichts gelesen.

    Gruß Flevo

    Genau darauf warten ja alle. Es gab immer noch keine Stellungnahme dazu. Wie hoch ist die Summe? Haben sich schon Sponsoren gemeldet? Das hat bei der letzten Krise 2017 deutlich besser geklappt.

  • Konnte Nordhorn-Lingen die Finanzlücke schon schließen oder müssen wir im Laufe der Saison mit einer Insolvenz oder Rückzug der Mannschaft vom Spielbetrieb rechnen? =O Dazu hatte ich bisher noch nichts gelesen.

    Gruß Flevo

    Tja, Flevo, das ist die Frage aller Fragen. Alle Hoffnungen ruhen wohl auf einen Termin mit Politik und Wirtschaft am 14.08.26. Ich wette, dass danach von "positiven Signalen aus der Wirtschaft" die Rede sein wird.

    Wenn jemand da skeptisch bleibt, ist das bei dem bisherigen Finanzgebaren mehr als verständlich.

  • Gute Frage... ehrlich gesagt sehe ich schwarz für die Saison. Die Lücke von bis zu kolportiert €-1,5 Mio. muss erst einmal geschlossen werden. Sehe das nicht. Der Termin am 14. August wird Klarheit bringen.

    Ich gehe nicht davon aus, dass die Lücke sofort komplett geschlossen sein muss. Das wichtigste wird sein, die kurzfristigen Verbindlichkeiten abdecken zu können und für die langfristigen Verbindlichkeiten einen plausiblen und gesicherten Finanzierungsplan aufzuweisen .

  • Gute Frage... ehrlich gesagt sehe ich schwarz für die Saison. Die Lücke von bis zu kolportiert €-1,5 Mio. muss erst einmal geschlossen werden. Sehe das nicht. Der Termin am 14. August wird Klarheit bringen.

    Auch wenn die 1,5 Millionen irgendwie beschafft werden können, will der oder die Geldgeber, doch ihr Geld zurück haben.

    Es wird egal wie es kommt eine sehr schwere Zeit und die Saison wird sehr holprig, auch ob die Mannschaft so wie sie aktuell ist auflaufen kann und wird.