HSG Nordhorn-Lingen zurück in der 2. Liga

  • Nehmen wir nurmal diesen einen Punkt. Der ist zwingend zu interpretieren. Es wird hier NICHT gesagt, dass die Einreichung in Ordnung war, oder die Daten oder die Zahlen. Es wird lediglich gesagt, dass die Lizensierung - der entsprechenden Abteilung der HBL - die Lizensierung so machen durfte, weil sie anhand der eingereichten Unterlagen korrekt entschieden haben.
    Es taugt also nicht zur Entlastung. Der einzige Sinn dieses Satzes ist die Enthaftung der HBL.

    Fakt ist, sie hätten den Bescheid zurücknehmen können, sich weitere Bedenkzeit erbeten können oder weitere Unterlagen, Erläuterungen etc. anfordern können. Haben sie aber nicht. Obwohl das Risiko besteht, dass es weitere Ermittlungen geben wird.

  • Fakt ist, sie hätten den Bescheid zurücknehmen können, sich weitere Bedenkzeit erbeten können oder weitere Unterlagen, Erläuterungen etc. anfordern können. Haben sie aber nicht. Obwohl das Risiko besteht, dass es weitere Ermittlungen geben wird.

    Völlig richtig. Und WARUM haben sie das nicht getan? (Nun, bei den Franziskaner wäre es einfach gewesen: zum höheren Ruhme Gottes!)

    Hier ist es auch einfach: Nichts darf die natürlich Ordnung stören. Krehfeld darf auf keinen Fall mit einem Platz in Liga 2 belohnt werden. Die Liga hat alles richtig gemacht. ETC. Daraus abzuleiten, es gäbe keine Verstöße der HSG ist mutig.

  • Nordhorn hat doch in Prinzip selber gesagt, dass man falsche Zahlen eingereicht hat, vor allem wissentlich falsche Zahlen. Das macht die Sache ja auch so schlimm...

    Man wusste bei Abgabe schon, dass man mit Phantasiezahlen jongliert hat.

    "Jener Jonker, dessen Aussagen gegenüber den Grafschafter Nachrichten (GN) den Krimi Mitte Juli auslösten. Er warf sich vor „Zahlen nicht kritischer hinterfragt zu haben“ und räumte ein, dass beim Lizenzantrag Zahlen verwendet wurden, „die in der Realität leider nicht umsetzbar sind“.


    Meine Vermutung! ist, dass man wie die Jahre zuvor Erlöse vorziehen wollte, um die Löcher irgendwann zu stopfen. Dann springt urplötzlich der Hauptsponsor ab, dieser Umstand macht das sowieso schon vorhandene Defizit noch größer und Nordhorn merkt, dass der bisherige Weg ( der so schon Banane ist ) aus dem Ruder läuft.

    In den Monaten danach versucht man verzweifelt einen neuen Hauptsponsor zu aktivieren, schafft es aber nicht und meldet sich dann natürlich erst, als die neue Saison gestartet ist.

    Wenn man nichts zu verbergen hätte, könnte man auch einfach Akteneinsicht gewähren. Das dieses Nordhorner Spiel jetzt wegen so einer absurden 1 Wochen Regel durchgewunken wird, Wahnsinn.

  • Wenn man nichts zu verbergen hätte, könnte man auch einfach Akteneinsicht gewähren.

    Diese Akteneinsicht wird wohl hoffentlich bald durch die Staatsanwaltschaft vorgenommen. Da kann dann auch ein ("korrupter") Verband mit seinen sich selbst schützenden Gremien nichts mehr vertuschen. „Fiat iustitia“

  • Und da wäre es halt auch mal interessant zu sehen, welche Unterlagen/Zahlen etc Nordhorn für die Lizenz 24/25 und 25/26 eingereicht hat...

    Es ist wieder nur meine Vermutung, aber der gesunde Menschenverstand sagt einem doch schon, dass Nordhorn bestimmt auch schon vorher mal Unterlagen mit Phantasiezahlen eingereicht haben muss...

    Ansonsten würde man doch nicht Lizenzunterlagen für 26/27 mit Phantasiezahlen abgeben, in einer Zeit, wo der Hauptsponsor noch am Start war.

  • Man wusste bei Abgabe schon, dass man mit Phantasiezahlen jongliert hat.

    Nein, das stimmt so nicht und Du deutest den Satz des neuen GF bewusst falsch und wahrheitswidrig.

    Im Juli (Aussage des GF) musste man feststellen, dass die Planzahlen (aus März!) nicht erreichbar sind. Heißt: Man hat versucht den Verlust des Hauptsponsors aufzufangen, hat es aber bis Juli nicht geschafft. Auf keinen Fall hat der GF gesagt, dass es Phantasiezahlen waren. Dein Verdrehen von Sätzen führt übrigens dazu, dass - wie in laufenden Verfahren üblich - nichts mehr gesagt wird. Weil genau das passieren wird.

    Es gibt bis dato keinen einzigen Beweis von Betrug oder anderem, es gibt nur die Interpretation von Bilanzen aus Sicht von Krefelds (teuren) Anwälten. Beweise sind das nicht.

  • HSGNOL

    Würde mich interessieren wer du im realen Leben bist. Scheinst eine Person des aktuellen, erweiterten Führungskreises zu sein.

    „Ich verachte Ihre Meinung, aber ich gäbe mein Leben dafür, dass Sie sie sagen dürfen.“ Voltaire

    Meinungsfreiheit ist essentiell und nicht verhandelbar!

    "Herr, sag mir was das Rezept für ein langes, zufriedenes Leben ist!" - "Streite dich nicht mit Hohlköpfen." - "Herr, ich bin anderer Meinung!" - "Da hast du Recht."

  • Es gibt einen großen Unterschied zwischen riskantem Wirtschaften und arglistiger Täuschung. Einnahmen des nächsten Jahres zu verpfänden ist riskant aber nicht illegal. Und das machen mehr Sportvereine als ihr denkt.

    Denkt doch mal über die These nach, dass Nordhorn zwar riskant gewirtschaftet und eine optimistische Planung vorgelegt hat, aber die HBL ihnen kein Fehlverhalten nachweisen kann, das einen Entzug der Lizenz rechtfertigt und juristisch standhält.

    Für alle anderen Theorien fehlen mir die Fakten und scheinen sehr spekulativ zu sein.

    • Offizieller Beitrag
    Zitat

    Das unabhängige Vertrauensgremium hat insbesondere ausgeführt, dass die Voraussetzungen für die von der HSG Krefeld Handball Spielbetriebs & Marketing GmbH begehrte Feststellung der Rechtswidrigkeit der Erteilung der Lizenz an den HSG Nordhorn e. V. für das Spieljahr 2026/2027 sowie die Erteilung einer Lizenz für die HSG Krefeld Handball Spielbetriebs & Marketing GmbH zur Teilnahme am Spielbetrieb der 2. Handball-Bundesliga für das Spieljahr 2026/2027 nicht vorliegen.

    Das unabhängige Vertrauensgremium des HBL e. V. stellt in seiner schriftlichen Begründung auch klar, dass keine Anhaltspunkte ersichtlich sind, dass die im Frühjahr des Jahres 2026 erfolgte Erteilung der Lizenz an den HSG Nordhorn e.V. für das Spieljahr 2026/27 durch die Lizenzierungskommission und ihren Gutachterausschuss auf Grundlage, der zum Zeitpunkt der Lizenzentscheidung vorliegenden Unterlagen nicht rechtmäßig ergangen ist.

    Zumindest in Punkto Selbstschutz und Verschleierungstaktiken kann die HBL bei den großen Verbänden mitspielen, mit denen sie sich so gerne auf Augenhöhe sieht.

    Diese inhaltsleere Pressemitteilung ist ein Affront gegen jeden, der die Thematik in den letzten Wochen ernsthaft begleitet hat. Es stand nie zur Debatte, dass die HBL "zum Zeitpunkt der Lizenzentscheidung" und auf Basis der "vorliegenden Unterlagen" die Lizenz nicht hätte erteilen dürfen. Tatsächlich steht im Raum, dass

    • ... die vorliegenden Unterlagen nicht ausreichend auf Belastbarkeit geprüft wurden bzw. dass das aktuelle Lizenzierungsverfahren hier klare Schwächen aufweist.
    • ... zwischen Lizenz-Erteilung und Ende der Saison 2025/26 die HSG Nordhorn einen Geschäftsbericht veröffentlicht hat, der massive Zweifel an der Richtigkeit der vorgelegten Unterlagen im Lizenzierungsverfahren aufkommen lässt, es aber seitens der HBL keine nachträgliche Überprüfung gab.
    • ... zwischen Lizenz-Erteilung und Ende der Saison 2025/26 ein wichtiger Sponsor der HSG Nordhorn öffentlich verkündet hat, die HSG Nordhorn in der Saison 2026/27 entgegen der ursprünglichen Planungen nicht weiter zu unterstützen. Auch hier wäre eine Neubewertung der wirtschaftlichen Tragfähigkeit seitens der HBL erforderlich gewesen.
    • ... die HSG Nordhorn monatelang das ihr bekannte Ausmaß der wirtschaftlichen Probleme gegenüber der HBL bewusst verschwiegen hat und erst publik gemacht hat als das Spieljahr 2026/27 begonnen hatte, um Tatsachen hinsichtlich der Ligazugehörigkeit zu schaffen.

    Auf keinen dieser Punkte ist die HBL bzw. die Lizenzierungskommission bislang öffentlich und konkret eingegangen!


    Schlussendlich sollte sich die HBL mal Gedanken machen. 3x Sommer, 3x Lizenzproblematiken...

    Lizenz-Verweigerungen, Lizenz-Entzüge und Insolvenzen schlagen hohe Wellen, schaden dem Ansehen der HBL und ihrem Selbstbild als professionelle Sportliga. "Lizenzproblematiken", die hinter verschlossenen Türen geklärt und mit geringen Schadensersatzzahlungen an geschädigte Vereine gelöst werden, sind in der öffentlichen Wahrnehmung hingegen schnell vergessen.

  • Es gibt einen großen Unterschied zwischen riskantem Wirtschaften und arglistiger Täuschung. Einnahmen des nächsten Jahres zu verpfänden ist riskant aber nicht illegal. Und das machen mehr Sportvereine als ihr denkt.

    Denkt doch mal über die These nach, dass Nordhorn zwar riskant gewirtschaftet und eine optimistische Planung vorgelegt hat, aber die HBL ihnen kein Fehlverhalten nachweisen kann, das einen Entzug der Lizenz rechtfertigt und juristisch standhält.

    Für alle anderen Theorien fehlen mir die Fakten und scheinen sehr spekulativ zu sein.

    Aber genau darin liegt doch das Versagen der HBL, ganz unabhängig von NOL. Man hat keine klaren Regeln für die Bewertung der Unterlagen, man macht keine oder keine ausreichende Risikobewertung! Solange das so ist und ein schriftlicher Sponsorenvertrag ohne und mit Kündigungsklausel genau gleich bewertet wird, wird es immer wieder zu solchen Meldungen und einem Lizenztheater kommen. Bezogen auf diesen Fall und unter der Annahme, dass NOL keine falschen, sondern positiv ausgereizte Zahlen eingereicht hat, sehe ich den Fehler natürlich zum Teil bei NOL, überwiegend jedoch bei der HBL, weil sie solche Dinge ermöglicht!

    Handball ist mehr als Rock`n´Roll...it`s HEAVY METAL :smokin:

  • Es gibt einen großen Unterschied zwischen riskantem Wirtschaften und arglistiger Täuschung. Einnahmen des nächsten Jahres zu verpfänden ist riskant aber nicht illegal. Und das machen mehr Sportvereine als ihr denkt.

    Denkt doch mal über die These nach, dass Nordhorn zwar riskant gewirtschaftet und eine optimistische Planung vorgelegt hat, aber die HBL ihnen kein Fehlverhalten nachweisen kann, das einen Entzug der Lizenz rechtfertigt und juristisch standhält.

    Für alle anderen Theorien fehlen mir die Fakten und scheinen sehr spekulativ zu sein.

    Ein riskantes Wirtschaften, wenn auch nicht illegal, wie du richtigerweise sagst, erfüllt nicht die Grundsätze kaufmännischer Vorsicht. Diese sind im Rahmen von kaufmännischen Angelegenheiten und zwischen Kaufleuten (welche sowohl die Liga als auch Nordhorn-Lingen sind) die Basis. Sprich: Vorsichtige Umsatzplanung, Nutzung von Sicherheitsabschlägen auf unsichere Einnahmen, Berücksichtigung aller möglichen Prämien und Kosten in den Aufwandsstrukturen.

    Die HBL hätte aus meiner Sicht gerade nach dem Fall Hamburg genau solche Planungsprämissen spätestens im März diesen Jahres mit den Erkenntnissen aus der Bilanz Nordhorns der Saison 24/25 hinterfragen müssen und im Zweifel eine realistisch-vorsichtige (kaufmännisch verwertbare) Version der Planzahlen von Nordhorn verlangen müssen. Ich betone: Müssen - und das schon aus Selbstschutz, um einen (berechtigten) Kritikhagel wie den jetzigen eben nicht aufkommen zu lassen.

    Nochmal: Der Fehler im System liegt aus meiner Sicht zuvorderst bei der HBL, die eben genau diese kritische Prüfung wiederholt vermissen hat lassen - und auch im Rahmen der Nachprüfung zumindest öffentlich die Fehlplanung, welche selbst GF Jonker zugab, nicht moniert hat.

    Das Motiv und Handeln in Nordhorn seit 2024 ist aus meiner Sicht mindestens zweifelhaft. Wenn sich die Schlussfolgerungen von Seiten der HSG Krefeld bestätigen sollten, hat Nordhorn tatsächlich "Dreck am Stecken", aber immer noch wesentlich weniger als das Kasperletheater der Lizenzierungskommision.

  • Lizenz-Lage der Handball-Liga: SO könnt IHR nicht weitermachen | Sportmix | Sportbild.de

    Zitat

    Die HBL spricht diesbezüglich gern von „Einzelfällen“. Mag richtig sein, aber „Einzelfälle“ sind halt Fälle. Sind drei Jahre in Folge mit jeweils einem „Einzelfall“ ein gutes Zeichen? „Weiter so“ wäre ein schlechtes Signal.

  • Ich finde die Situation der HSG erinnert ein bißchen an die HBF und Ludwigsburg letzte Saison. Dort kam im Juli/ August nach und nach heraus, dass die Etatplanung überhaupt nicht abgesichert war. Dennoch gab es zuvor die Lizenz für den Liga-Primus. Damals hieß es, dass das das unzureichende Lizenzierugsverfahren bei der HBF aufzeige und die HBL hier viel weiter sei. Wenn man hier in diesem Thread liest, kommt aber eher zu dem Schluß, das dem nicht so ist.

  • Zumindest in Punkto Selbstschutz und Verschleierungstaktiken kann die HBL bei den großen Verbänden mitspielen, mit denen sie sich so gerne auf Augenhöhe sieht.

    Diese inhaltsleere Pressemitteilung ist ein Affront gegen jeden, der die Thematik in den letzten Wochen ernsthaft begleitet hat. Es stand nie zur Debatte, dass die HBL "zum Zeitpunkt der Lizenzentscheidung" und auf Basis der "vorliegenden Unterlagen" die Lizenz nicht hätte erteilen dürfen. Tatsächlich steht im Raum, dass

    • ... die vorliegenden Unterlagen nicht ausreichend auf Belastbarkeit geprüft wurden bzw. dass das aktuelle Lizenzierungsverfahren hier klare Schwächen aufweist.
    • ... zwischen Lizenz-Erteilung und Ende der Saison 2025/26 die HSG Nordhorn einen Geschäftsbericht veröffentlicht hat, der massive Zweifel an der Richtigkeit der vorgelegten Unterlagen im Lizenzierungsverfahren aufkommen lässt, es aber seitens der HBL keine nachträgliche Überprüfung gab.
    • ... zwischen Lizenz-Erteilung und Ende der Saison 2025/26 ein wichtiger Sponsor der HSG Nordhorn öffentlich verkündet hat, die HSG Nordhorn in der Saison 2026/27 entgegen der ursprünglichen Planungen nicht weiter zu unterstützen. Auch hier wäre eine Neubewertung der wirtschaftlichen Tragfähigkeit seitens der HBL erforderlich gewesen.
    • ... die HSG Nordhorn monatelang das ihr bekannte Ausmaß der wirtschaftlichen Probleme gegenüber der HBL bewusst verschwiegen hat und erst publik gemacht hat als das Spieljahr 2026/27 begonnen hatte, um Tatsachen hinsichtlich der Ligazugehörigkeit zu schaffen.

    Auf keinen dieser Punkte ist die HBL bzw. die Lizenzierungskommission bislang öffentlich und konkret eingegangen!


    Lizenz-Verweigerungen, Lizenz-Entzüge und Insolvenzen schlagen hohe Wellen, schaden dem Ansehen der HBL und ihrem Selbstbild als professionelle Sportliga. "Lizenzproblematiken", die hinter verschlossenen Türen geklärt und mit geringen Schadensersatzzahlungen an geschädigte Vereine gelöst werden, sind in der öffentlichen Wahrnehmung hingegen schnell vergessen.

    Man muss sich nur mal die Bilanzen von den letzten 5 Jahren anschauen. Bis letzten Sommer lag ein Fehlbetrag von fast 800000 Euro vor. Mittlerweile dürfte er die Mio überschritten haben..

    Da von "riskant gewirtschaftet" zu reden ist fast schon Comedy !

    Nordhorn hat ganz klar jahrelang über seine Verhältnisse gelebt.

    Man lernt in Nordhorn nicht. Die Rigterink Zeiten kennt Jeder von uns. Die Zeiten um 2008/2009 kennt auch Jeder von uns. Aber man darf auch 2017 nicht vergessen. 2017 betrug der Fehlbetrag übrigens "nur" 160000 !

    Jetzt liegt der Fehlbetrag im Mio Bereich und Jonker stellt sich noch hin und sagt öffentlich, dass man Zahlen eingereicht hat, von denen man wusste, dass sie mit der Realität nichts zu tun haben.

    Es ist der absolute Wahnsinn, was in Nordhorn seit Anfang der 2000er läuft. Arbeiten da wirklich nur Amateure ohne jegliche Fachkenntnisse und "Hemmungen" ? Allein das man letztens noch den Herrn aus Aurich verpflichtet, der in Aurich was hinterlassen hat ?